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Verantwortung entscheidet – Mit Sicherheit ein guter Arbeitgeber

24.08.201610:59 UhrLogistik & Transport
Bild: Verantwortung entscheidet – Mit Sicherheit ein guter Arbeitgeber
Wolfgang Engel, Leiter des Competence Center Logistics (CCL) der DQS GmbH
Wolfgang Engel, Leiter des Competence Center Logistics (CCL) der DQS GmbH

(openPR) Woran erkennt man eigentlich einen verantwortungsbewussten Arbeitgeber? Logistikunternehmen, die diesen Status dokumentieren wollen, finden drei wichtige Regelwerke, die sie als „gut aufgestellt“ ausweisen: Die ISO 26000 für die soziale Verantwortung des Unternehmens, die ISO 19600 als Instrument gegen regelwidriges Verhalten und die BS OHSAS 18001 für Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie Gefahrenabwehr. Wer diese Normen implementiert, beweist, dass er die Verantwortung gegenüber seinen Beschäftigen ernst nimmt.


 
Logistikleistungen unterscheiden sich oft nur durch wenige Kriterien voneinander, besonders dann, wenn sie erfolgreich erbracht wurden. Doch der Weg dahin kann völlig verschieden ausfallen. Er steht und fällt mit dem Bekenntnis des Unternehmens zu seiner Verantwortung in jeglicher Hinsicht. Was für die Kunden des Logistikers ein Plus an Planungssicherheit bedeutet, stärkt außerdem die Organisation intern und verleiht gegenüber Mitarbeitern und Interessenten ein Gütesiegel: Zertifizierungen im Sinne eines integrierten Managementsystems.

Handlungssicherheit ist dabei das Kernversprechen jedes Regelwerks. Ergänzend zu den weit verbreiteten Normen ISO 9001 und ISO 14001 mit ihren Schwerpunkten auf leistungs- und ressourcenbezogene Kriterien verpflichten sich Unternehmen mit den Normen ISO 26000, ISO 19600 und BS OHSAS 18001 zu ihrer gesellschaftlichen und arbeitsrechtlichen Verantwortung. Dabei rückt die ISO 26000 die Beziehung eines Unternehmens zu seinem Umfeld in den Mittelpunkt. Sie bietet Orientierung zu so vermeintlich weichen Faktoren wie der Einhaltung der Menschenrechte, den Arbeits-, Betriebs- und Geschäftspraktiken, der Wahrnehmung von Konsumentenanliegen, dem Umweltschutz sowie der Einbindung und Entwicklung der umgebenden Gemeinschaft. Für diese Bereiche definiert der Leitfaden sieben Prinzipien, die handlungsleitend werden sollen: Transparenz, Rechenschaftspflicht, ethisches Verhalten, die Achtung der Rechtsstaatlichkeit, internationaler Verhaltensstandards, der Menschenrechte sowie der Interessen der Stakeholder. Wer sich nach diesen Maßstäben richten will, muss als erstes seine gesellschaftliche Verantwortung anerkennen und in einem nächsten Schritt die Interessen derjenigen Anspruchsgruppen identifizieren und einbeziehen, die von den Aktivitäten des Unternehmens betroffen sind. Konkret bedeutet dies beispielsweise, bei Baumaßnahmen nicht nur interne, sondern externe Interessenträger wie Anwohner oder Umweltschutzorganisationen in die konzeptionelle Überlegung einzubeziehen. Auch eine Zufriedenheitsumfrage unter Mitarbeitern und Kunden, um anschließend bestehende Mängel durch gezielte Maßnahmen zu beseitigen, gehört zu den Kriterien dieses Leitfadens. Zentrales Instrument bei der Umsetzung jedes Vorgehens im Sinne der ISO 26000 ist die Kommunikation mit allen Beteiligten. „Wer seine Verantwortung wahrnimmt, muss viel Wert auf den transparenten Austausch legen“, betont Wolfgang Engel, Leiter des Competence Center Logistics (CCL) der Deutschen Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen (DQS GmbH).
 
Rechtssicherheit durch effektive Prozessverbesserung

Ein wichtiges Risikomanagement-Instrument, das darüber hinaus den Mitarbeitern eines Logistikunternehmens organisatorische Rechtssicherheit bietet, stellt die Zertifizierung nach ISO 19600 dar. Die Norm beschreibt ein systematisches Vorgehen, das rechtswidriges Verhalten vermeiden soll.

