(openPR) Im Lauf des Lebens bilden sich bei fast jeder Frau einzelne bösartig entartete Zellen in der Brust. Meist bleiben sie ruhig und ohne Wirkung. Doch können sogenannte Promotoren die Krebszellen aktivieren und zum Ausbruch der Krankheit führen. Einen wesentlichen Promotor liefert u.a. die Ernährung. In seinem Ratgeber "Brustkrebs vermeiden" beschreibt der Onkologe Professor Dr. Hermann Delbrück zahlreiche Möglichkeiten, Promotoren zu beeinflussen. Anderseits präzisiert er, welche genetischen Voraussetzungen zu einem unvermeidbar hohen Brustkrebs-Risiko führen und ärztliche Vorsorgemaßnahmen zwingend notwendig machen.
Delbrück weist u.a. auf das erhöhte Krebsrisiko bei Adipositas hin und erläutert, "dass in Japan und China, wo die Ernährung wenig tierische Fette enthält, Brustkrebs-Erkrankungen wesentlich seltener sind als in Deutschland. Bei uns werden im Durchschnitt 36% der Gesamtenergie in Form von Fetten tierischen Ursprungs aufgenommen. Erklärt wird die erhöhte Krebsgefährdung u.a. damit, dass eine fettreiche Ernährung zu einer Erhöhung des Anteils freier Fettsäuren im Blut führt und es hierdurch zu einer Insulinresistenz mit erhöhter Insulinausscheidung kommt, die die Krebszellen zum Wachstum anregen.
Zwar ist nicht sicher belegt, ob industrielle Fette (Transfette) tatsächlich zu Diabetes, hohem Blutdruck, Allergieen und zu einem größeren Krebsrisiko führen, jedoch sprechen hierfür immer mehr Beobachtungen. Die US-amerikanische Bundesbehörde für Lebens- und Arzneimittelsicherheit (FDA) hat daher 2015 für Restaurants ein Verbot der Transfette verhängt. In mehreren Ländern gibt es ähnliche Verbote, hierzulande noch nicht. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin empfiehlt, weniger als 10% der Energie durch gesättigte und weniger als 1% durch Transfette zu decken. Sie rät zur Zurückhaltung beim Verzehr von Pommes, Chips, Gebäck, Süßwaren und Fertiggerichten ..." Wer Fleisch isst, sollte sich auf Geflügel konzentrieren und rotes Fleisch meiden.
Es klingt fast wie selbstverständlich, wird jedoch häufig ignoriert: "Fast Food ist äußerst kalorienreich; es enthält viel Fett, gesättigte Fettsäuren, Zusatzstoffe, Zucker und Salz. Experten halten das bei der Erhitzung von Pommes frites entstehende Acrylamid für erbgutschädigend..."
Fast 100 Empfehlungen zur Krebsprophylaxe erläutert Delbrück - etwa mit differenzierenden Warnungen vor Alkohol und Nikotin, "Pille", Brustimplantaten, kombinierter Östrogen/Gestagen-Therapie u.a.
Doch er beschreibt auch unvermeidbare und schwer verstehbare zusätzliche Risiken für Kinderlose und Spätgebärende, für große Frauen, für Linkshänderinnen u.a. Bei letzteren mag vor der Geburt eine Überdosis Testosteron im Spiel gewesen sein, das die Kondition der Brust verändert haben könnte ...
>> Hermann Delbrück: Brustkrebs vermeiden. Pabst Science Publishers. 256 Seiten. ISBN 978-3-95853-124-6 (print), 978-3-95853-125-3 (e-book)












