(openPR) Publizistin Alexandra Senfft ist zu Gast im Hamelner Forum.
Vorverkauf in den Hamelner Buchläden, bei der Ticketfabrik im Hefehof oder der vhs.
Termin: Montag, 14. November um 19 Uhr
Ort: Lalu (im Hefehof, Hameln)
Schon in ihrem Buch »Schweigen tut weh. Eine deutsche Familiengeschichte« hatte sie den Umgang ihrer Familie mit dem NS-Erbe ihres Großvaters beschrieben. Dieser war ab 1941 Gesandter des Dritten Reichs in der Slowakei und maßgeblich an der Deportation der slowakischen Juden beteiligt gewesen.
In ihrem neuen Buch "Das Schweigen der Täter" beschreibt sie, dass unbearbeitete NS-Verbrechen und Traumatisierungen durch den Zweiten Weltkrieg kaum bemerkt bis heute nachwirken. Still prägen sie als "vererbtes" Leid das Leben vieler Menschen, beschädigen Biografien und Beziehungen, beeinflussen die Politik.
Eingebettet in die aktuelle Forschung erzählt Senffts Reise durch das Erinnern, wie das Schweigen zur Last wird. Ihr Buch stellt unbequeme Fragen gegen das Verdrängen: Weshalb wurden Täter in Opfer verkehrt, welche Rollen spielen Schuld und Scham – und gibt es so etwas wie Gerechtigkeit? Sensibel und klug zeigt dieses Buch den Nachkommen der Kriegsgeneration Wege, sich auf heilsame Weise mit ihrem Erbe auseinanderzusetzen – und macht das Erinnern zum Auftrag in der Gegenwart für die Zukunft.
Senfft arbeitete als Reporterin und Redakteurin in verschiedenen TV-Sendern und schreibt seither als freie Journalistin und Autorin für namhafte Zeitungen wie DIE ZEIT, Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Rundschau, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Tages-Anzeiger (Zürich) und die taz – unter anderem über die transgenerationellen Folgen des Nationalsozialismus und den Dialog mit den Opfern und ihren Nachkommen.













