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Frauen können Alzheimer länger verbergen

25.10.201608:51 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Beginnende kognitive Schwächen bleiben bei Frauen länger unbemerkt, da sie dank ihrer sprachlichen Fähigkeiten bei den üblichen Gehirnleistungstests besser abschneiden. Zum Beispiel werden Teilnehmern 15 Wörter vorgelesen, die sie unmittelbar danach und 30 Minuten später erneut zu wiederholen haben. Egal ob Mann oder Frau – mit dem ersten Test können maximal 75 Punkte und mit dem verzögerten bis zu 15 Punkte erworben werden. Das weibliche Gehirn verfügt offenbar über eine größere Merkreserve und kann Veränderungen besser kompensieren. Erst bei fortgeschrittenen Defiziten schneiden die beiden Geschlechter gleich ab.


Selbst genaueste Testmethoden mit Scans, Erinnerungsaufgaben und Messungen der Eiweißbeladung von Gehirngeweben lassen noch keine genauen Prognosen über die Entwicklung einer Alzheimererkrankung zu. Das Erkennen von verfrühten schwachen Leistungseinbußen erlaubt es jedoch generell, Menschen mit möglichen Demenzrisiken gezielt zu beraten und zu unterstützen.
Wie in allen vergleichbaren Nationen ist in Deutschland etwa ein Achtel der Menschen über 65 wegen hirnorganischer Syndrome, Abbauprozesse und Gefäßerkrankungen im Gehirn behandlungsbedürftig. Ebenso viele leiden unter psychischen Beeinträchtigungen, endogenen Psychosen und Neurosen und funktioneller Störungen. Die zahlenmäßig bedeutendste Gruppe sind die demenziellen Syndrome. Sie werden von der Weltgesundheitsorganisation als erworbene Beeinträchtigungen der höheren Gehirnfunktionen eingestuft, einschließlich des Gedächtnisses, der Fähigkeit, Alltagsprobleme zu lösen und sozialer Fertigkeiten wie Sinneswahrnehmungen, Kommunikation und Kontrolle der emotionalen Reaktionen.
Schwache kognitive Beeinträchtigungen sind in der wissenschaftlichen Betrachtung als eigene Stufe zwischen der gutartigen Alltagsvergesslichkeit, auch alters-assoziierte Gedächtnisstörungen genannt, und Demenz angesiedelt.
Die errechnete Häufigkeit von Demenz verdoppelt sich bei uns etwa alle fünf Jahre und erreicht bei Männern und Frauen zwischen 65 und 69 Jahren ein bis vier Prozent. Bei den Achtzigjährigen und Älteren sind schon acht bis 15 Prozent erkrankt.
Viele Erkenntnisse zur Gehirnforschung und sogar zum Gehirnschutz im Alter, erreichen große Teile der Bevölkerung noch nicht.
Am 10. Oktober 2016 meldeten beispielsweise die auch durch You Tube-Videos bekannten und international geachteten finnischen Wissenschaftler Dr. Miia Kivipelto and Dr. Jaakko Tuomilehto: Kaffee kann das Demenzrisiko verringern. Sie stützen sich auf die Beobachtung von 1.409 Personen über einen Zeitraum von 21 Jahren ab ihrer Lebensmitte. Alle erhielten eine niedrige oder moderate Menge Koffein täglich. Nur 61 erkrankten an Demenz. Das ist eine Reduktion von 65 Prozent gegenüber der statistischen Erwartung.
Das Alkaloid Koffein ist ein psychotropes Stimulans mit kurzzeitiger Wirkung auf das Nervensystem. Ein Langzeiteffekt bei Menschen wurde bisher nicht nachgewiesen. Die neue Humanstudie scheint zu bestätigen, dass auf lange Sicht Koffein das Gehirngewebe vor Cholesterinschäden schützt. Das ist eigentlich die Rolle der Blut-Hirn-Schranke. Als Filter zwischen den Flüssigkeitsräumen im Blutkreislauf und im Zentralnervensystem hält sie giftige Substanzen fern. Hohe Blutfettmengen können diese Barriere jedoch überwinden.
Den gleichen Schutz durch Kaffee erzielte bereits ein Versuch an Ratten mit einer sehr fettreichen Kost vier Monate lang. Die Hälfte erhielt ein Koffeinsupplement, und ihre Blut-Hirn-Barriere blieb intakt, verglichen mit der anderen Hälfte ohne Kaffeestimulans.
Die finniscche Studie gilt als weiterer Beweis, dass verzehrbare Substanzen gehirnschützende Potenziale besitzen. Die universitäre Medizin hinkt in diesem Punkt weit hinterher.
Die europäische Nahrungssicherheitsbehörde EFSA konnte sich im Juli 2015 mit Mühe durchringen, für das Vitamin B12 eine tägliche Mindestmenge, vier Milligramm, zu empfehlen und erntete heftige Kritik wegen drohender Unterversorgung. Viele Erwachsene haben nach diversen Magenerkrankungen hohe Absorptionsschwierigkeiten, was zu einem weit verbreiteten Vitamin B12-Mangel führt.
Spitzenreiter unter den Gehirnrettern und Anti-Schlaganfall-Substanzen sind Vitamin B1, Vitamin B2, Vitamin B12, Folsäure, Pantothensäure, Vitamin E, Vinpocetin, Inositol-Hexanicotinat, Inositol-Hexaphosphat, Cholin, Dimethylaminoethanol, Huperzin A, Ginkgo biloba-Extrakt, Acetyl-L-Carnitin, Phosphatidyl-Serin, Ingwer, Grüner Tee-Extrakt, Chitosan und Panax ginseng-Extrakt (Quelle: „Die Gehirn-Retter“, Dr. Jan-Dirk Fauteck, Imre Kusztrich).

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