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Helfer in lebensbedrohlichen Situationen: Der Rettungsdienst im Schwarzwald-Baar-Kreis

19.10.201811:10 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Helfer in lebensbedrohlichen Situationen: Der Rettungsdienst im Schwarzwald-Baar-Kreis
Dirk Sautter, Leiter der Integrierten Leitstelle in Villingen (Foto: Marc Eich)
Dirk Sautter, Leiter der Integrierten Leitstelle in Villingen (Foto: Marc Eich)

(openPR) Wissen Sie, wann Sie den Notruf 112 wählen sollten und wann die Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes (116 117)? Falls nicht, dann sind Sie nicht allein: Viele Menschen sind sich unsicher, welche Nummer im Notfall die richtige ist. Wir haben deshalb mit Dirk Sautter gesprochen: Seit mehr als 25 Jahren arbeitet er im Rettungsdienst und ist inzwischen Leiter der Integrierten Leitstelle in Villingen. Diese ist für den gesamten Schwarzwald-Baar-Kreis zuständig – egal ob Sie in Triberg oder in Blumberg die 112 wählen.




Gesundheitsnetzwerk: Was ist die Aufgabe der „Integrierten Leitstelle“ in Villingen?

Dirk Sautter: Wir sind für die sogenannte nichtpolizeiliche Gefahrenabwehr zuständig. Das heißt, wir kümmern uns um alle Einheiten, die mit Blaulicht ausgestattet sind – außer der Polizei. Hierzu gehören die Feuerwehr, die Notfallrettung, der Krankentransport, Wasser- und Bergrettung sowie die Katastrophenschutzeinheiten. Integrierte Leitstelle bedeutet, dass wir für den Schwarzwald-Baar-Kreis gebündelt die Alarmierung all dieser Einheiten übernehmen und als Führungsstelle dienen. Die Trägerschaft der Integrierten Leitstelle liegt zu je 50 Prozent beim Landkreis Schwarzwald-Baar und bei der DRK-Rettungsdienst Schwarzwald-Baar gGmbH.

Gesundheitsnetzwerk: Wie viele Menschen arbeiten bei der Rettungsleitstelle und welche Ausbildung haben sie?

Dirk Sautter: Wir haben 14 hauptamtliche Kräfte für den ständigen Schichtdienst, die an 365 Tagen rund um die Uhr im Einsatz sind. Die Kollegen benötigen die Ausbildung zum Rettungsassistenten, oder das neu geschaffene Berufsbild des Notfallsanitäters. Parallel ist eine Feuerwehrausbildung erforderlich. Diese beiden Ausbildungen sind Grundvoraussetzung für den Lehrgang „Disponent einer Integrierten Leitstelle“. Sie sehen, hier arbeiten wirkliche Spezialisten. Zusätzlich haben wir Springer aus der Notfallrettung ausgebildet, um bei Personalausfall oder Personalmehrbedarf reagieren zu können. Am Wochenende werden wir im Bereich der Vermittlung des ärztlichen Bereitschaftsdienstes durch nebenberufliches und ehrenamtliches Personal unterstützt.

Gesundheitsnetzwerk: Wann sollten Menschen denn den Notruf (112) anrufen, wann den ärztlichen Bereitschaftsdienst (116 117)?

Dirk Sautter: Handelt es sich um eine akute oder gar lebensbedrohliche Situation,
erreichen Sie den Notruf europaweit unter der Nummer 112. Sie brauchen keine Vorwahl, können vom Handy oder Festnetz anrufen. Wählen Sie diese Nummer auf jeden Fall bei starken Brustschmerzen, Herzbeschwerden, Schlaganfallsymptomen und schweren Verletzungen. Außerdem erreichen Sie mit der 112 die Feuerwehr, wenn deren Einsatz erforderlich ist. Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist für nicht-lebensbedrohliche und nicht-akute Notfälle zuständig. Dazu zählen zum Beispiel Rückenschmerzen, Fieber oder Durchfall. Wenn ihr Hausarzt am Wochenende, an Feiertagen oder nachts nicht erreichbar ist, können Sie die 116 117 wählen. Auch diese Nummer ist ohne Vorwahl aus dem Fest- und Mobilfunknetz erreichbar.

Gesundheitsnetzwerk: Welche Informationen brauchen Sie, wenn jemand die 112 anruft?

Dirk Sautter: „Was wir immer benötigen sind genaue Angaben zum Ort des Einsatzes. Die Disponenten übernehmen die Gesprächsführung, so melden wir uns bereits zu Beginn mit folgendem Wortlaut „Notruf 112 – wo genau ist der Notfallort?“. Sie sehen, wir verschwenden keine Zeit mit unnötigen Floskeln. Mit dieser Einstiegsfrage können wir a) bereits die Örtlichkeit erfassen und b) versuchen wir so, die Gesprächsführung zu übernehmen und unsere notwendigen Fragen zu platzieren.“

Gesundheitsnetzwerk: Rufen Menschen die 112 an, obwohl gar kein echter Notfall besteht?

Dirk Sautter: „Die Spaßanrufe und der Notruf-Missbrauch haben im Vergleich zu früher deutlich abgenommen und gehen gegen null. Dann gibt es die Anrufer die nicht klassifizieren können ob es sich nun um einen echten Notruf in unserem Sinne handelt oder nicht. Hier versuchen wir bestmöglich weiterzuhelfen. Zugegeben sind die Grenzen im medizinischen Bereich fließend. Was leider zunimmt, ist eine gewisse Unbeholfenheit, so wird regelmäßig auch wegen Bagatellangelegenheiten die 112 gewählt. Leider sind die Anrufer in diesem Falle oftmals unzufrieden, wenn man sie nur in die Notfallpraxis verweist und ihnen keinen Rettungswagen schickt, nur weil sie gerade kein Auto haben.“

Gesundheitsnetzwerk: Welche Notfälle haben Sie besonders häufig am Telefon?

Dirk Sautter: „Die Kampagnen zum Thema Herzinfarkt oder Schlaganfall zeigen Wirkung. Die Menschen sind zum Glück sensibilisiert und wenden sich bei den Symptomen eines Schlaganfalls nicht mehr wie früher an den Hausarzt, sondern richtigerweise an die 112.“

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