(openPR) Vernetzung nachhaltiger Mobilität
55. Kontiki-Konferenz in Stuttgart
Die Auftaktveranstaltung des Kontiki-Konferenzjahres 2016 wurde zum Thema „Vernetzung nachhaltiger Mobilität“ veranstaltet. Fachpublikum aus der gesamten Bundesrepublik und dem benachbarten Ausland reiste in die baden-württembergische Landeshauptstadt Stuttgart, um sich über das breit gefächerte Themengebiet „multimodal und immer vernetzt“ auszutauschen.
Vor dem Hintergrund der weiter wachsenden Zahl der Bewohner in Ballungszentren und den sehr sporadischen Verteilungen in ländlichen Räumen, den damit steigenden Verkehrsanforderungen, stellt nicht nur die Umweltwirkung des Verkehrs auf Mensch und Natur eine Herausforderung für die Akteure da: Verbundregionen mit viel ländlichen Raum haben andere Anforderung an technische Lösungen als hoch frequentierte urbane Räume.
Ziel einer modernen Verkehrsplanung muss es sein, die gesellschaftlich notwendige Mobilität möglichst nachhaltig zu gestalten. Dafür müssen Strategien und Konzepte entwickelt werden, mit denen die Mobilitätsbedürfnisse der Menschen -überregional wie regional flexibel unterwegs zu sein- bedient werden.
Vernetzung ist ein wichtiger Teilaspekt im Gefüge der notwendigen Komponenten für Verkehrsplaner. Das bezieht Städte, Landkreise und Regionen genauso mit ein, wie auch Verkehrsunternehmen und Dienstleistungsanbieter.
Ein deutlich verändertes Nutzungsverhalten der User durch Internet, Smartphone und App auch in Bezug auf Mobilität spiegelt den gesellschaftlichen Trend, der da heißt: „benutzen statt besitzen“ wieder.
Wie wird Mobilität der Zukunft aussehen und wie werden die Verkehrsakteure den neuen Trends gerecht? Wie kann gut vernetzte Mobilität in der Stadt aufgebaut und organisiert werden? Und wie geht das auf dem Land?
Diese Fragen wurden in den Vorträgen behandelt und zwischen den Teilnehmern, ob im Plenum oder Kaffeepause ausgetauscht.
Längerfristig ausgerichtet, müssen Stadtentwicklungskonzepte, Nahverkehrsplanung, Flächennutzungspläne und Klimaschutzkonzepte, sowie die Berücksichtigung des zu erwartenden gesellschaftlichen Bedarfs stärker miteinbezogen werden. Gleichzeitig müssen rechtliche Rahmenbedingungen für Entwicklungen in der Zukunft geschaffen werden, beispielsweise für autonomes Fahren.
Ein breites Spektrum an Lösungsansätzen wurde von den Konferenzteilnehmern hierzu vorgestellt und diskutiert.
Am Beispiel der Modellregion Stuttgart wurde deutlich wohin die Reise gehen kann und wie vielfältig die Ansatzpunkte sein müssen, um spürbare Effekte zu erzielen.
Intensiviert wurden Themenbereiche in den Foren, in denen verschiedene Anwendungen demonstriert wurden.
Im Forum 1 wurde die praktische Anwendung der Apps von moovel und Car2go anschaulich vorgestellt. Um eine wesentliche Anmeldehürde zu nehmen, wird zukünftig eine Anmeldung durch das fotografieren des Führerscheins, in Kombination mit einem Selfie möglich sein. Auch die Erfassung der Kreditkartendaten wird künftig per Smartphone Scan über die Kamera erfolgen.
Forum 2 befasste sich mit den Fragestellungen zum zentralen Kartenmanagement für unterschiedliche Dienstleistungen:
• was sind die Aufgaben und wie kommuniziert die zentrale Ausgabestelle
• wie funktioniert die Kartensperre und wie die Erstellung der Ersatzkarte,
• welche Prozesse konnten mit den zahlreichen Partnern automatisiert werden, obwohl die Partner unterschiedliche technische Systeme haben
• Umgang mit Daten generell und im Besonderen
Ein Vortrag, der sehr konkret die Fallstricke und sie Schwierigkeiten beim Ticketing ansprach, wurde in Forum 3 zum „Ticketing der Zukunft – (((eSIM ready to go“ gehalten.
Umgesetzte Lösungen und angedachte Lösungsideen wurden vorgestellt.
In der anschließenden Diskussion konnten Fragen offen besprochen werden.
Weitere Informationen unter: www.kontiki.net (alle Präsentationen im geschützten Bereich für Mitglieder und Konferenzteilnehmer online)
Die nächste Konferenz mit dem Titel: „Der Preis macht´s hei?, findet am 16. – 17. Juni 2016 in Duisburg statt.







