openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Kinder brauchen Vater und Mutter - auch nach Trennung oder Scheidung

13.06.200612:53 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Für ein kooperatives Familienrecht

Seit 1977 werden Ehen in Deutschland nach dem "Zerrüttungsprinzip" geschieden. Das verführt Mütter zum Machtmissbrauch und Männern hilft es, ihre Verantwortung als Vater abzustreifen.

Die letzte große Reform im Familienrecht wurde 1977 unter Bundeskanzler Helmut Schmidt abgeschlossen. Damals gab es den bekannten Wechsel vom Schuldprinzip zum wertfreien Zerrüttungsprinzip erstmals ohne Schuldzuweisung. Das Zerrüttungsprinzip betont die trennenden Faktoren, die bei Trennung oder Scheidung natürlich vorhanden sind. Verbindendes z.B. Kinder sind Teil der Konkursmasse. Die Ehe wird geschieden, niemand hat Schuld, aber der Vater kann durch Verlust seiner Elternrechte bestraft werden.




Alleiniges Sorgerecht hilft Frauen, ihre Macht auszuspielen

Etwa 338.000 minderjährige Kinder sind jährlich von Trennung oder Scheidung ihrer Eltern betroffen. Das stellt hohe Anforderungen an die soziale Kompetenz und Kooperationsfähigkeit der Eltern. Viele Familiengerichte bemühen sich heute um einvernehmliche Regelungen. Das bedeutet gemeinsame Sorgepflicht der Eltern im Regelfall und ausgewogene Umgangsregelungen für beide Eltern nahe dem 50/50-Ideal. Im besten Interesse des Kindes und der Gleichberechtigung der Eltern im Sinne des Gender Mainstream. Für das klassische Familiengericht ist das leider viel zu oft ein viel zu schwieriger Balanceakt. Durch Entscheidungen nahe der alles-oder-nichts Grenze wird der Elternkonflikt nicht gelöst, sondern konserviert. Das Recht ist gesprochen, der Fall erledigt, Revision zwecklos. "Eine regelmäßige Überprüfung übersteigt unsere Ressourcen." Nein - das war kein Zitat vom TÜV-Rheinland.


Wir brauchen ein neues Kindschaftsrecht nach einem Kooperationsmodell

Eltern müssen in einer konfliktreichen Situation Partnerschaft und Elternschaft unterscheiden. Kooperation im Sinne der Kinder muss mehr als bisher gefördert werden. Elternbeziehung, Förderkompetenz und Bindungstoleranz entsprechen dem besten Interesse des Kindes. Kinder haben keinen Einfluss auf die Rechtsposition ihrer Eltern. Aber sie haben ein Recht auf elterliche Fürsorge und auf lebendige Beziehungen zu beiden Eltern und allen Familienangehörigen (UNO-Kinderrechtekonvention, EGMR).

Hilfreich in strittigen Fällen ist auf jeden Fall eine gesetzliche Verpflichtung zu Mediation, verbunden mit einer Stärkung des Mediators. Der Mediator soll u.U. den Richter beraten. Vielleicht auch eine öffentliche Verhandlung von Sorge- und Umgangsfragen vor einem Schöffengericht. Wenn sich die Eltern über Umgang und Sorgerecht einig geworden sind, kann der Unterhalt ausgehandelt werden.

Das Kooperationsmodell ist noch nicht definiert, aber die ersten Modellprojekte haben in der Praxis sehr gute Erfahrungen gesammelt. Nun ist zu wünschen, das die gewonnenen Erkenntnisse möglichst bald allen Trennungswilligen zur Verfügung stehen.

