(openPR) Im Rahmen der Hamburger Hospizwoche hatte das Kinder-Hospiz Sternenbrücke fünf junge Erwachsene auf die Bühne des Winterhuder Fährhaus gebeten, um unter dem Titel „Das bin ich“ Auskunft über ihr so besonderes Leben mit einer unheilbaren Erkrankung zu geben. Was von Hospizleiterin Ute Nerge als Forum für die jungen Erwachsenen gedacht war, erwies sich an diesem Nachmittag vor allem auch als eine ganz bewegende Erfahrung für das durchweg aufmerksame und deutlich berührte Publikum.
Zu Beginn wurden Patrick, Melanie, Ben, Gloria und Julian in kurzen und prägnanten Videosequenzen vorgestellt. Sie selbst saßen derweil schon auf der Bühne, leicht abgedunkelt aber doch gut erkennbar in ihren großen schweren Elektrorollstühlen. Teils waren sie künstlich beatmet, teils wurden sie pflegerisch unterstützt, doch durch nichts ließen sie sich ablenken vom eigentlichen Bühnengeschehen und dem bevorstehenden Gespräch.
Interessiert und immer auf Augenhöhe mit den fünf Teilnehmerinnen knüpfte Moderator Kai Pflaume mit Fragen an die filmischen Porträts an und gab einzelnen jungen Erwachsenen so Gelegenheit, von den Widrigkeiten aber auch den Besonderheiten und den glücklichen Momenten ihres Lebens zu erzählen. Ihre vielfältigen Interessen, verschiedenen Hobbys und Wohn- und Arbeitssituationen kamen ebenso zur Sprache wie besondere Wünsche, Grenzen in ihrem Alltag und Perspektiven für die nahe Zukunft. Mit ihrer beeindruckenden Offenheit hatten sich die fünf jungen Erwachsenen aus der Sternenbrücke schnell die Herzen der Zuschauer erobert. Die ebenso einfühlsame wie auch humorvolle Moderation von Kai Pflaume trug das Ihrige dazu bei, dass aus einem Nachmittag im Rahmen der Hamburger Hospizwoche ein paar Stunden interessanter und intensiver Begegnungen mit viel Lebensfreude entstehen konnten.
Christiane Schüddekopf
Kinder-Hospiz Sternenbrücke
Sandmoorweg 62
22559 Hamburg
Tel. 040-81 99 12 15
Über das Unternehmen
Seit 2003 hilft die Sternenbrücke Kindern und Jugendlichen (und mit der Eröffnung des Anbaus auch jungen Erwachsenen bis zu einem Alter von 27 Jahren) mit begrenzter Lebenserwartung ein würdevolles Leben bis zu ihrem Tod führen zu können. Auf dem oft über viele Jahre dauernden Leidensweg können die Familien an 28 Tagen im Jahr im Kinderhospiz aufgenommen werden, um für den weiteren schweren Weg Kraft zu schöpfen und Erholung zu finden. (Kinder-) Krankenschwestern und –pfleger, Schmerztherapeuten, Sozialpädagogen, Trauerbegleiter, Familientherapeuten und Erzieher sind im Hamburger Kinderhospiz vor Ort, um die erkrankten Gäste und ihre Angehörigen zu begleiten und liebevoll zu pflegen – ihr Gefühl von Alleinsein und Isolierung zu lindern und sie somit auch seelisch und körperlich zu entlasten. Zwölf unheilbar erkrankte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene können zusammen mit ihren Angehörigen zeitgleich aufgenommen werden.
Die umfassende Pflege und Begleitung einer Familie im Kinder-Hospiz Sternenbrücke kostet im Schnitt pro Tag 924,- Euro. Rund 50 Prozent werden davon von Kranken- und Pflegekassen übernommen (464,36 Euro). Weitere 50 Prozent (459,64 Euro) bleiben somit Tag für Tag ungedeckt. Die meisten unserer betroffenen Familien können diese Kosten nicht aus eigenen Mitteln tragen. Sie leben häufig unter sehr angespannten finanziellen Verhältnissen, da die Pflege des Kindes ihre beruflichen Möglichkeiten einschränkt und finanzielle Rücklagen für die jahrelange Pflege des Kindes aufgewendet werden müssen.
Das Kinder-Hospiz Sternenbrücke möchte jedoch allen Betroffenen – unabhängig von ihrer finanziellen Situation – offen stehen und ist somit nachhaltig auf Spenden angewiesen. Dieser jährliche Spendenbedarf beträgt zurzeit insgesamt 1,85 Millionen Euro.