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Campus Vienna Biocenter: Neues Fortbildungszentrum über RNA Viren

30.06.200612:44 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Ein jetzt gegründetes "Training and Dissemination Centre" (TDcentre) wird künftig zur schnellen Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnisse aus einem EU-Projekt über RNA Viren beitragen. Gestartet wurden die Aktivitäten des TDcentres am 28. Juni mit einem Workshop am Campus Vienna Biocenter. Dabei tauschten Besucherinnen und Besucher aus 15 Ländern ihre Ideen und Daten über die strukturelle Analyse von Protein-Abschnitten aus.




Integrierte Projekte (IP) gehören innerhalb des auslaufenden 6. EU-Rahmenprogramms zu den größten EU-Forschungsmaßnahmen. Das mit EUR 12 Mio. geförderte Vizier IP zu RNA Viren ist mit seinen 25 teilnehmenden Gruppen in 12 Nationen ein gutes Beispiel für den Umfang dieser Art von Projekten. Während die Zusammenarbeit so vieler Teilnehmer naturgemäß viele innovative Ideen und Lösungen zu wissenschaftlichen Problemen hervorbringt, bedarf es auch der proaktiven Verbreitung dieses Wissens – sogar innerhalb des Projekts.

Gewusst-Wie Verbreiten
Mit der Einrichtung eines Zentrums, das sich zur Gänze dem Training und der Verbreitung der gefundenen Erkenntnisse widmet, zeigt Vizier ein starkes Engagement auf dem Gebiet des Wissensmanagements. Das TDcentre befindet sich am Institut für Biomolekulare Strukturchemie, das sowohl der Fakultät für Chemie an der Universität Wien als auch den Max F. Perutz Laboratories angehört. Eben hier wird das TDcentre Kongresse, Workshops und Trainingskurse anbieten. Die Gruppenleiterin für Makromolekulare Kristallographie am Department und Managerin des TDcentres Prof. Kristina Djinovic-Carugo bemerkt: "Während der nächsten zweieinhalb Jahre wird unser TDcentre sowohl die Vizier Teilnehmerinnen und Teilnehmer als auch die breitere Scientific Community im Fokus haben. Damit stellen wir sicher, dass grundlegende methodologische Details schon vor ihrer Publikation in die laufende Forschungsarbeit eingebunden werden. Das und die persönliche Interaktion wird den wissenschaftlichen Fortschritt auf dem Gebiet der RNA Viren bedeutend beschleunigen."

RNA Viren sind Erreger so bedrohlicher Krankheiten wie Ebola, Gelbfieber, HIV, Hepatitis und weit verbreiteter Infektionen wie Grippe und Erkältung. Durch die genaue Analyse ihrer Reproduktions-Mechanismen wird Vizier neue therapeutische Targets in RNA Viren identifizieren können. Diese Mechanismen sind zwar virenspezifisch, dabei aber doch grundlegend genug für die Verbreitung des Virus, dass sie einen attraktiven Ansatzpunkt für innovative Therapien bieten.

Kleines Ziel – Große Wirkung
Um jene Teile der Reproduktions-Maschinerie zu identifizieren, an denen Therapien am effizientesten sein werden, wird Vizier die Struktur relevanter Proteine bei hoher Auflösung untersuchen. Zu diesem Zweck entwickelt und validiert Vizier neue Geräte für die Röntgenkristallographie und die Protein-Produktion. Der starke Focus auf der strukturellen Analyse war hierbei einer der Hauptgründe für die Wahl des Wiener Instituts für Biomolekulare Strukturchemie zum TDcentre. Denn dieses ist international anerkannt für seine Stärke sowohl in Optischer und Nuklearer Magnetischer Resonanz-Spektroskopie als auch Kristallographie und Bioinformatik.

Bereits während des Eröffnungs-Workshops von Vizier’s TDcentre am Department, wurden Schlüsselthemen der strukturellen Analyse von Protein-Abschnitten diskutiert. Mit dem Titel “Definition von Protein-Abschnitten und ihre Kristallisations-Wahrscheinlichkeit” erregte der Workshop Aufmerksamkeit bei über 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus 15 Nationen. Auf den insgesamt 18 Veranstaltungen dieses dreitägigen Workshops zwischen 28. und 30. Juni, waren sich alle Teilnehmer einig, dass diese Strategie der direkten Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnisse innerhalb eines Projekts ein sehr wichtiger Schritt für die Beschleunigung wissenschaftlichen Fortschritts darstellt.

Über Vizier
Vizier ist ein Integriertes Projekt (IP) unter dem 6. EU-Rahmenprogramm. Das Projekt identifiziert mögliche neue Therapieansatzpunkte bei RNA Viren durch eine umfassende strukturelle Charakterisierung der Reproduktions-Maschinerie bei ausgesuchten Virenarten. Vizier besteht aus 25 akademischen und industriellen Partner-Gruppen aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, den Niederlanden, Russland, Schweden, Schweiz, Slowakei und Spanien. Das Projekt ist auf vier Jahre angelegt und erhält mehr als EUR 12 Mio. Unterstützung von der EU. Koordiniert wird es vom Laboratoire Architecture et Fonction des Macromolécules Biologiques in Marseille (Frankreich).

Über den Campus Vienna Biocenter
Der Campus Vienna Biocenter ist mit rund 1.000 Wissenschaftern und Wissenschafterinnen aus 40 Nationen in 16 Organisationen einer der größten F&E-Cluster Österreichs. Akademische Departments (Universität Wien, Medizinische Universität Wien, zusammengefasst in den Max F. Perutz Laboratories), private Forschungsinstitute (IMP - Institut für Molekulare Pathologie) und Institute der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (IMBA - Institut für Molekulare Biotechnologie, GMI - Gregor Mendel-Institut) sind hier ebenso angesiedelt wie kommerzielle F&E sowie Dienstleistungsunternehmen und Ausbildungslehrgänge (www.viennabiocenter.com).

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