(openPR) Die Mitarbeitersuche wird aufgrund der demografischen Entwicklung für viele Unternehmen eine Herausforderung. Der „war for talents“ befindet sich bereits in der heißen Phase. Kürzlich meldete sich ein Personalleiter bei einem Praktikanten und hat sich das Feedback zu seinem Aufenthalt eingeholt. Aussage des Praktikanten: „Ich habe mich sehr wohl gefühlt bei Ihnen. Sie kommen in die nähere Auswahl.“
Wenn monetäre Mittel beschränkt sind und soziale Anreize ebenfalls, was bleibt dann noch, um für einen potenziellen Mitarbeiter attraktiv zu sein? Die Lösung ist wie immer einfach und heißt: Werte. Was leben Sie und Ihre Führungskräfte den Mitarbeitern vor? Umsatz um jeden Preis, Anerkennung über Zielerreichung? Oder Wertschätzung durch Einbeziehung in Entscheidungen, selbständiges Handeln. Orientierung am Kunden-Mehrwert. Sinnvolles stiften, erhalten, erarbeiten? Prof. Dr. Wieland von der Zeppelin-Universität in Friedrichshafen schreibt im Buch „Manifest Globales Wirtschaftsethos“ im Artikel: Wie kann man Werte managen?: „Es geht darum, die handlungs- und entscheidungsleitenden Werte auf die verschiedenen Ebenen des Unternehmens herunter zu brechen…..und zu implementieren.“
Hierzu ein paar Ideen, welche im Prinzip einfach sind, in der Praxis sich jedoch anspruchsvoll gestalten. Zuerst ist die Werte-Implementierung immer Chefsache. Dadurch wird das Thema durchgängig. Der Chef muss sich zuerst an die Regeln halten. Desweiteren gilt es schon in der Personalauswahl auf entsprechende Bewerber zu achten. Das Stichwort lautet werteorientierte Personalauswahl. Diese lässt sich durch Nutzung von Eignungs-Tests, welche auch den Wertekontext beinhalten, bewerkstelligen. Im Beurteilungs-System lassen sich kodifizierte Werte auch messen, reflektieren und bewerten. Dies sorgt für eine Orientierung der Mitarbeiter nach diesen Werten und lässt diese im Unternehmen wirken. Genauso ist es mit der Zielvereinbarung. Solange nur Zahlen-Daten-Fakten i.S.v. Erträgen gemessen werden und nicht Verhalten, welches die Werte des Unternehmens reflektiert, werden die Unternehmen mit steigenden Krankheitszahlen und sinkenden Mitarbeiterzahlen konfrontiert sein. Der ENGAGEMENT INDEX DEUTSCHLAND 2014 der Fa. Gallup GmbH zahlt bereits auf dieses Thema ein und braucht „nur“ noch um das Thema Werte ergänzt werden.
Durch die beschriebenen und weitere unterstützende Bausteine der Implementierung entsteht ein „Geist“ in der Firma, welcher von potenziellen Mitarbeitern gespürt und erlebt wird. Wenn ihre Mitarbeiter dann als Referenzen zu Bekennenden werden, strahlt das auf neue Mitarbeiter aus. Im Idealfall müssen Sie keine neuen Mitarbeiter suchen, sondern werden als werteorientiertes Unternehmen gefunden.










