(openPR) Keine Zeit zum Kochen. Dieses Argument wird am häufigsten genannt, wenn die Frage auftaucht, warum in deutschen Familien kaum noch „richtiges Essen“ zubereitet wird. So ist es auch kein Wunder, wenn gerade Ältere auf die fehlenden Tischmanieren der Kinder hinweisen und im gleichen Atemzug sagen, dass früher trotz der aufwändigen und schweren Feldarbeit der heimische Herd nicht wegzudenken war. Fertiggerichte und das so genannte „schnelle Essen“. Niemand will es generell verteufeln. Sogar Gourmets räumen ein, dass sie die Curry-wurst oder die Portion Pommes frites zwischen-durch genießen.
Aber: Eben nur gelegentlich und nicht als Dauerzustand. Simone Slezak, erfahrene Ernährungsberaterin und Inhaberin des Münchner bodycure-Zentrums, weist auf die mittel- und langfristigen Folgeschäden des un-gesunden Essens hin: „Übergewicht hat seine Wurzeln oft im regelmäßigen Konsum von fast food. Und das gehärtete Fett gilt längst als Mitverursacher koronarer Herzkrankheiten“. Sie muss es wissen, behandelt sie doch täglich ihre Kunden und versucht, sie auf das „Wohlfühlgewicht“ zu bringen. Dass gerade Jugendliche kaum noch richtiges Essen bekommen, führt die Ernährungsberaterin auch auf die fehlende Auf-klärung in den Familien zurück. Wenn die Eltern regelmäßig am „Drive in“ der fast food Tempel stehen und die kaugummiweichen Teiglappen mitsamt den Buletten und dem Ketchup dann während der Fahrt vertilgen – wie sollen sich Kids anders verhalten? Dass Fertiggerichte und fast food meistens nicht preiswerter sind als die „konventionelle“ Küche, hat sich inzwischen herumgesprochen.
Dabei ist Tiefgefrorenes nicht zu verwechseln mit „minder-wertig“ oder fast food. Wertvolle Inhaltsstoffe bekommt man in der Regel auch, wenn die Produkte gefroren sind und wenn sie richtig zu-bereitet werden. Alles andere als wertvoll sind Geschmacksverstärker, bestimmte Fette und Zucker, Emulgatoren und Antioxidationsmittel. Bestenfalls schmecken sie subjektiv gut, sie sind aber nie in derselben „Liga“ wie Ballaststoffe oder Vitamine. Und dass man mit den so genannten Nahrungsergänzungsmitteln die Defizite ausgleichen kann, siedelt Simone Slezak im Bereich der Märchen an. „Sicher kann man das eine oder andere leere Depot auffüllen und dazu beitragen, dass wenigstens eine Grundversorgung mit den wichtigen Stoffen stattfindet. Wer aber glaubt, er könne sich auf Dauer ungesund ernähren und das mit Pillen kompensieren, ist auf dem Holzweg“.










