(openPR) Drei bildgebende Verfahren (Mammographie, Ultraschall und Magnetresonanztomographie) werden inzwischen zur Untersuchung der Brust auf bösartige Veränderungen eingesetzt. Die meisten Untersuchungen dienen der Klärung eines Anfangsverdachtes.
Es gibt aber auch Veränderungen in der Brust, die nur durch eine Mammographie entdeckt werden. Dazu gehört der so genannte Mikrokalk. Der Kalk fällt durch seine meist mikroskopische Größe nicht bei Tastuntersuchungen auf und geht auch nur sehr selten mit Beschwerden einher. Wenn in Brandenburg 2007 das Mammographie-Screening startet, könnte die Anzahl solcher Befunde dann zunehmen.
Mikrokalk in der Brust kann sowohl auf verschiedene gutartige Erkrankungen als auch auf Brustkrebs hinweisen und ist somit mehrdeutig. Bei Verdacht auf eine bösartige Erkrankung sollte er operativ entfernt und histologisch untersucht werden. Die Entfernung erfolgte bisher durch zwei Eingriffe an der Brust der Frau: eine Biopsie zur Markierung des Kalk mit anschließender operativer Entnahme des markierten Gewebes.
Das Verfahren der Stereotaktischen Vakuumbiopsie ändert dies. Werden bei einer Frau unklare Mikroverkalkungen oder Kalkablagerungen mit Verdacht auf Krebs festgestellt, kann dieser Kalk mit der Vakuumbiopsie schmerzfrei, ohne Operation und daher auch ohne Vollnarkose vollständig entfernt und dann vom Pathologen histologisch untersucht werden.
„Bei einem gutartigen Befund können wir unseren Patientinnen damit eine große Operation ersparen“, erläutert Prof. Dr. Johannes Hierholzer, Chefarzt der Diagnostischen und Interventionellen Radiologie des Klinikums Ernst von Bergmann, den größten Vorteil dieser Methode. Der Eingriff kann ambulant durchgeführt werden. Nach 6 Monaten kommen die Frauen zur Kontrolluntersuchung wieder in die Klinik.
Die Vakuumbiopsie wird seit März 2006 im Klinikum und somit auch im Rahmen des Brustzentrums „Regine Hildebrandt“ (www.brustzentrum-reginehildebrandt.de) durchgeführt.
„Der Eingriff dauert ca. 30min. Dabei wird die Brust der Frau lokal betäubt. Zur exakten Lokalisierung des Kalks führen wir die Biopsie-Nadel unter Röntgenkontrolle ein. Unter Vakuum wird dann das betroffene Gewebe „angesaugt“ und entnommen, “ erläutert Jacqueline Janke, Fachärztin der Radiologie, den Eingriff, der von ihr durchgeführt wird.
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