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Kuratieren – wie geht das?

09.12.201612:35 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Kuratieren – wie geht das?
©Pavel Losevsky
©Pavel Losevsky

(openPR) „Kuratoren und Kuratorinnen sind für die Gestaltung und den Bestand von Sammlungen, Ausstel-lungen oder Abteilungen eines Museums verantwortlich.“ So lautet der Einstieg in die kompakte Tätigkeitsbeschreibung für Kurator/-innen auf der Website „BerufeNet“ der Bundesagentur für Arbeit. Diese Kurzcharakterisierung ist nicht falsch, aber die kuratorische Praxis reicht inzwischen weit über das Museum hinaus.



Entsprechend der Begriffsherkunft vom lateinischen „curare“ (dt. „sorgen“) waren Kuratoren traditionell für das Sammeln, Bewahren, Ordnen und Vermitteln von Objekten in Museumsbesitz zuständig. Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist jedoch nicht nur die Zahl ausstellender Kunstinstitutionen mit und ohne Sammlung unüberschaubar gestiegen, sondern auch die Menge und Vielfalt temporärer Ausstellungsformate. Diese Ausdifferenzierung ging mit der Entstehung eines neuen Tätigkeitsfeldes einher: Kuratorinnen und Kuratoren waren nicht länger nur Mu-seumsangestellte, sondern boten ihre Qualifikationen mehr oder minder „frei“ auf einem internationalen und inhaltlich breit gefächerten Ausstellungsmarkt an.
Der legendäre Harald Szeemann begründete in den 1970er Jahren das Bild vom Kurator als Ausstellungsmacher – im Sinne eines selbständigen, von Institutionen unabhängigen und damit auch auktorial-schöpferischen Kulturproduzenten. In der weiten Spanne zwischen globalen Großevents und No-Budget-Projekten schlüpfen Kuratorinnen und Kuratoren heute in unterschiedlichste Rollen, die zwischen Eventmanager, Quasi-Künstler, Kunstvermittler, Netzwerker, Kulturschaffender, Dienstleister, Bedeutungsproduzent uvm. oszillieren.
Zwei Schlüsselkompetenzen von Kuratorinnen und Kuratoren – das Filtern von Inhalten und das Stiften aussagekräftiger neuer Zusammenhänge – erscheinen im digitalen Zeitalter notwendiger denn je. Doch auch wenn der inflationäre Gebrauch des Begriffs suggeriert, jeder könne heute in der Netzwelt alles „kuratieren“ – vom Screen des eigenen Smartphones über das Warenangebot eines Online-Versands bis zur Auswahl neuester Web-Trends –, braucht kuratorische Arbeit im engeren Verständnis, d.h. im Kunstfeld, spezifische Expertise: Die Herstellung und Vermittlung von Bedeutungszusammenhängen erfordert neben organisatorischen, betriebswirtschaftlichen und sozialen Kompetenzen die konzeptionell durchdachte Anwendung sinngenerierender Verfahren wie die Auswahl, Gliederung und Präsentation von Artefakten.
Diese Qualifikationen können ab 2017 in einem neuen zweisemestrigen Weiterbildungsstudium der Universität Hamburg erworben werden. „Kuratieren: Ausstellungen konzipieren und managen“ vermittelt theoretische Grundlagen und praktische Schlüsselqualifikationen für das Tätigkeitsfeld „Kuratieren“ – aufbauend auf dem individuellen Fachwissen und der beruflichen Erfahrung der Teilnehmenden. Es richtet sich an Hochschulabsolventinnen und -absolventen sowie Beschäftigte aus dem Kunst-, Kultur- oder Medienbereich mit besonderem Interesse an bildender Kunst, die eine Professionalisierung für ihre kuratorische Praxis anstreben. Das Studium startet im März 2017 und findet berufsbegleitend an Wochenenden statt. Die Bewerbung ist ab sofort möglich.
Interessenten sind herzlich zur Infoveranstaltung am 12. Januar um 18:00 Uhr in die Arbeitsstelle für wissenschaftliche Weiterbildung der Universität Hamburg eingeladen.

Weitere Informationen:
Daniela Krückel, Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Universität Hamburg, Arbeitsstelle für wissenschaftliche Weiterbildung
Schlüterstr. 51, 20146 Hamburg
Tel.: +49 (0) 40/428 38-9710, -9700 (Infotelefon)
E-Mail

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