(openPR) MECKENBEUREN-BROCHENZELL – Das Wohnhaus der St. Gallus-Hilfe (Stiftung Liebenau) in Meckenbeuren-Brochenzell ist fertiggestellt. Ende April wurde der Neubau für 24 Erwachsene mit höherem Unterstützungsbedarf offiziell eingeweiht. Bisher lebten die künftigen Bewohner in Hegenberg, Liebenau oder bei den Eltern. Bei der Einweihungsfeier zeigte sich Prälat Michael H. F. Brock, Vorstand der Stiftung Liebenau, zuversichtlich: "Irgendwann wird es Normalität sein, dass Menschen mit Hilfebedarf dort wohnen können, wo es möglich ist und wie es ihnen gefällt."
Ein barrierefreies Haus
Neben dem Pflegeheim St. Josef (St. Anna-Hilfe) ist ein großzügig gestaltetes, lichtes und barrierefreies Haus mit 24 Wohnplätzen für Menschen mit höherem Unterstützungsbedarf entstanden. Auf zwei Etagen mit je zwei 5er-Wohngemeinschaften gibt es ausschließlich Einzelzimmer. "Alle Wohngemeinschaften verfügen über einen gemütlichen Wohnraum mit Küche, Esszimmer und Sanitärbereich mit Pflegebad", informierte Christine Beck von der Geschäftsleitung der St. Gallus-Hilfe. Ergänzend biete das Haus vier Einzelappartements für die Menschen, die mehr Rückzug benötigen und eigenständiger leben können. Das neue Wohnhaus entspricht den aktuellen gesetzlichen Anforderungen.
Gleichberechtigte Teilhabe
Mit der Zollernstraße 2 erfüllt die St. Gallus-Hilfe die UN-Behindertenrechtskonvention, die in Artikel 19 eine gleichberechtigte Teilhabe und Normalität der Lebensbedingungen fordert. Die neuen Bewohner von Brochenzell werden von Fachkräften und unterstützenden Kräften begleitet. Die Tagesstruktur orientiert sich an den persönlichen Neigungen und Fähigkeiten der Menschen. Ziel ist ein konstruktives und gedeihliches Miteinander im Wohnen, in der Arbeit und in der Freizeit. Für mehr Teilhabe in Meckenbeuren hofft die Geschäftsleitung auf viele ehrenamtliche Kontakte.
In der Gemeinde willkommen
"Im Sinne der Inklusion sind wir gerne gestalterisch tätig", bestätigte Andreas Schmid. Der Bürgermeister lobte den Gemeinderat für "die völlige Normalität", wenn es um die Themen Wohnen, Arbeit und Mobilität gehe. Schmid versicherte: "Wir tun, was uns möglich ist, um das sehr gute Projekt weiterhin zu begleiten." Er begrüßte alle, die in das neue Wohnhaus einziehen werden: "Sie sind uns willkommen!"
Ein gemeinsames Ziel
"Inklusion hat einen hohen Stellenwert", erklärte Andreas Sponar vom Sozialamt Friedrichshafen. "Das Steuergeld ist gut angelegt", versicherte Franz Schmeller vom Kommunalverband Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS). Das Land und der KVJS haben sich mit 856.000 Euro an den Baukosten in Höhe von 2,3 Millionen Euro beteiligt. Musikschüler aus Meckenbeuren gestalteten die Feier. Mit den besten Wünschen "für ein achtsames und wohlwollendes Miteinander" segneten Pfarrer Josef Scherer von der Katholischen Kirchengemeinde und Pfarrer Dr. Luka Ilic von der Evangelischen Kirchengemeinde das neue Wohnhaus.
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Weitere Infos zur St. Gallus-Hilfe der Stiftung Liebenau finden Sie unter www.st.gallus-hilfe.de
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