(openPR) RAVENSBURG – Im Rahmen der Wochen der internationalen Nachbarschaft feierten Nachbarn und Interessierte am vergangenen Freitag ein ausgelassenes Fest in der Fischerwiese in der Ravensburger Südstadt. Das Fest wurde gestaltet von Akteuren des Quartiersprojekts „GEMEINSAM AKTIV“ mit Tanz und Aktionen sowie internationalem Essen und Trinken. Es war die perfekte Ergänzung des Fachtags am Vormittag im Schwörsaal zum Thema „GEMEINSAM AKTIV – Quartiere bewegen“ mit Manfred Lucha, dem baden-württembergischen Minister für Soziales und Integration.
Bevor es in der Fischerwiese zum bunten Programm überging, richtete der Erste Bürgermeister Simon Blümcke das Wort an die Gäste. „Ich freue mich, dass es die Fischerwiese gibt.“ Dass die Stadt mit dem Projekt vor fünf Jahren gegen den Strom geschwommen sei, habe sich als richtig erwiesen. „Es ist ein Superprojekt, ein Supergedanke“, so Blümcke. Die Stadt sei hier landesweit als einzige den Weg des sozialen Wohnungsbaus gegangen. In der Wohnanlage Fischerwiese gibt es 32 Wohnungen. Die Bewohner sind bunt gemischt. Um die Nachbarschaft zu verbessern, hier lebende Menschen mit Einschränkungen ebenso wie Menschen mit Migrationshintergrund einzubeziehen, werden Kurse und Aktivitäten angeboten: neben dem offenen „KaffeeKlatsch“ am Freitagnachmittag auch Sport-, Kunst- oder Kochkurse.
Das Projekt wird getragen von einer Kooperation: dem Geschäftsbereich Wohnen des Zentrums für Psychiatrie (ZfP), der St. Gallus-Hilfe (Stiftung Liebenau), der Volkshochschule und der Stadt Ravensburg. Unterstützt wird es durch das Ministerium Soziales und Integration aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg.
Projekte müssen langfristig sein
Das Projekt wird über das Programm „Impulse Inklusion“ des Ministeriums für ein Jahr – 2016 – gefördert. Dr. Michael Konrad (Geschäftsbereich Wohnen Zentrum für Psychiatrie) zeigte sich den Gästen gegenüber zuversichtlich: Minister Lucha habe beim Fachtag am Morgen klar gesagt, dass solche Projekte weitergehen sollen. Sprich, dass von politischer Seite ein Weg der Rahmenfinanzierung solcher Projekte gesucht wird, etwa für die professionelle Projektleitung, die in der Fischerwiese Uschi Klett innehat. Konrad bedankte sich auch im Namen von Jörg Munk, Geschäftsführer der St. Gallus-Hilfe (Stiftung Liebenau), bei ihr für ihre hervorragende Arbeit.
Spaß und Begegnungen
Die Gäste genossen nicht nur die Möglichkeit der Begegnungen mit anderen, sondern auch verschiedene Aufführungen. So zeigte die Sportgruppe Rakete des TSB ihr Können. Rund zwanzig Männer und Frauen der bis zu 30 Teilnehmer umfassenden Gruppe tanzten zum Song „Tage wie diese“. Die mitwippenden Gäste hatten sichtlich Freude. Wieviel Spaß Sitztanz und Bodypercussion machen können, erfuhren die Gäste von der Gruppe „Shake it“: Im Innenhof der vier Gebäude der Fischerwiese war nicht nur fetziger Sound, sondern auch ausgelassenes Lachen zu vernehmen, als die bunte Gästeschar die Abläufe ebenfalls einstudierte und sich am Tanz beteiligte.
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Informationen:
Im Rahmen von „GEMEINSAM AKTIV“ in der Fischerwiese werden derzeit acht verschiedene Kurse angeboten. Alle waren von Anfang an gut nachgefragt und besucht. Die meisten Teilnehmer kommen aus dem Quartier in der Südstadt und aus dem Ravensburger Stadtgebiet. Auch aus Bodnegg, Waldburg oder Bergatreute kommen Interessierte. Die Veranstaltungen finden hauptsächlich im Gemeinschaftsraum in der Fischerwiese, einige in der Volkshochschule oder in der Gymnastikhalle der Neuwiesenschule statt.
Kontakt:
St. Gallus-Hilfe, Ambulante Dienste, Ursula Klett, Projektleitung, Telefon 0751 366027-17.
www.st.gallus-hilfe.de
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