(openPR) Locky Ransomware ( .zip / .docm / .docx Datei-Anhänger Virus ) ist eine, uns schon seit dem Februar, bekannte Schadsoftware, die beireits über eine Million Computer auf der ganzen Welt infiziert haben soll. Deutschland ist besonders betroffen. Es wird 5300 Neuinfektionen mit dem Trojaner durch gefälschte E-Mails pro Stunde gezählt. Damit befindet sich die Infektionsrate in Deutschland deutlich vor Ländern wie Holland mit 2900 Infektionen und den USA mit 2700. Locky Virus verschlüsselt persönliche Fotos, Videos und Dokumente des Opfers und verändert die Namen der Dateien in zufällige Zeichen und Zahlen einer Länge von 32 Zeichen, gefolgt von der .locky .dll oder .zepto Dateiendung.
Am häufigsten (Stand August 2016) werden die gefälschten Emails an die Krankenhäuser, Telekom-User und grosse Firmen gesendet. So, zum Beispiel, zählte Fraunhofer-Institut in Bayreuth und noch ein weiteres Krankenhaus in Nordrhein-Westfalen zu den Opfern des Daten-Erpressers.
Locky Ransomware wird durch Spammails mit .zip / .docm / .docx Email-Anhänger verbreitet, die ein Word-Dokument im Anhang oder eine JavaSkript Datei enthalten. Bei den .zip Anhängern versteckt sich eine JavaScript-Datei. Öffnet man diese, landet Locky auf dem Computer und beginnt mit seinem Zerstörungswerk. Bei den .docm / .docx Anhängern versteckt sich eine Word Dokument Datei. Wenn man die Word-Datei herunterlädt und diese mit Word öffnet, beginnt der Virus sich zu verbreiten. Danach werden Sie aufgefordert Makros im Word zu aktivieren.
Durch eine aktuell veränderte Verbreitungsmethode wird der Virus auch von Antivirus-Programmen derzeit nicht erkannt. Locky Ransomware ist auch in der Lage sämtliche Daten zu sperren, die etwa mit einem Cloudspeicher oder über Netzwerke synchronisiert werden. Ob der Locky Virus auch Shadow-Kopien blockieren kann, muss noch überprüft werden.
Sollen Sie wirklich eine .zip / .docm / .docx Datei geöffnet haben und einmal Opfer der Locky Virus werden, scheint es fraglich, ob die Cyber-Verbrecher den persönlichen Krypto-Schlüssel überhaupt freigeben. Vielleicht erpressen sie Sie weiter, verlangen ein höheres Lösegeld und am Ende haben Sie rein gar nichts gewonnen. Es gibt ja auch keine Garantie dafür, dass die Erpresser auch tatsächlich ihr Wort halten.












