(openPR) Besucherrekord: Über 200 Gäste feierten am 22./23. April in Benediktbeuern das 15-jährige Bestehen des Don Bosco Stiftungszentrum.
Benediktbeuern, im April 2016: „Du kannst es, du schaffst es!“ Mit diesem Liedtext begrüßte der Bichler Kinderchor die Festgäste. Pater Herbert Bihlmayer SDB, Vorstand der Don Bosco Stiftung, vermutete lächelnd, dies könne ein lange verschollenes Lied vom Ordensgründer Don Bosco selbst sein, denn „Coraggio!“ – „Habe Mut“, so lautete seine Parole. Und Coraggio war immer wieder beim Stifterfest zu spüren. Die meisten der 200 Festgäste engagieren sich als Stifter, als Förderer, als Salesianer oder als Mitarbeiter vor Ort für das Wohl junger Menschen.
Weltkirche und Ortskirche
Zum Fest-Auftakt sprach Bischof Dr. Stefan Oster zu aktuellen Themen in Kirche und Gesellschaft. Auf die Frage, wie er sich die katholische Kirche in 20 Jahren vorstelle, meinte Oster: „Die christliche Kirche wird in Zukunft eine Gemeinschaft von Gemeinschaften sein.“ Die Stifterfamilie sei eine solche christliche Gemeinschaft – und ein gutes Beispiel dafür, wie diese Gemeinschaften in Zukunft wirken könnten. Bischof Oster betonte, wie wichtig der wahre, tief empfundene Glauben an Jesus Christus sei. Er selbst suche nach neuen, zeitgemäßen Formen, diesen Glauben insbesondere bei jungen Menschen zu stärken. Und er betonte, es sei nicht allein die Aufgabe der Priester, den Glauben unter die Menschen zu bringen – vielmehr sei dies eine Aufgabe, die jeder getaufte Mensch habe.
Achmeds Geschichte
Die Don Bosco Stifterfamilie hat sich im vergangenen Jahr sehr stark für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF) eingesetzt. Sieglinde Schmitz, Leiterin des Don Bosco Jugendhilfezentrums Helenenberg bei Trier, wo zahlreiche junge Flüchtlinge leben und begleitet werden, führte die Gäste mit einem Film sehr konkret und sehr nahe an die UMF-Thematik heran. In dem Film spricht ein Junge namens Achmed von seiner Flucht. „In Somalia gibt es so viele Möglichkeiten zu sterben“, sagt er. Gemeinsam mit seinem Vater und seiner Schwester flieht er, als er zum Kindersoldaten gemacht werde sollte. Ihre Flucht sollte eineinhalb Jahre dauern, doch nur Achmed überlebte. Achmed spricht nicht über alle Stationen der Flucht. Doch was er berichtet reicht aus, um die Festgäste zu erschüttern. Achmed findet erst in Helenenberg wieder Halt, spricht inzwischen gut Deutsch, hat den Hauptschulabschluss gemacht und befindet sich in der Ausbildung.
Alles roger in Kambodscha?
Auch ein Don Bosco Auslandsprojekt lernten die Festgäste kennen. Dr. Nelson Penedo, Geschäftsführer der Don Bosco Mission in Bonn, gemeinsam mit zwei Don Bosco Volontären berichteten auf der Don Bosco Technical School in Kambodscha. Zum Abschluss des Festes stellte sich der heilpädagogischen Zirkus Giovanni aus Bamberg vor. Zauberer Pascal – der siebzehnjährige Botschafter des Zirkus – rundete das Stifterfest schließlich mit Kartentricks und allerhand Zauberei ab, teils von ausgelassenem Gelächter der Festgäste begleitet.













