(openPR) Das Förderprogramm „CO2Plus – Stoffliche Nutzung von CO2 zur Verbreiterung der Rohstoffbasis“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) untersucht neue Methoden zur effizienten Nutzung des Treibhausgases CO2.
Mit CO2Plus werden innovative Ideen gefördert, die wesentliche Beiträge zur Nutzung von CO2 als Rohstoff liefern und zur Senkung des Treibhausgasausstoßes führen. Damit soll ein wichtiger Beitrag zum Umbau der deutschen Wirtschaft in eine Green Economy geleistet werden. Im Fokus steht dabei die chemische Industrie als wichtigster Zulieferer einer Vielzahl von Industriezweigen wie z.B. der
Automobil-, Pharma- oder Textilindustrie. Die Rohstoffe der kohlenstoffbasierten Materialien werden bisher zu 74% aus fossilen Quellen wie Erdöl gewonnen.
Das Treibhausgas CO2 könnte zukünftig als Ersatz des Erdöls eingesetzt werden. Insbesondere zur Herstellung von Kunststoffen werden kleine Moleküle, sogenannte Basischemikalien, als Bausteine benötigt. CO2 eignet sich besonders für diese Basischemikalien und Bausteine. Durch neue Synthesewege und biologische Verfahren kann CO2 in wertvolle Chemikalien umgesetzt werden, die für die Produktion von z.B. Waschmitteln oder Motoröl Einsatz finden können.
Dazu muss allerdings zunächst hochreines CO2 gewonnen werden. Um CO2 aus Abgasströmen nutzbar zu machen, müssen zunächst andere Gase und auch Schadstoffe abgetrennt werden. CO2Plus zielt neben der direkten chemischen oder biotechnologischen Umwandlung von CO2 auch auf die Bereitstellung von CO2 aus Industrieabgasen, Biogas und Luft ab, sowie auf die Verwendung von regenerativer Energie zur nachhaltigen Produktion von Basischemikalien und Spezialprodukten. Da für die Nutzung von CO2 als Rohstoff große Mengen an Energie gebraucht werden, sollen dafür regenerativen Energiequellen eingesetzt werden, damit die Nutzung ohne den zusätzlichen Ausstoß von Treibhausgasen funktioniert.
CO2Plus läuft bis Ende 2019. Die Förderung wird als nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt. Wirtschaftsunternehmen werden in der Regel mit bis zu 50 % der förderfähigen Kosten gefördert.
Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)










