(openPR) Seit 1. Juli 2016 gilt im Schweizer Kanton Tessin das Verhüllungsverbot. Touristinnen aus arabischen Ländern müssen demnach im Tessin ihre traditionellen Gewänder (Niqab, Burka, etc.) ablegen, was gemäss Presseberichten auch nahezu ausnahmslos geschieht. Waren die Ängste der Hoteliers und Tourismusfachleute unbegründet? Zumindest vorläufig ist kein Einbruch der Besucherzahlen aus den Golfstaaten zu verzeichnen. Für den Zeitraum Juli bis November 2016 (Dezemberzahlen noch ausstehend) liefert das Schweizer Bundesamt für Statistik in Neuenburg (BFS) folgende Zahlen: Mit 73 139 Logiernächten hielten sich nahezu gleich viele Touristen aus den Golfstaaten Bahrain, Katar, Kuwait, Oman, Saudi-Arabien und VAE (Vereinigte Arabische Emirate) im Tessin auf. Zum Vergleich die Vorjahreszahl (Zeitraum Juli bis November 2015): 73 246 . Die Jahresvergleichszahlen des BFS stehen derzeit noch aus, dürften aber in den nächsten Wochen publiziert werden. Nicht unerwähnt soll bleiben, dass im Jahre 2015 der Ramadan (islamischer Fastenmonat, 18. Juni bis 17. Juli) insbesondere aber 2014 (28. Juni bis 27. Juli) gewisse Verschiebungen verursacht haben könnte. Doch eins steht fest: Die 2009 im Abstimmungskampf um die Minarett-Initiative geschürten Ängste vor einem Boykott arabischer Gäste haben sich, wie man inzwischen weiss, nicht bewahrheitet - im Gegenteil. Seit Jahren verzeichnen die Schweizer Tourismusdestinationen meist zweistellige Zuwachsraten von Besuchern aus den Golfstaaten. Ob dieser Trend im Hinblick auf ein schweizweites Verhüllungsverbot weiterhin anhält, muss sich jedoch noch bestätigen.











