(openPR) Deutsche Wohnen erwirbt Immobilienportfolio mit knapp 4.200 Einheiten in Berlin
Der AMV - Alternativer Mieter- und Verbraucherschutzbund e. V. fordert: Schluss mit Monopoly und Zukäufen!
Die Deutsche Wohnen AG hat eine Vereinbarung über den Erwerb eines knapp 4.200 Einheiten umfassenden Immobilienportfolios in Berlin geschlossen, davon sind rund 3.900 Wohn- und 270 Gewerbeeinheiten (Quelle: http://ir.deutsche-wohnen.com/websites/deuwo/German/3200/corporate-news.html?newsID=1607855). Das Immobilienportfolio besteht im Wesentlichen aus Altbau-Gebäuden in zentralen Lagen von Berlin, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts erbaut wurden und nur einen geringen Investitionsbedarf aufweisen. Der Kaufpreis von rund EUR 655 Millionen bzw. 2.390 EUR pro Quadratmeter impliziert einen Multiplikator von 20x auf Basis von Neuvermietungsmieten und 30x auf Basis derzeitiger Vertragsmieten. Die Finanzierung des Ankaufs wird aus den Emissionserlösen der jüngst platzierten neuen Aktien und Wandelschuldverschreibungen der Deutsche Wohnen erfolgen. Die durchschnittliche monatliche Vertragsmiete der Wohnungen zum Ankaufszeitpunkt beträgt EUR 6,92 pro Quadratmeter und die Leerstandsquote bietet mit knapp 7 % weiteres Potenzial zur Optimierung. Anfänglich wird das Portfolio jährlich rund EUR 22 Millionen erwartete Nettokaltmieten erwirtschaften und rund EUR 15 Millionen zum EBITDA beisteuern. Der Vollzug der Akquisition wird für das zweite Quartal 2017 erwartet.
„Die Deutsche Wohnen AG, die in Berlin ca. 110.000 Wohnungen bewirtschaftet und Berlins größter Vermieter ist, ist dafür bekannt, dass sie die Instandhaltung und Instandsetzung vernachlässigt, was ihr ein Negativimage eingebracht hat", sagte der 1. Vorsitzende des AMV, RA Uwe Piper. „Anstatt weiter im großen Stil auf Einkaufstour zu gehen, sollte die Deutsche Wohnen zum einen endlich ihre Immobilien auf Vordermann bringen und den Mietern einen besseren Service bieten sowie zum anderen ihr Kapital für den Wohnungsneubau verwenden," meint Piper. „In den kommenden drei Jahren braucht Berlin mehr als 30.000 neue Wohnungen und keine börsennotierten Wohnungs-Elefanten“, ereifert sich Piper. „Die Deutsche Wohnen erlangt immer mehr eine marktbeherrschende Stellung in Berlin, die einen wirksamen Wettbewerb auf dem Wohnungsmarkt zum Nachteil der Wohnungsmieter erheblich behindert und den Berliner Mietspiegel massiv beeinflusst," so Piper.









