(openPR) Innovation kommt aus dem Ländle. Und von wo genau? Richtig, aus Balingen natürlich! Haben die Entwickler und Designer von MediaLas bereits in der Vergangenheit immer wieder vorgelegt und mit höher gezogener Messlatte zahlreiche Industriepreise abgeräumt, so ist der in Balingen ansässigen Firma wieder einmal eine Weltsensation gelungen.
Für den Skisprung-Weltcup der FIS (Federation Internationale de Ski) konnte in monatelanger Entwicklungs- und Testzeit ein noch nie dagewesenes Anzeigesystem für die Sprungweite, die sogenannte "Best-to-Beat" Marke, entwickelt und verwirklicht werden. Hierbei wird über einen leistungsstarken Laserprojektor eine Laserlinie auf den Aufsprunghang projiziert, der über eine äusserst kompliziertes Messsystem und zahlreichen Parametern dem Publikum und auch dem Springer die Weite anzeigt, die er braucht, um in Führung zu gehen. Dabei werden zahlreiche Parameter wie Windrichtungen, Windgeschwindigkeiten und Anlauflänge berücksichtigt und in Echtzeit in eine Laseranzeige umgesetzt. "Es ist wichtig, dass wir so etwas haben. Die Zuschauer im Stadion tappten lange genug im Dunkeln", sagte DSV-Springer Severin Freund.
Um die Laserlinie sauber und hochpräzise auf den Hang projizieren zu können, mussten sich die Entwickler von MediaLas einiges einfallen lassen. Da jede Schanze ihre eigene Charakteristik und Verlauf besitzt und auch die Einrichtungen vor Ort immer wieder differieren, musste eine unabhängige und frei konfigurierbare Steuerung gefunden werden, die aus jeglicher Position eine Projektion auf die Skisprungschanze zulässt. Dabei ist der Auslauf ein hochkomplexes, dreidimensionales Gebilde, das es auszumessen und zu entzerren galt, um die Linie nicht nur exakt an die richtige Position, sondern auch schnurgerade über den gewölbten Hang verlaufen zu lassen. Wie man im Fernsehen während der Vierschanzentournee bereits sehen konnte, ist dies sehr gut gelungen. Weiterer Vorteil des Systems: Bei Fernsehübertragungen ist die Projektion erstmals auch bei Wiederholungen und Zeitlupen aus allen Kameraperspektiven zu sehen, das war technisch bislang nicht möglich.
Dirk Baur, der Geschäftsführer der MediaLas GmbH, äusserte sich sehr zufrieden: "Durch unser grosses KnowHow und unseren Wissensvorsprung konnten wir nahezu im Blindflug ein sehr zuverlässiges und auf Anhieb funktionierendes System bereitstellen, an dem sich andere bisher die Zähne ausgebissen haben". Hierzu wurde an einem Grossmodell, das im Teststudio in den Räumen der Balinger Laserprofis aufgebaut wurde, getestet und weitere Erkenntnisse gewonnen. "Dass das System jedoch auch in Realität auf Anhieb so gut funktionieren würde, war in dieser Kausalität nicht abzusehen", so Björn Gerber, der Projektleiter von MediaLas.
Bereits seit Jahren versuchte Walter Hofer, der Renndirektor der FIS, ein solches System an den Start zu bekommen - bisher vergeblich. Bis die Profis von MediaLas ins Spiel kamen. Zusammen mit den Zeitnahmespezialisten von Swiss Timing, einem Unternehmen der Swatch Group, planten, entwickelten, testeten und verwirklichten die Balinger das neue System in Rekordzeit. In zahlreichen Tests auf der Sommerskischanze in Klingenthal konnten die Entwickler von MediaLas erste Informationen und das Gefühl für die Aufgabe gewinnen und in intensiven Meetings das Konzept für eine gut funktionierende und im weiten Bereich einsetzbare Laserprojektion auf die Skisprungschanze entwickeln. Klar war, dass hier keine Fehler erlaubt sein durften, denn hier entscheidet, wie kaum zuvor, der erste Eindruck. Und dieser endete in Glanz und Gloria!
Bereits der erste Test beim realen Springen in Titisee/Neustadt haute die Szene um. Renndirektor Walter Hofer und die Offiziellen der FIS sprachen gar von einem Quantensprung für die Skispringerszene. "Ich freue mich sehr, dass es uns jetzt gelungen ist, dieses Hilfsmittel in Form einer Laserlinie auch direkt an die Schanze zu bringen, damit auch die Fans im Stadion davon profitieren.", so Walter Hofer. Auch der Deutsche Bundestrainier Werner Schuster war sehr angetan: „Ich sehe das als überfälligen Schritt. Die Leute haben es verdient zu wissen, was vorgeht. Sie können jetzt ganz anders mitfiebern."
Waren für diese Saison zuerst nur Tests angesagt, kam die Laseranzeigeeinrichtung beim Publikum und bei den Verantwortlichen so gut an, dass sie kurzerhand für das Auftaktspringen der Vierschanzentournee gebucht wurde. Hier zeigten die Balinger ihr ganzes Können und brachten den gesamten Wettkampt ohne jegliche Probleme über die Bühne. Und so endete der erste Einsatz in Oberstdorf, der bereits im Vorfeld durch die FIS gross propagiert wurde, in einem Zuschauerrekord für die Veranstalter.
Wiederum kurzerhand, und aufgrund des enormen Zuspruchs der gesamten Szene, überzeugte die Premiere auch den Österreichischen Skisprungverband ÖSV, der das System kurzfristig für den Tourneeabschluss in Bischofshofen buchte und auch hier erfolgreich einsetzte. Mit diesem riesen Erfolg hatte im Vorfeld niemand gerechnet! Der Geschäftsführer Dirk Baur freut sich: "Natürlich konnten wir nicht Ahnen, wie gross der Erfolg des System sein würde. Alle unsere Vorarbeiten haben jedoch definitiv in die richtige Richtung geführt und schlussendlich zum perfekten Gelingen des Experiments führen".
Doch auch nach dem Tourneeabschluss war beileibe nicht Schluss mit der Begeisterung, im Gegenteil. Kurzerhand reservierte die FIS das System für den weiteren Verlauf der diesjährigen Skisprungsaison und wird bei nahezu allen kommenden Weltcupspringen zu sehen sein. Der nächste Einsatz ist für Willingen geplant, danach geht das System nach Skandinavien und reist weiter nach Harrachov zur Skiflug-WM.
Mit grosser Sicherheit wird dies nicht die letzte Tat der Balinger sein!













