(openPR) MECKENBEUREN-BROCHENZELL –Liesel Heine lebt und arbeitet seit 50 Jahren im Haus St. Josef in Brochenzell der St. Anna-Hilfe (Stiftung Liebenau). Bis heute macht sie sich nützlich, wann immer es ihr möglich ist. Ein Jubiläum der besonderen Art und ein Grund mit Bewohnern und Angehörigen zu feiern.
Anfangs ein wenig Heimweh
"Mit 22 Jahren zog ich ins Haus St. Josef", erinnert sich Liesel Heine. Der Vorschlag kam von ihrer Tante, die damals im Brochenzeller Altenpflegeheim St. Josef lebte. "Ich kam zum Arbeiten. Zum Wohnen hatte ich immer ein Zimmer für mich alleine." Liesel Heine machte sich vor allem in der Küche nützlich. Spülen, Gemüse putzen, Kartoffeln schälen und das Essen zu den Bewohnern bringen, gehörte zu ihren Aufgaben. Auch Einkaufstouren nach Meckenbeuren mit dem Fahrrad standen auf ihrem Arbeitsplan. "Anfangs hatte ich ja schon ein wenig Heimweh, aber dann hat es mir hier gut gefallen", erzählt die heute 72-Jährige, die im Deggenhauser Tal aufgewachsen ist und ein leichtes geistiges Handicap hat.
Pflegeheim früher und heute
Sie erinnert sich noch gut daran, dass die Bewohner des Altenpflegeheims früher rüstiger waren als heute. "Manche haben bei der Gartenarbeit mitgeholfen und ein Bewohner hat unser Schwein versorgt. Jedes Jahr wurde eines geschlachtet." Wenn Zeit war, habe man früher bei schönem Wetter draußen zusammen auf der Bank gesessen. "Manche Leute habe ich richtig gern gemocht", wird Liesel Heine nachdenklich. "Aber auch heute mag ich viele gern." Jetzt ist sie selbst im Rentenalter. Aber immer noch übernimmt sie gern kleine Botendienste und bringt den Bewohnern die Zeitung und die Post. Auch bei den Kaffeenachmittagen ist sie zur Stelle. "Mir wäre ja langweilig, wenn ich nichts mehr zu tun hätte", meint sie.
1-Zimmer-Appartement mit Blick ins Grüne
Seit sieben Jahren lebt Liesel Heine nun in ihrer Heimgebundenen Wohnung im Neubau des Hauses St. Josef, die sie mit einem Mitbewohner teilt. Sie bewohnt das Zimmer, in dem die kleine Küche integriert ist. "Das alte Haus hat mir auch gefallen, aber das neue ist noch besser." Für die Bewohner sei gut, dass sie jetzt auch fast alle ein Einzelzimmer hätten. Sie selbst genießt vor allem im Sommer ihre Terrasse und den Blick ins Grüne.
"Gut, wenn man zusammenhält"
"Frühstück mache ich mir selbst, zum Mittagessen gehe ich in den Wohnbereich", erzählt sie von ihrem Alltag. Auch da packt sie immer mit an, wenn sie eine Arbeit sieht. "Ich bringe die Essenswagen hoch und mir ist noch nie was runtergefallen", berichtet sie stolz. Viel Freude macht ihr auch bis heute die Mithilfe beim Mesmerdienst für die regelmäßigen Gottesdienste in der Kapelle. "Es ist gut, wenn man zusammenhält und miteinander arbeitet", so ihr Resümee. Für die Zukunft wünscht sich Liesel Heine vor allem Gesundheit. "Und dass ich noch lange mithelfen kann."
Weitere Infos zur St. Anna-Hilfe der Stiftung Liebenau finden Sie unter www.st.anna-hilfe.de