„Heute unterliegen die Logistikdienstleister einer solchen Vielzahl an Vorschriften, dass ihre Einhaltung unbedingt systematisch überwacht werden muss – sonst drohen hohe Strafzahlungen“, betont Wolfgang Engel. Die risikoorientierte Norm fügt sich nahtlos in ein integriertes Managementsystem basierend auf der ISO 9001 ein und prüft die Einhaltung sämtlicher tätigkeitsrelevanter Normen –zum Beispiel des Zoll- und Steuerrechts, der Embargo-Richtlinien, aber auch des Datenschutzes, Umwelt- oder Arbeitsrechts. Weil dabei alle Prüfvorgänge rechtswirksam und systematisch dokumentiert werden, verringert sich das Risiko deutlich, dass es zu Prozessfehlern kommt, für die Vorstände oder Geschäftsführer aufgrund von Organisationsverschulden persönlich haften. Wer die Norm implementiert, kann jederzeit nachweisen, dass er die jeweils gültigen Verpflichtungen einhält. Auch Abweichungen müssen dabei systematisch erfasst und bearbeitet werden. Darüber hinaus wird kontinuierlich die Effektivität der getroffenen Compliance-Maßnahmen bewertet. Auch in diesem Bereich gilt, dass Transparenz und wirksame Kommunikation die zentralen Elemente zur Durchsetzung des Regelwerks sind. Wo alle Mitarbeiter umfassend über die für sie gültigen Bestimmungen informiert sind, können sie teure Fehler vermeiden.
 
Arbeitsunfälle vermeiden

Verantwortung für ihre Mitarbeiter demonstrieren insbesondere solche Logistikunternehmen, die sich nach den Kriterien der Norm Occupational Health and Safety Assessment Series (OHSAS)- 18001 richten. Diese dienen dem Schutz vor Arbeitsunfällen sowie arbeitsbedingten Verletzungen und Erkrankungen. Zudem müssen alle Mitarbeiter für den ihnen zugewiesenen Tätigkeitsbereich befähigt sein, andernfalls leitet sich daraus zwingend ein Schulungsbedarf ab. Darüber hinaus erfüllt das normorientierte Vorgehen auch behördliche Auflagen und trägt dazu bei, Versicherungsprämien zu senken, weil die Einhaltung der Zertifizierung zugleich ein abschätzbares und beherrschbares Risiko in der Arbeitssicherheit und beim Gesundheitsschutz bedeutet. Gleichzeitig unterstreichen Unternehmen damit, dass die Gesundheit ihrer Mitarbeiter für sie einen hohen Stellenwert besitzt. Das wirkt sich wiederum positiv auf die Motivation der Beschäftigten aus und kann so dazu beitragen, die Mitarbeiter langfristig in einem Unternehmen zu halten. Aufbauend auf einer Gefährdungs- und Risikoanalyse umfasst das Regelwerk unternehmensspezifische Lösungen und Notfallkonzepte. Darüber hinaus legt es die für die Umsetzung verantwortlichen Personen fest. Auch wenn sie derzeit formell noch in einer andere Normenreihe eingeordnet ist, nimmt die BS OHSAS 18001 engen Bezug auf die ISO 9001 und ISO 14001. Mit der Neufassung des Regelwerks wird der Standard voraussichtlich im Jahr 2017 in der international anerkannten ISO 45001 aufgehen, die sich an der sogenannten High Level Structure orientiert – einer übergeordneten Struktur, die für alle neuen und überarbeiteten ISO-Normen einen einheitlichen Kapitelaufbau sowie gleiche Kernaussagen vorsieht.
 
Der Weg ist das Ziel

„Besonders für die Regelwerke aus dem gesellschaftlichen und sozialen Bereich gilt, dass der wichtigste Nutzen einer Zertifizierung im Aufbau der internen Prozesse liegt“, berichtet Wolfgang Engel. „In der intensiven Auseinandersetzung mit den Vorgaben entwickeln die Dienstleister Prozesse, die ihre Arbeit verbessern und auf eine systematische Grundlage stellen“, unterstreicht der Leiter des CCL. Dabei besteht für ihn der Wert der Regelwerke ISO 26000, ISO 19600 und BS OHSAS 18001 insbesondere in der transparenten Kommunikation. „Logistiker, die sich so stark an ihrer Verantwortung orientieren, bieten ihren Mitarbeitern eine ausgezeichnete Vertrauensbasis und entwickeln sich zu einem attraktiveren Arbeitgeber. Solche Firmen sind auch für ihre Kunden nachhaltige und verlässliche Partner.“
 
Bild: Wolfgang Engel, Leiter des Competence Center Logistics (CCL) der DQS GmbH
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