(openPR) Der Weg, auf dem vom 13 August 1961 bis 9 November 1989 die Berliner Mauer stand, kann zu Fuß oder mit dem Fahrrad bewältigt werden. Mit einer Länge von rund 160 Kilometern verläuft der Berliner Mauerweg um Westberlin. Ein Teil der geschichtsträchtigen Route führt mitten durch die Stadt vorbei an den Sehenswürdigkeiten, den Brandenburger Tor, dem Berliner Fernsehturm und dem Tränenpalast. Auch durch Wiesen und Wälder verläuft ein Teil, vorbei an ehemaligen Wachtürmen und einem Kommandantenturm und der historischen Agentenbrücke. Auf der berühmten Glienkerbrücke tauschen OST und WEST im Kalten Krieg dreimal Agenten aus.
Geteiltes Berlin
Nachdem Zweiten-Welt-Krieg teilten sich die Viersiegermächte Berlin, sowie ganz Deutschland. Am 7 Oktober 1949 entstand aus dem russischen Teil die DDR. Berlin war in Ost-Berlin und Westberlin geteilt. Jede der zwei Städte hatte ihr eigenes Stromnetz, Telefonnetz, Abfallsystem und Wasserversorgung. Die U-Bahnen und die S-Bahnen fuhren auf getrennten Netzen. Ein Teil der Strecke von Westberlin lag in der DDR, die Züge fuhren mit gedrosseltem Tempo durch die stillgelegten Bahnhof in der DDR und hielten erst wieder in Westberlin an.
Berliner Fernsehturm
Der Berliner Fernsehturm ragt unweit des Alexanderplatzes in den Himmel. Das höchste Bauwerk Deutschlands war ursprünglich 365 Meter hoch. Die Bauzeit betrug 53 Monate und die Eröffnung erfolgte am 3 Oktober 1969. 1979 erhielt der Berliner Fernsehturm den Denkmalschutz der DDR. 500 Quadratmeter misst das Restaurant, 986 Stufen hat der Turm und sieben Stockwerke befinden sich in der Kugel. Noch heute ist der Fernsehturm ein Wahrzeichen in Berlin.
Tränenpalast
Im Tränenpalast befindet sich die Abfertigungshalle für Ausreise. Die Grenzbeamten kontrollierten die Pässe, die Reisetaschen und die Koffer. In den Reisepass kam ein Stempel der Grenzübergangsstelle. In den Nachtstunden verkehrte keine Bahn und der Grenzübergang war geschlossen. Vom geschichtsträchtigen Tränenpalast ging es direkt auf die Bahnsteiger des Bahnhofes Friedrichstraße, die Gänge für Einreise und für Ausreise waren getrennt. Heute sind der Bahnhof Friedrichstraße und der Tränenpalast zwei Gebäude. Zeitzeugenaussagen und ausgefallene Originalobjekte sind in dem historischen Gebäude neben dem Bahnhof Friedrichstraße zusehen.
Brandenburger Tor
Als repräsentatives Stadttor wurde das Brandenburger Tor 1791 eröffnet. Die Quadriga, eine Streitwagenskulptur, thront auf dem historischen Tor. Napoleon nahm die prächtige Quadriga als Kriegsbeute mit nach Paris. Nach 7 Jahren kehrte die Quadriga feierlich nach Berlin zurück. Von 1961 bis 1989 befand sich das Brandenburger Tor im Todesstreifen und war nicht zu passieren. Zwischen NATO und Warschauer Pakt stand das prachtvolle Tor. Heute bildet das Tor den Übergang vom Boulevard „Unter den Linden“ zur „Straße des 17. Juni“.
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