(openPR) "Berichte aus Deutschland über das Älterwerden" von Astrid Nourney belegen unter dem Titel "Zu alt? Abgelehnt!" dass zumindest in Deutschland zwar niemand jung sterben möchte, aber im Moment auch niemand so recht alt werden mag. Denn das bedeutet nicht nur, den Arbeitsplatz zu räumen. Ältere werden auch massiv aus dem ehrenamtlichen Engagement gedrängt und zu gesellschaftlichem Ballast erklärt, der möglichst früh zu sterben hat.
In 22 Interviews berichten 24- bis 75-jährige Deutsche und Ausländer aus Politik, Fernsehen, Wissenschaft und Werbung über das Älterwerden, Altersdiskriminierung und Gegenwehr. Der Schauspieler Dietrich Mattausch erzählt, dass ihm häufiger gesagt wurde, er sei für Rollen zu alt; die Fernsehmoderation Bettina Tietjen berichtet, wie sie im Alter leben möchte und der Naturphilosoph Professor Dr. Klaus Meyer-Abich macht deutlich, warum nicht die gewinnen, die sich über andere hinwegsetzen.
Als wichtiger Beitrag zur Debatte über das künftige Antidiskriminierungsgesetz zeigt das Buch, wie heute in Deutschland in Altenheimen, Einrichtungen für geistig Behinderte, Medizin, Werbung, bei Banken, Versicherungen und am Arbeitsplatz mit Älteren und Alten umgegangen wird und warum neue Begriffe wie "Silver Generation" nichts ändern. Der Blick über die Landesgrenzen zeigt, dass es nicht nur in Japan, Kolumbien und Frankreich sowohl Schreckens- als auch Vorbilder für den Umgang mit älteren Menschen gibt.
Das faktenreiche und fundierte Plädoyer bietet wichtige Argumente gegen den "Kampf der Generationen" und für die Solidarität zwischen den Altersgruppen, Beispiele und weiterführende Anschriften. "Zu alt? Abgelehnt!" ist erschienen im Viola Falkenberg Verlag, kostet 12,90 Euro und hat die ISBN 3-937822-53-4.











