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Die Digitalisierung der Abfallwirtschaft – Umfrage deckt Unsicherheit bei Entsorgern auf

07.02.201709:26 UhrIT, New Media & Software

(openPR) Wie digital wird die Abfallwirtschaft? Das Thema scheint die Entsorgungsbranche zu beschäftigen, denn mit 170 Teilnehmern gab es eine überraschend große Resonanz auf die Umfrage der NETWASTE | Ideen für Entsorger Ende 2016. Offenbar sehen viele Entsorgungsunternehmen in der Digitalisierung eine große Notwendigkeit, während sie aus praktischen Gründen oft noch davor zurückschrecken.



Das digitale Zeitalter macht auch vor den Türen der Abfallwirtschaft nicht Halt. 55 Prozent der Teilnehmer geben an, dass die Digitalisierung schon heute stark ihr Unternehmen beeinflusst. 35 Prozent sehen eine nur teilweise Beeinflussung, und für 10 % spielt die Digitalisierung derzeit überhaupt keine Rolle. Das Bild bleibt gleich, wenn man nach der zukünftigen Bedeutung der Digitalisierung fragt: Unabhängig von der Unternehmensgröße sind wiederum 55 Prozent davon überzeugt, dass die Abfallwirtschaft in nächster Zukunft sehr stark von der Digitalisierung beeinflusst wird. Die restlichen 45 Prozent vermuten dagegen nur eine teilweise Digitalisierung.

Online-Marketing ist Muss – E-Commerce wird wichtiger

Im Mittelpunkt des digitalen Interesses steht bei nahezu allen Unternehmen das Gefunden werden im Internet. 80 Prozent haben auf einem Entsorgungsportal wie zum Beispiel wer-entsorgt-was.de ein Firmenprofil erstellt. 75 Prozent präsentieren ihr Unternehmen in den sozialen Medien, und 55 Prozent machen sogar Online-Werbung auf Suchportalen wie Google.

Auch das Thema E-Commerce scheint immer wichtiger zu werden: So geben bereits 45 Prozent der Teilnehmer an, einen eigenen Online-Shop zu betreiben. 40 Prozent sind auf einem Portal mit einem digitalen Shop vertreten. Bei diesen Zahlen sind auch jene Betriebe miteingeschlossen, die die Shops noch nicht verwirklicht, aber zumindest bereits in konkreter Planung haben.

Entsorger skeptisch gegenüber Robotern – Serviceportale und digitale Auftragsabwicklung im Fokus

Die zukünftige Bedeutung der Digitalisierung wird im Allgemeinen sehr hoch eingeschätzt. 75 Prozent glauben, dass elektronische Rechnungen in Zukunft eine hohe Bedeutung haben. 70 Prozent räumen Serviceportalen eine Zukunft ein. Bei der Live-Fahrzeugverfolgung liegt die Zahl bei 65 Prozent, bei papierloser Auftragsdurchführung und bei der digitalen Behältererfassung bei immerhin 60 Prozent.

Folgende Zahlen sind ebenfalls interessant:

- 50 Prozent gehen davon aus, dass die Live-Behälterverfolgung über GPS in Zukunft eine hohe Bedeutung haben wird.

- Ebenfalls 50 Prozent glauben, dass das Live-Auftragstracking für Kunden eine wichtige Rolle spielen wird.

- Imerhin 45 Prozent geben Robotern bei der Abfallsortierung eine Zukunft. Deutlich weniger (35 Prozent) glauben an den Einsatz von Robotern in der Abfallsammlung.

- Ebenso nur 35 Prozent sehen eine Zukunft mit selbstfahrenden Behältern.

- Selbstfahrende Müll-LKWs haben offenbar keine Zukunf, nur 30 Prozent messen dieser Technologie eine Relevanz für Entsorger zu.

Tagesgeschäft und fehlende Kompetenz behindern Digitalisierung

Die Digitalisierung der Abfallwirtschaft ist jedoch für viele Befragten mit Problemen verbunden. 52,3 Prozent sprechen von fehlenden Schnittstellen und mangelhaften technischen Standards. 42,5 Prozent fürchten hohe Investitionskosten.

Interessant ist die Erkenntnis, dass lediglich 20 Prozent unsicher sind, welche Trends sich in der Abfallwirtschaft durchsetzen werden. Den meisten Teilnehmern scheint demzufolge klar zu sein, wo die „digitale Müllreise“ hingeht.

Den Weg zum modernen, digitalen Entsorger dürfte daher vor allem die starke Beanspruchung durch das operative Tagesgeschäft behindern. Fast die Hälfte der Teilnehmer (47,5 Prozent) nannte diesen Hinderungsgrund. 37,5 Prozent fürchten außerdem, dass ihre Mitarbeiter nicht über die notwendigen digitalen Kompetenzen verfügen.


“Digital-Entsorger” und “Analog-Entsorger” – droht die digitale Branchenteilung?

Wie digital wird die Abfallwirtschaft? Sie wird immer digitaler, so das Fazit der NETWASTE. Werden alle Entsorger digitaler? Hier befürchtet die NETWASTE eine digitale Teilung der Entsorgungsbranche. Auf der einen Seite entwickeln sich innovative Unternehmen zum “Digital-Entsorger”, die umfassend auf die Digitalisierung setzen und Geschäftsprozesse und Interaktionen mit Kunden, Lieferanten und Partnern digital abbilden. Auf der anderen Seite verbleiben offenbar “Analog-Entsorger”, die den digitalen Anschluss verlieren werden. Ob diese “Analog-Entsorger” langfristig im Markt bestehen bleiben, ist aus Sicht der NETWASTE mehr als fraglich.

Insofern sieht die NETWASTE die Umfrageergebnisse auch als ein Weckruf an die Branche: „Kein Entsorger, ob groß oder klein, ob kommunal oder privat, darf den Zug der Digitalisierung verpassen“, warnt NETWASTE-Geschäftsführer Georg Mechsner. "Die Kunden wandern ins Internet und Ihre Wettbewerber machen es auch. Fangen Sie lieber heute als morgen an, Ihr Unternehmen fit zu machen für die digitale Zukunft”, so seine deutliche Empfehlung an die Entsorger.

Daten zur Umfrage
170 Personen haben in November und Dezember 2016 an der NETWASTE-Umfrage teilgenommen. 57,5 Prozent der Teilnehmer kamen aus der privaten Entsorgungswirtschaft, 17,5 Prozent aus kommunalen Betrieben sowie ÖPP-Unternehmen. Die anderen Teilnehmer waren Branchenlieferanten.
35,5 Prozent der befragten Unternehmen hatten weniger als 50 Mitarbeiter, und nur 10 Prozent hatten mehr als 1000 Mitarbeiter. 37,5 Prozent hatten zwischen 50 und 250 Mitarbeiter, während 12,5 Prozent zwischen 250 und 1000 Mitarbeiter hatten.

NETWASTE möchte ausdrücklich dem bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. dafür danken, dass er seine Mitglieder über seinen Newsletter auf die NETWASTE-Umfrage hingewiesen hat.

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