(openPR) 50 hochkarätige Experten erörtern Zukunftsfragen beim 10. World Future Forum
Das von Jakob von Uexküll initiierte World Future Council versteht sich als die Stimme zukünftiger Generationen. 50 weltweit führende Fachleute aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur erarbeiten Lösungsstrategien für die Probleme unserer Zeit. 2017 tagt das hochkarätig besetzte Gremium im Festspielhaus Bregenz. Projekte vor Ort fördern den Austausch zwischen den Experten und der Vorarlberger Bevölkerung.
2007 rief Jakob von Uexküll das World Future Council ins Leben. Der Stifter des Right Livelihood Award, bekannt als „alternativer Nobelpreis“, schuf damit ein Gremium, das sich kontinuierlich für eine nachhaltige, gerechte und friedliche Zukunft einsetzt, in der universelle Rechte respektiert werden.
Die Agenda der 50 internationalen Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur ist umfassend: Sie reicht vom Ausbau erneuerbarer Energien über den Einsatz für die Rechte von Kindern bis zur Arbeit für nukleare Abrüstung und eine Welt ohne Hunger. Dafür sucht die Organisation „best policy“-Beispiele, erarbeitet selbst Lösungsansätze und vermittelt sie an die Politik.
Zentraler Ort des Austausches ist das jährliche World Future Forum, das im kommenden Jahr erstmals in Österreich stattfindet. Vom 29. März bis 2. April 2017 tagen die Ratsmitglieder im Festspielhaus Bregenz.
Prominent besetztes Gremium
„Wir verstehen uns als die Stimme zukünftiger Generationen“, erklärt Direktorin Alexandra Wandel. „Um politischen Entscheidungsträgern zukunftsgerechtes Handeln zu erleichtern, recherchieren wir weltweit vorbildliche Gesetze und Politikansätze und unterstützen deren konkrete Umsetzung.“
Der Welt-Zukunftsrat ist als private Stiftung organisiert und hat seinen Hauptsitz in Hamburg.
Er vergibt auch jährlich den Future Policy Award, der sich 2017 – in Kooperation mit den Vereinten Nationen – mit der „Bekämpfung der Wüstenverbreitung“ beschäftigen wird.
Die 50 Mitglieder des World Future Council stammen aus allen Teilen der Welt. Alle haben auf ihrem Arbeitsgebiet Herausragendes geleistet. Zu den bekanntesten Ratsmitgliedern gehören die britische Verhaltensforscherin Jane Goodall, DBE, der deutsche Wissenschaftler Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker, die amerikanische Schauspielerin Daryl Hannah und die Kinderrechtsexpertin Dr. Auma Obama aus Kenia. Die kulturelle und politische Vielfalt soll garantieren, dass sie die komplexen Probleme ganzheitlich betrachten und kreative Lösungen finden.
Word Future Forum in Bregenz
Der Rat trifft sich einmal jährlich zum World Future Forum, um das Arbeitsprogramm festzulegen und in Arbeitsgruppen und Expertenkommissionen zu diskutieren. Das Treffen 2017 im Festspielhaus Bregenz widmet sich vor allem vier Schwerpunkten:
- Klima, erneuerbare Energien und nachhaltige Städte
- Frieden und Abrüstung
- Kinderrechte
- Bekämpfung des Ausbreitung der Wüsten und nachhaltige Landwirtschaft
Zu diesen Arbeitsbereichen wird jeweils der Fortschritt präsentiert, das geplante Arbeitsprogramm vorgestellt und das Feedback der Ratsmitglieder eingeholt.
Alexandra Wandel freut sich über die Einladung nach Bregenz. Das Engagement des Festspielhauses, der Stadt Bregenz und des Landes Vorarlberg seien vorbildlich: „Hier treffen wir auf Menschen, denen die verantwortungsvolle Gestaltung der Zukunft ebenso am Herzen liegt wie uns. Beste Voraussetzungen, um voneinander zu profitieren.“
Die Unterstützung der Stadt, des Landes Vorarlberg, des Lebensministeriums und der privaten Sponsoren hätten es schließlich ermöglicht, das World Future Forum am Bodensee abzuhalten: „Als gemeinnützige Stiftung sind wir auf Unterstützung angewiesen, wofür wir sehr dankbar sind.“
Think global, act local
Der Bregenzer Bürgermeister Markus Linhart freut sich über den anstehenden prominenten Besuch: „Das World Future Council kümmert sich um die Anliegen der künftigen Generationen auf globaler Ebene. Die Umsetzung muss lokal erfolgen.“ Dafür sieht Linhart in der Vorarlberger Landeshauptstadt viele positive Beispiele: „Wir haben die Zeichen der Zeit erkannt und auf den gesellschaftlichen Wandel reagiert – sei es bei der Kleinkinderbetreuung, bei der Schule von morgen, bei der sanften Mobilität oder bei einer nachhaltigen Wirtschaftspolitik.“
Bregenz baue momentan mit dem Schulcampus Schendlingen eine der modernsten und zukunftsweisendsten Bildungsreinrichtungen Österreichs, schildert der Bürgermeister. Zwei Drittel aller Wege würden nicht mit dem Auto zurückgelegt, rund 21 % mit dem Fahrrad. Exzellente Zahlen gebe es auch im Bereich der Kaufkraftbindung – Ergebnis der Wirtschaftspolitik der Stadt.
