(openPR) Online Bewerbungen ja – aber dann bitte richtig.
Bewerben Jugendliche sich online für eine Lehrstelle, sollten sie schnell auf jede Rückmeldung reagieren. «Man muss innerhalb von 24 Stunden antworten – sonst ist die Stelle weg», sagte der Bewerbungsexperte Heinz H. Kollenberg aus Espelkamp. Jugendliche sollten also täglich ihre E-Mails abrufen, damit sie bei der Lehrstellensuche über das Internet kein Angebot verpassen. Das Netz sei ein schnelles Medium. Bewerber müssten damit rechnen, dass Ausbilder mit einer E-Mail gleich mehrere Kandidaten anschreiben. Wer dann als Letzter reagiert, habe das Nachsehen. Hier gelte also der Satz «Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.»
Daneben kommt es bei Online-Bewerbungen für eine Lehrstelle auf die richtige Form an. Folgende Todsünden dürfen Jugendliche dabei nicht begehen:
- UNSERIÖSE E-MAIL-ADRESSE: Spitznamen in der Mail-Adresse gehen gar nicht. «Also bitte nicht heissehexe123», warnte Kollenberg. «Eine seriöse E-Mail-Adresse besteht aus dem Vornamen und Nachnamen, also zum Beispiel Max.Mustermann und dann der Provider.» Wer eine solche Adresse nicht besitzt, sollte sie sich vor der Online-Bewerbung unbedingt noch besorgen – kostenlose Angebote gibt es genug.
- RECHTSCHREIBFEHLER: Auch wenn der Ton und die sprachliche Form in E-Mails und Chats eher locker ist – in Online-Bewerbungen gilt das nicht. Ein laxer Umgang mit der Rechtschreibung sei daher schnell ein K.O.-Kriterium: «Die Ausbilder monieren ja ohnehin, dass viele Bewerber erhebliche Lese- und Schreibschwächen haben», sagte Jörns Kollenberg. «Durch Rechtschreibfehler in der Bewerbung disqualifiziert man sich daher schnell.» Auch komme es nicht gut an, wenn Bewerber in einer E-Mail einfach alles klein schreiben oder Smileys verwenden.
- FALSCHE ANREDE UND GRUSSFORMEL: «Hi!» ist die falsche Art, eine Online-Bewerbung zu beginnen. Auch im Internet sei die Standardformel zu Beginn des Anschreibens immer noch «Sehr geehrte Damen und Herren», erläuterte Kollenberg. Noch besser ist es, gleich den Ausbilder anzuschreiben, wenn man dessen Namen kennt. Auch ein formloser Gruß am Ende des Anschreibens ist tabu. «Man schreibt ‘Mit freundlichen Grüßen’ und nicht ‘Mfg’ oder ‘Cheers!’», sagte der Bewerbungscoach Jörns Kollenberg.
- ZU LANG: Auch, wenn eine E-Mail kein Seitenende hat – die Geduld eines Personalers ist begrenzt. Die Online-Bewerbung darf daher nicht in einen Roman ausarten. «Mehr als 1600 bis 2000 Anschläge inklusive Leerzeichen sollte das Anschreiben nicht haben», erklärte Kollenberg. Als Ausdruck dürfe es nicht länger als eine Seite sein. Am einfachsten sei es, den Text in einem separaten Programm vorzuschreiben, bevor man ihn in die E-Mail oder ein Bewerbungsformular im Internet kopiert.
- ZU VIEL: Ein «Riesenwust» von Anhängen schreckt Personaler schnell ab. «Am besten packt man Lebenslauf, Zeugnisse, Foto und andere Referenzen alle in ein Dokument und hängt das an», sagte Kollenberg. Das Anschreiben kann dabei gleich in der E-Mail stehen und muss nicht zusätzlich angehängt werden. Die Bewerbung darf außerdem nicht das Postfach des Ausbilders verstopfen – sie müsse daher insgesamt weniger als fünf Megabyte groß bleiben.
Der Bewerbungsexperte Heinz Kollenberg hat zum Thema -richtig bewerben- vor anderthalb Jahren ein Ratgeber E-book “Meine perfekte Bewerbung” zum sofort downloaden geschrieben und bietet seinen Kunden darin an, einen kostenlosen Gratis-Check der überarbeiteten Bewerbungsunterlagen per E-Mail vorzunehmen. Ein toller Service, gerade auch für Berufsanfänger. Der Preis für den Bestseller Ratgeber liegt mit 29,70 Euro weit unter dem, was normalerweise für einen solchen Service zu bezahlen ist. Sehr empfehlenswert.












