(openPR) Nicht nur Erwachsene pflegen Angehörige. Auch Kinder und Jugendliche befinden sich oftmals in der Situationen einen Elternteil oder einen Bruder/ eine Schwester zu pflegen.
In Österreich gibt es rund 43.000 pflegende Kinder und Jugendliche (Quelle: Parlamentskorrespondenz Nr. 45 vom 29.01.2013).
Für die meisten jungen Erwachsenen sieht der Alltag ungefähr so aus: Man steht auf, geht in die Schule oder zur Uni, lernt vermutlich ein bisschen, nachmittags trifft man Freunde im Café, geht ins Kino, das Wochenende feiert man am besten durch. Doch bei einigen tausend Kindern und Jugendlichnen ist dieser Freiraum nicht gegeben. Kinder in der Pflege – eigentlich eine unzumtbare Situation. Doch die Tätigkeit ist meist keine active, abrupte Entscheidung. Viel eher passiert es schleichend. Kleine Kinder helfen zuerst beim Einkaufen, später übernimmt man vielleicht leichte Pflegearbeiten. Doch dabei bleibt es selten - die Verantwortung wird mit der Zeit immer mehr. Tätigkeiten reichen schließlich bis hin zur Medikamentenverabreichung, Verbands- oder Windelwelchsel. Dass diese Tätigkeiten leicht zur Überforderung führen können, ist offensichtlich. Gerade auch deswegen, weil man innerhalb eines Familienverbandes handelt.
Auch angehende Krankenschwestern berichten darüber, dass es einen Unterschied macht, wenn man die eigenen Angehörigen pflegt. Die psychische Belastung sei eine ganz andere. Viele Kinder und Jugendliche sind geplagt von Schuldgefühlen: sie machen sich Sorgen, dass etwas passsiert, wenn sie nicht da sind. Am Ende bleiben daher viele immer zu Hause - ein hoher Risikofaktor für die geeignete Entwicklung im Kinder- und Jugendalter.
