Damit sei Bregenz „ein idealer Austragungsort für das World Future Forum“, ist Linhart überzeugt. Am geplanten Austausch der Ratsmitglieder mit lokalen Initiativen und Projekten sei er deshalb sehr interessiert: „Wir freuen uns, wenn es den Gästen bei uns gefällt, sie wichtige Impulse mitbringen, aber auch mitnehmen, und zu Hause von ihren positiven Erfahrungen erzählen.“
Tourismus wächst
Bei den Veranstaltern von Kongressen und Tagungen punktet Bregenz zunehmend durch das hochwertige Kulturangebot, die intakte Natur und die innovativen Unternehmen. Die Nächtigungszahlen in Bregenz stiegen in den letzten Jahren kontinuierlich auf rund 357.000 im Jahr 2015. Mehr als zehn Prozent der Nächtigungen entfallen inzwischen auf die Teilnehmer an Tagungen und Kongressen.
Bürgermeister Linhart bedankt sich beim Land Vorarlberg, dem Lebensministerium sowie den privaten Unterstützern, die es möglich gemacht haben, die hochkarätig besetzte Veranstaltung nach Bregenz zu holen.
Zukunfts-Sponsoring
Die 1996 ins Leben gerufene Hilti Foundation ist einer dieser privaten Partner des World Future Forums. Sie hat ihren Sitz in Schaan (Liechtenstein) und übernimmt mit ihren weltweiten Engagements Mitverantwortung für nachhaltige Entwicklungen in den Bereichen Bildung, Kultur und Soziales. Die Foundation fördert beispielsweise mobile Kliniken in Palästina und die Schaffung von leistbarem Wohnraum auf den Philippinen und in Südamerika. Sie unterstützt erdbebensicheres Bauen in Haiti und Asien, Bildungsprojekte in Südamerika, Afrika und Europa sowie soziales Unternehmertum in Nordafrika und dem Nahen Osten.
„Die Verantwortung für die Zukunft verbindet die Arbeit der Hilti Foundation mit den Zielsetzungen des World Future Council“, konstatiert Geschäftsführerin Christine Rhomberg. Deshalb sei die Unterstützung des World Future Forums naheliegend gewesen.
Musik überwindet Grenzen
Ein von der Foundation gefördertes Projekt soll beim World Future Forum in Bregenz unmittelbar Wirkung zeigen: Beim Galaabend ist ein Auftritt des Superar-Chores geplant. Das Projekt wurde 2009 in Wien gegründet und soll Kindern, ungeachtet ihrer sozialen und geografischen Herkunft, über die Musik eine Perspektive geben und bestehende Grenzen überwinden.
Superar arbeitet primär in Volkschulen als Teil des täglichen Stundenplanes. Die ersten teilnehmenden Schulen in Vorarlberg sind die Volksschule Altach und die Freie Montessorischule Altach, wo Superar seit drei Jahren mit großem Erfolg umgesetzt wird.
Nachhaltige Veranstaltungen
Gerhard Stübe, Geschäftsführer von Kongresskultur Bregenz, sieht das World Future Forum als Ergebnis langjähriger Bemühungen um Nachhaltigkeit. Bereits 2013 war das Festspielhaus Bregenz erster Preisträger des „Meeting Experts Green Awards“. Gemeinsam mit dem Forum Alpbach und dem Lebensministerium waren Stübe und sein Team federführend an der Entwicklung des Umweltzeichens „Green Events Austria“ beteiligt.
Die Zahl der Veranstaltungen im Festspielhaus nach den „Green Meeting“-Kriterien wächst seither jährlich. Gleichzeitig konnte das Haus seinen eigenen Ressourcenverbrauch reduzieren.
So wird auch das World Future Forum als „Green Meeting“ abgehalten: Das gesamte Catering erfolgt mit regionalen und saisonalen Produkten. Acht Elektroautos (fünf davon zur Verfügung gestellt von illwerke vkw) werden die Teilnehmer ressourcenschonend transportieren. Untergebracht sind sie im Hotel Schwärzler, das mit dem Österreichischen Umweltzeichen zertifiziert ist.
Berührende Begegnungen
Kongresskultur Bregenz sieht sich nicht mehr als bloße Veranstaltungsstätte: „Wir vermieten nicht nur einfach gut ausgestattete Räume. Wir ermöglichen Begegnungen, die die Menschen berühren“, betont Stübe. Dazu forscht Kongresskultur Bregenz gemeinsam mit anderen Tagungshäusern im Projekt micelab:bodensee an zukunftsorientierten Veranstaltungsformaten.
Diese Haltung spiegelt sich auch bei den Veranstaltungen, die das direkt am Bodensee gelegene Haus nützen: Der Wertekongress „Was im Leben wirklich zählt“ fand hier ebenso statt wie das inklusive Festival „Tango en Punta“ für Menschen mit und ohne Behinderung. Auch Charity-Organisationen wie Kiwanis oder Lions sind mit ihren Veranstaltungen häufig zu Gast.
Anbindung an die Region
Bei der Organisation des World Future Forums 2017 geht die Rolle von Kongresskultur Bregenz ebenfalls weit über die Bereitstellung der Infrastruktur hinaus. Zusammen mit Manfred Hämmerle, Direktor der Handelsakademie Bregenz, organisiert Stübe ein Projekt für Vorarlberger Schulen. Die genauen Inhalte werden mit der Projektmanagerin des World Future Councils für die Rechte von Kindern abgestimmt.
Um einem breiteren Publikum Einblick in die Arbeit des Welt-Zukunftsrats zu ermöglichen, sind auch öffentliche Veranstaltungen geplant, die live ins Internet übertragen werden. „Wir möchten, dass die Region bestmöglich von der globalen Expertise der Ratsmitglieder profitiert und damit einen Impuls setzen, der über das World Future Forum hinaus langfristig wirkt.“











