(openPR) Etwa ein Viertel der Berufstätigen läßt sich ungeplant vom Arbeitsanfall treiben und versucht Multitasking - zulasten von Arbeitseffizienz und Lebensqualität. Dies ergab eine Repräsentativstudie des Instituts für Wirtschafts- und Sozialpsychologie der Universität Köln.
"Die getriebenen Zeitmanager verfolgen nahezu jede sich anbietende Zeitstrategie. Auf höchstem Niveau werden Prioritätensetzung, Multitasking, Zeitplanung sowie Zeitersparnis umgesetzt. Die Aktivitäten werden also nicht nur nach dem Grad ihrer Wichtigkeit geordnet, sondern auch im Sinne des Multitasking teilweise parallel und weniger sequentiell durchgeführt", schreiben die Autoren im Themenheft "Zeit" des unabhängigen Journals "Wirtschaftspsychologie".
"Trotz intensiver Planung und sorgfältiger Einteilung kommen die getriebenen Zeitmanager mit der ihnen zur Verfügung stehenden Zeit kaum aus, so daß sie in hohem Maße auf Multitasking zurückgreifen müssen." Die Arbeitseffizienz gerät dabei unterdurchschnittlich, die Lebensqualität bleibt unbefriedigend. Der Anteil an Frauen - mit Beruf und Familie - liegt in dieser Gruppe hoch.
Über 20% der Berufstätigen sind wohlüberlegte Zeitmanager: Die genaue Planung und Einteilung der Aktivitäten sorgen für einen kontinuierlichen Arbeitsfluss; Effizienz und Lebensqualität liegen über dem Durchschnitt. Knapp 20% der Berufstätigen - überwiegend jüngere Männer - bevorzugen ein hierarchisierendes Zeitmanagement: Sie erledigen die Aufgaben in der Reihenfolge der Wichtigkeit. Arbeitseffizienz und Lebensqualität sind hoch.
Claus Dethloff, Anne Heitkamp:
"Zeitstrategien - über den erfolgreichen Umgang mit der Ressource Zeit"
in: Harald A. Mieg (Hrsg.) "Faktor Zeit", Themenheft "Wirtschaftspsychologie" (12,50 Euro)











