(openPR) Seit ihren Anfängen zeigt die von Gene Roddenberry konzipierte Serie eine bessere, friedliche Zukunft der Menschheit. Wie die utopische Idee in Star Trek 50 Jahre überleben konnte und wie sie sich entwickelt hat, zeigt Sebastian Stoppes Buch „Unterwegs zu neuen Welten: Star Trek als politische Utopie“, das im Büchner-Verlag erschienen ist.
Pünktlich zum Jubiläum ist mit „Star Trek Beyond“ ein neuer Film in die Kinos gekommen, und eine neue Serie – „Star Trek: Discovery“ – steht ebenfalls in den Startlöchern. Ein Ende von Star Trek ist nicht in Sicht. Dabei verlief der Start durchaus holprig: Nur drei Staffeln „überlebten“ Kirk und Spock, dann wurde die Serie in den USA 1969 wegen zu geringer Einschaltquoten abgesetzt. Doch die Idee von einer friedlichen und idealen Zukunft war in der Welt. Und nachdem die Serie in unzähligen Wiederholungen zu sehen war, entwickelte sich eine immer größer werdende Fangemeinschaft, die mehr von dieser Zukunft sehen wollte. So entstanden mittlerweile 13 Kinofilme und fünf Fernsehserien, die die Utopie von Star Trek weitererzählen. Auch ein halbes Jahrhundert nach der Debütsendung am 8. September 1966 hat Star Trek einen festen Platz in der Populärkultur weltweit.
Warum das so ist, zeigt Sebastian Stoppe in seinem Buch, das auf seiner 2014 fertiggestellten Dissertation basiert. „Star Trek steht in seiner Erzählweise und der Schilderung einer idealen Gesellschaft von Beginn an in der Tradition der klassischen Utopien“, sagt Stoppe. Seine These: Star Trek ist weniger eine Science-Fiction-Saga, in der es um die Begegnung mit andersartigen Aliens geht, sondern ein utopischer Text. „In Star Trek begegnet sich die Menschheit an sich ständig selbst“, stellt Stoppe fest. Star Trek nimmt politische und gesellschaftliche Diskurse auf und präsentiert sie dem Zuschauer wie in einem Spiegel. So kommentierten die Autoren von Star Trek nicht nur den Vietnamkrieg oder die Rassenproblematik in den USA der 1960er-Jahre kritisch, sondern setzten sich in den 1990er-Jahren auch mit dem Ende des Kalten Krieges und dem Entstehen vieler kleiner Konfliktherde und Kriege in der Welt auseinander. In den neuen Kinofilmen spielen wiederum Terrorismus und innere Sicherheit entscheidende Rollen. Damit verbunden ist stets die Frage, was eine ideale Gesellschaft ausmacht.
Schließlich, so Stoppe, zeigt Star Trek auch, wie die fortschreitende Technologie die gesellschaftliche Entwicklung beeinflusst. „Während die Menschheit in Star Trek Technik zunächst als Bedrohung und später als wertvolles Werkzeug versteht, das man nutzt, um neue Welten entdecken zu können, zeigt die Rasse der Borg, dass man Technik ohne Weiteres auch anders nutzen kann: nämlich, in dem man den menschlichen Organismus durch Technik erweitert.“ In einer Zeit, in der immer mehr Menschen stets online und überall erreichbar sind, ist es gedanklich nur noch ein kleiner Schritt, die Funktionen eines Smartphones auf einem kleinen Chip in jeden Menschen zu implantieren. Die möglichen Schattenseiten einer derartig fortschreitenden Technisierung der Gesellschaft verdeutlicht Star Trek anhand des Borg-Kollektivs.
Das Buch ist im Print und als E-Book erhältlich. Anfragen für Rezensions- und Presseexemplare (print/pdf) nimmt der Verlag gerne entgegen. Der Autor steht bei Interesse gerne als Interviewpartner für Medienvertreter zur Verfügung. Kontaktdaten sind bei Bedarf über den Verlag erhältlich.
Verantwortlich: Andreas Kirchner -