Schuldprinzip -> Zerrüttungsprinzip -> Kooperationsmodell

http://www.vaeter-aktuell.de/kooperatives_Familienrecht.htm

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 89989
 2871

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Kinder brauchen Vater und Mutter - auch nach Trennung oder Scheidung“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Neuerscheinung - Ich will meine Kinder - Ehe, Scheidung, Katastrophe von Gerda BeckerBild: Neuerscheinung - Ich will meine Kinder - Ehe, Scheidung, Katastrophe von Gerda Becker
Neuerscheinung - Ich will meine Kinder - Ehe, Scheidung, Katastrophe von Gerda Becker
Infolge einer Trennung oder Scheidung verlieren jedes Jahr mehr als 20.000 Kinder in Deutschland den Kontakt zu einem Elternteil. Meist bleiben die Kinder bei der Mutter. In dem Buch „Ich will meine Kinder: Ehe, Scheidung, Katastrophe“ schildert die Autorin in ihrer Lebensgeschichte eine andere Konstellation. Hier wurden beide Kinder getrennt. Eins bei …
Bild: Väterrechte zu stärken heißt Familien stark machenBild: Väterrechte zu stärken heißt Familien stark machen
Väterrechte zu stärken heißt Familien stark machen
… Müttern und Großeltern aus ganz Deutschland zu demonstrieren. Der Verein möchte auf die Situation derjenigen Väter, Mütter und Großeltern aufmerksam machen, die durch Trennung und Scheidung den Kontakt zu ihren Kindern und Enkeln verloren haben, die Liebe zu ihren Kindern bleibt jedoch lebenslang. In Deutschland erhalten Väter nicht automatisch das …
Bild: Alleiniges Sorgerecht nach häuslicher GewaltBild: Alleiniges Sorgerecht nach häuslicher Gewalt
Alleiniges Sorgerecht nach häuslicher Gewalt
Beschluss des OLG Frankfurt vom 10.09.2024, Az. 6 UF 144/24 Auch nach der Scheidung teilen sich die Eltern das Sorgerecht für die Kinder, wenn das dem Kindeswohl dient. Es gibt aber auch gute Gründe, die gegen ein gemeinsames Sorgerecht sprechen, z.B. häusliche Gewalt. Dann ist es gerechtfertigt einem Elternteil das alleinige Sorgerecht zuzusprechen, …
Bild: Vorteile des Wechselmodells: Kindeswohl steht an erster StelleBild: Vorteile des Wechselmodells: Kindeswohl steht an erster Stelle
Vorteile des Wechselmodells: Kindeswohl steht an erster Stelle
Nach der Scheidung oder Trennung der Eltern leiden die Kinder häufig am meisten. „Ein Grund dafür ist, dass ihnen ein Elternteil, zumeist der Vater, praktisch entzogen wird. Häufig sehen und leben sie mit dem Vater nur jedes zweite Wochenende zusammen“, sagt Rechtsanwalt Alexander Heumann, Fachanwalt für Familienrecht aus Düsseldorf. Eine Alternative …
Familienrecht - Anordnung des Wechselmodells entgegen dem Willen eines Elternteils
Familienrecht - Anordnung des Wechselmodells entgegen dem Willen eines Elternteils
… aus Dortmund (http://www.schillbergoverkamp.de/familienrecht) vermehrt Angelegenheiten innerhalb des Familienrechts. Weitere Schwerpunkte im Familienrecht können sein: - Ehescheidung: Trennungszeit - Scheidungsantrag - Steuerliche Folgen etc. - Sorgerecht, Umgangsrecht, Aufenthaltsbestimmungsrecht - Unterhaltsrecht, Kindesunterhalt, Trennungsunterhalt, …
Bild: OLG Frankfurt zur Entziehung des SorgerechtsBild: OLG Frankfurt zur Entziehung des Sorgerechts
OLG Frankfurt zur Entziehung des Sorgerechts
Sorgerechtsentzug kein Mittel zur Sanktionierung der Eltern Das Sorgerecht für die Kinder ist bei Trennung und Scheidung ein häufiger Streitpunkt unter den Eltern. Beim Sorgerecht genießt stets das Kindeswohl Priorität. Deshalb kommt der Sorgerechtsentzug für ein Elternteil nur dann in Frage, wenn dies für das Kindeswohl erforderlich ist. Das stelle …
Scheidung: Paritätsmodell kann für Vorschulkinder sinnvoll sein
Scheidung: Paritätsmodell kann für Vorschulkinder sinnvoll sein
Das Paritätsmodell, auch Wechselmodell oder Doppelresidenzmodell genannt, beschreibt eine bestimmte Regulierung, was die Kinderbetreuung durch die Eltern nach einer Trennung oder Scheidung betrifft. So wird juristisch zwischen dem Residenz- und dem Doppelresidenzmodell (Paritätsmodell) unterschieden. Eine aktuelle schwedische Studie zeigt auf, dass das …
Keine Kinderfotos ins Netz
Keine Kinderfotos ins Netz
… nicht darüber, wie es in Fällen aussieht, in denen Fotos nur im engsten Freundes- und Bekanntenkreis zirkulieren. Dabei hätte es möglicherweise eine andere Entscheidung gegeben. Hohe Kompetenz, umfassendes Know-how und profunde Erfahrung im Familienrecht zeichnen den Familienanwalt aus. Von ihm erhalten Sie fachkundigen Rat und Hilfe in allen Fragen …
Bild: Kindesunterhalt im WechselmodellBild: Kindesunterhalt im Wechselmodell
Kindesunterhalt im Wechselmodell
… im Familienrecht berät. Wechselmodell statt Residenzmodell Dieses Unterhaltsrecht hat mit der gesellschaftlichen Entwicklung allerdings nicht Schritt gehalten. Inzwischen wird nach der Trennung oder Scheidung der Eltern häufig das Wechselmodell bevorzugt, bei dem sich Mutter und Vater etwa zu gleichen Teilen um die Betreuung ihrer Kinder kümmern. Bei …
Bild: Nach den Ferien trennen sich die meisten PaareBild: Nach den Ferien trennen sich die meisten Paare
Nach den Ferien trennen sich die meisten Paare
… dieser Lebenskrise kann der Ratgeber “Mut zur Trennung”, von Jutta Martha Beiner, besonders hilfreich sein, damit es nicht zum Rosenkrieg kommt. Die Autorin spricht sich für Scheidung mit Herzensqualitäten aus und leitet dazu an – basiert auf Forschungsergebnissen und eigener Erfahrung – wie Eltern durch eine Trennung sogar positive Kräfte für sich und …
Sie lesen gerade: Kinder brauchen Vater und Mutter - auch nach Trennung oder Scheidung