(openPR) Stehen Sie ständig unter Strom? Fühlen Sie sich gestresst? Dann geht es Ihnen genau so wie vielen anderen Deutschen: laut einer ZEIT ONLINE-Umfrage aus dem Jahr 2014 leidet jeder Dritte Arbeitnehmer in Deutschland unter dauerhaftem Stress.
Doch Stress ist nicht grundsätzlich etwas Schlechtes. Man unterscheidet zwischen positivem Stress, dem Eustress und negativem Stress, dem Distress. Beide Stressarten sind Aktivierungsreaktionen des Körpers bei denen Stresshormone ausgeschüttet werden – nur die Auswirkungen unterscheidet sich stark. Aber im allgemeinen Sprachgebrauch ist der Begriff „Stress“ tatsächlich negativ besetzt.
Jeder Mensch bewertet Stress anders
Während uns Eustress zur Höchstform auflaufen lässt, sorgt der Distress dafür, dass es uns mental und körperlich schlecht geht. Bei der Bewertung von Stress kommt es ganz auf das individuelle Empfinden und den Gesamtzustand des Menschen an. Ein jeder empfindet Stress anders und bewertet den Stressfaktor (Stressor) bestimmter Situationen individuell. So kann ein und dieselbe Situation entweder positiven oder negativen Stress auslösen – als Herausforderung oder Bedrohung gesehen werden. Weiterhin spielt es eine Rolle, ob sich die betroffene Person als Herr der Lage betrachtet. Oder, ob sie das Gefühl hat, fremdgesteuert und überfordert zu sein. Es ist ebenfalls von großer Bedeutung, ob sich die Person freiwillig in die Situation begeben hat oder dazu gezwungen ist. Artet eine Situation nun in Distress aus, ist es für die Schwere der Belastung auch entscheidend, wie lange die Situation anhält – ob sie also in Dauerstress mündet.
Wissenswert: Das Verliebtsein löst ebenfalls Stresshormone aus, allerdings ist dieses dem positiven Stress, dem Eustress zuzuordnen.
Das Kampf-oder-Flucht-Prinzip
Zu Urzeiten kamen unsere Vorfahren in den Distress, wenn sie zum Beispiel auf der Jagd Gefahr liefen, selbst zur Beute zu werden. Damals verursachten also tatsächliche physische Bedrohungen den Di- oder Eustress. Im Gegensatz dazu kann man heutige Stressoren eher abstrakten Ängsten zuordnen. Gerade der Arbeitsalltag sorgt oft für negativen Dauerstress und kann bis zum sogenannten Burnout oder sogar in die Depression führen.
Wissenswert: Das Burnout-Syndrom beschreibt einen sehr starken mentalen und körperlichen Erschöpfungszustand, aus dem der Betroffene nicht mehr ohne Hilfe herausfindet.
Oftmals können Stresssituationen nicht aufgelöst oder beendet werden
Bleibt man bei der evolutionsgeschichtlichen Betrachtung, wird auch deutlich, warum Stress in negativen und schädlichen Dauerstress ausarten kann. Vor Urzeiten benötigten unsere Vorfahren zum Beispiel bei der Jagd die durch Stresshormone erhöhte Bereitschaft des Körpers. Also all die Symptome, die der Stress auch heute noch verursacht: schnellere Atmung, erhöhter Puls, angespannte Muskulatur. Allerdings wurden die Stresshormone durch die körperliche Anstrengung wieder abgebaut.
Heute können viele Menschen negative Stress-Situationen nicht beenden bzw. nicht richtig damit umgehen. Weil sie zum Beispiel im Berufsalltag nicht wagen, mit dem Vorgesetzten über die belastende Situation zu sprechen. So verbleiben sie in dieser für sie sehr anstrengenden Situation. Und da wir heute nicht mehr auf die Jagd gehen, um den Stress abzubauen, leiden viele Menschen dauerhaft unter dem erhöhten Stresslevel.
Stresssymptome und Reaktionen
Bei manchen wirkt sich der dauerhafte Distress körperlich aus. Er schlägt zum Beispiel auf den Magen, verursacht Herzprobleme, Schlafstörungen oder Appetitlosigkeit. Der Stress kann sich aber auch auf den seelischen Zustand auswirken: Innerer Unruhe, Reizbarkeit, Rückzugstendenzen oder sogar Depression.
Männer und Frauen reagiert anders auf Distress. Männer können gereizt und aggressiv werden, während Frauen sich eher zurückziehen oder sich ungerecht behandelt fühlen.
Gute Methoden, Stress abzubauen
Um negativen Stress abzubauen, sollte man Sport treiben, sich körperlich verausgaben. Dies entspricht der urzeitlichen Jagd und baut die Stresshormone im Körper ab. Aber auch Entspannungsmethoden, Massagen und autogenes Training helfen dabei, den negativen Stress hinter sich zu lassen.
Weitere Informationen unter: http://www.gesundheitsnetzwerk-sbk.de/aktuelles/aktuell-detail/article/stress.html.










