(openPR) Jeder, der sich schon einmal beim Skispringen zugeschaltet hat, hat sie gesehen, die grüne Linie, die quer über den Aufsprunghang eingeblendet wird. War diese bis zur Saison 2012/2013 noch in Blau dargestellt, so wird sie seit der Saison 2013/2014 in Grün gezeigt und ist mittlerweile nicht nur als virtuelle Linie im TV, sondern auch auf dem Aufsprunghang selbst von den Springern und den Zuschauern zu sehen. Die Projektion auf den Hang erfolgt mit einem speziell entwickelten, leistungsstarken Laserprojektor, konstruiert und gebaut von den Laserspezialisten "MediaLas" aus dem schwäbischen Balingen. Angekoppelt wird das ausgeklügelte Projektionssystem an die Windmessung und Resultatsliste der bisherigen Sprünge und projiziert die sogenannte „Best-to-Beat“ Linie in Echtzeit auf den Aufsprunghügel der Skischanze.
Bereits vor mehreren Jahren verlangte die FIS (Federation Internationale de Ski) nach einer technischen Lösung, um die sogenannte "Best-to-Beat" Linie nicht nur virtuell im TV sondern auch, für alle sichtbar, direkt auf den Hang aufzubringen. Dies hätte den grossen Vorteil, dass sowohl der Springer als auch die Zuschauer sofort erkennen könnten, wie gut der Sprung war und wie die Platzierung aussehen wird. Zudem könnte die Linie nun auch in den Slow Motion Kameras und nicht nur in der Hauptkamera zu sehen sein.
Nach zahlreichen erfolglosen Vorschlägen und Versuchen begann man seitens der FIS, mit LED Streifen zu experimentieren, die an den seitlichen Banden befestigt wurden und die notwendige Position anzeigen sollten. Schnell wurde auch dieses Vorhaben mangels Erfolg wieder eingestellt, denn auch mit dieser Methode musste der eigentliche Aufsprungpunkt mehr oder weniger geschätzt werden. Weitere vergebliche Versuche mit Lichtbalkenprojektoren und auch mit Laserprojektoren führten aufgrund der hochkomplexen, mehrdimensionalen Entzerrung des in alle Richtungen gebogenen und unebenen Skisprunghangs, schnell zu weiteren Misserfolgen, und so wurde das Thema von der FIS vorerst ad acta gelegt. Anfang des Jahres 2013 kontaktierte dann die Swatch-Group, veranwortlich für Time-Keeping und Weitenmessung, die Spezialisten von MediaLas. Bereits in der Vergangenheit wurden verschiedene Projekte gemeinsam angegangen und man versprach sich durch das KnowHow von MediaLas eine höhere Erfolgschance als bisher.
Mit einem leistungsstarken, regulären Laserprojektor aus dem Portfolio von Medialas vereinbarte man im Juli 2013 einen gemeinsamen Test an der Sprungschanze in Klingenthal, um eine Machbarkeitsstudie aufzustellen und vor allem die Kosten und Möglichkeiten zu eruieren. In der Dämmerung wurde auf der flutlichtbeleuchteten Schanze eine Laserlinie aufgebracht und Helligkeit, Genauigkeit und Kontrast zur Umgebung ermittelt. Der Laserprojektor vom Typ "PowerVX" wurde im Sprungrichterturm an einer Traversenkonstruktion montiert und mittels einer modifizierten Version der Lasersoftware "M-III" angesteuert.
Die Tests verliefen erfolgreich, und so wurde eine weitere Zusammenarbeit vereinbart, um ein vollautomatisches System zu konstruieren, welches sich auf alle Skischanzen weltweit adaptieren lassen sollte. Es sollte möglichst leistungsstark, aber gleichzeitig auch sicher und zuverlässig sein.
Die nächsten Versuche waren für die Herbstzeit angesagt. Hierfür wurde ein neuer, leistungsstarker Projektor aufgebaut und eine neue Software entwickelt, die mittels einer Entzerrungsmatrix eine saubere Laserprojektion auch auf die extremsten 3D-Oberflächen zulassen musste. Vorgabe war, eine Genauigkeit von












