(openPR) Es geht meistens alles sehr schnell. Ein "Wasser - Berater" klingelt. Manchmal unangekündigt. Sie erwähnen einen abgesprochenen Termin für den "Wassertest" und beteuern von Ihrer "Zentrale" geschickt worden zu sein. Sie packen Ihren Koffer mit Messgeräten und Gläsern aus. Ihr Thema: Gesundheit und Wasser. Ein kleines Messgerät, kaum größer als ein Textmarker, soll ALLE "Schadstoffe" messen. Mit etwas Glück bekommt der Kunde einen alten Versuch aus dem Physikunterricht vorgestellt: Die Elektrolyse. Zwei stromführende Elektroden verändern ein Glas mit frischem Trinkwasser aus der Leitung in ein dunkle Brühe. Das soll veranschaulichen wieviel Gift täglich durch Trinkwasser aufgenommen wird. Manche Kunden werden schockiert, wenn Ihr geliebtes Mineralwasser noch trüber aussieht. So lässt sich erklären, warum Kunden unüberlegt völlig überteuerte Verträge (bis zu 2500 Euro) unterzeichnen für die Finanzierung einer Wasserfilteranlage. Der Einkaufswert liegt bei 60 Euro. Die Geräte werden mit gleichen Methoden bei hier lebenden Türken und Russen mit noch mehr Druck und Erfolg verkauft. Erklärbar ist dies mit dem Misstrauen gegenüber unserem Trinkwasser aufgrund der Erfahrungen in der Heimat.
Über die Notwendigkeit von Filtern lässt sich streiten. Eins ist sicher, unsere Trinkwasserversorgung. Aber es gibt sicherlich Gründe das Leitungswasser zu filtern. Dann sind es geschmackliche oder ästhetische Gründe z.B. beim Teegenuss.
Unakzeptabel sind die Methoden des Verkaufs, die auf Effekthascherei und Angstmacherei beruhen.
Wichtig ist auf die Qualität der Filteranlagen und das Einsatzgebiet zu achten. Oft neigen Filteranlagen bei unsachgemäßer Behandlung und Wartung zur Verkeimung. Plastikgehäuse können zusätzlich Verkeimungsgefahren in sich bergen.
Inormieren sollte man sich bei wissenschaftlich geschultem Personal.
Die Stiftung Warentest, Verbraucherzentralen und Wasserwerke lassen die individuellen Bedürfnisse an die Wasserqualität der Verbarucher teilweise unberücksichtigt. Damit haben unseriöse Heilsbotschafter für gesundes Wasser ein leichtes Spiel.
Was für Verbraucher zu beachten ist:
Einsatzgebiet
Filtertyp
Wartungsintervalle
Sicherheit
Preisvergleich









