(openPR) Die Autorin Malte Buhse stellt gleich zu Anfang in ihrem Artikel „Plötzlich auf der schiefen Bahn“ fest, dass auch hierzulande der Wirtschafts- und Büroalltag schon lang kein Ort der moralischen Reinheit mehr ist. Spätestens seit FIFA Krisen und Abgasskandalen ist klar, dass Lug und Betrug im großen Stil Einzug gehalten haben. Es geht aber auch viel kleiner: Der eine berechnet seinem Kunden ein paar Arbeitsstunden mehr, der andere hübscht schlechte Verkaufszahlen auf, ein dritter frisiert seine Spesenabrechnung.
Festzustellen ist: Hochmut, Arroganz und Betrug lösen Ethik und Moral ab. Und es scheint gesellschaftlich akzeptiert und toleriert. „Wir sind gut darin, Ausreden zu finden, um unser Selbstbild eines moralisch handelnden Menschen zu bewahren. Typische Ausrede: Ich habe nur das gemacht, was andere mir gesagt haben!“
Der Mensch ist dabei nicht grundsätzlich schlecht. Verhaltensforscher stellen immer wieder fest, dass nur selten ein Betrug von langer Hand geplant wird. Meistens beginnt eine Entgleisung harmlos, oft auch mit guten Vorsätzen.
Stehen wir unter Stress, sind müde und haben viele Aufgaben zu erledigen, neigen wir mehr zu kleinen Lügereien. Das gefährliche dabei ist, dass selbst kleine Missgriffe große Konsequenzen haben können. Wenn dann der Betrug niemandem auffällt, ermutigt das den Delinquenten, auch beim nächsten Mal nicht ganz ehrlich zu sein. So wird aus dem Gelegenheitsschelm ein Gewohnheitshalunke mit komplexen Betrugs-Konstrukten. Erschwerend kommt weiterhin unser menschlicher Hang zum Gehorsam hinzu. So kann ein einzelner unmoralischer Chef ein gesamtes Unternehmen auf die schiefe Bahn bringen.
Grundsätzlich sind wir für uns selbst verantwortlich und frei, das zu tun, was wir möchten. Trotz aller Freiheit, unser Tun und Wirken hat immer Konsequenzen, denen man sich stets im Voraus bewusst sein muss, denn man ist dafür verantwortlich. „Behandele andere so, wie du selbst behandelt werden möchtest!“ ist dabei der wichtigste ethische Leitsatz und bewahrt uns zuverlässig vor Moral- und Ethikverlust. Daran können wir einfach und präzise unsere Entscheidungen und Handlungen messen.
Geraten nun ganze Unternehmen auf die schiefe Bahn, war es entweder ausdrücklich willentlich oder aber Führungskräfte haben ihre Führungsverantwortung vernachlässigt. Eine ethische und ehrliche Unternehmenskultur muss täglich gelebt werden. Treten Unehrlichkeit, Mobbing und weiteres auf, muss durch die Führung sofort gehandelt werden und auch Konsequenzen folgen.
Schwierige Herausforderungen, Stress und Konflikte gibt es immer, aber Lug und Trug ist der falsche Umgang damit. Ethisch richtig ist ehrliche Akzeptanz und situationsrichtiges Handeln.
Haben Sie dazu Fragen? – Ich berate Sie sehr gern.









