(openPR) Warburg, 07.04.2016 – Zahlreiche Lebensmittelskandale haben den Verbraucher ver-unsichert und Forderungen nach mehr Produktinformation laut werden lassen. Dennoch erfährt er nur selten, wer am Anfang der Wertschöpfungskette stand und das Nahrungsmittel hergestellt bzw. erzeugt hat. Transparenz? Fehlanzeige! Doch es geht auch anders, wie verschiedene Bio-Unternehmen zeigen.
Zutatenverzeichnis, Füllmenge, Mindesthaltbarkeitsdatum: Das sind nur einige der Angaben, die auf Lebensmitteletiketten verpflichtend sind. Doch spätestens seit „regional“ zum Trendbegriff avanciert ist, wollen Verbraucher auch wissen, woher das Lebensmittel und die verwendeten Rohstoffe genau stammen. Handelsmarken verraten oft aber nur den Standort des Händlers. Für den Verbraucher ist es demnach gar nicht oder schwer erkennbar, welcher Betrieb bzw. welche Betriebe wirklich dahinter stecken.
Dass es auch anders geht, zeigt das Beispiel der Eigenmarken von Naturkost Elkershausen. Bereits 2012 führte der Naturkostgroßhändler seine Marke „Für euch nah“ ein, für die sieben Bio-Landwirte die Rohware liefern. Und das schlägt sich auch auf der Verpackung nieder: Auf der Vorderseite ist dort unübersehbar zu lesen, welcher Bio-Landwirt die Ware erzeugt hat und wo der Betrieb liegt. Auf der Rückseite bekommen die Verbraucher dieselbe Information über die Abpackstation. Dasselbe Prinzip nutzt Naturkost Elkershausen nun auch für die neue Eigenmarke „VON“. Der Vorteil dieser klaren Etikettierung liegt auf der Hand: Sie macht die Wertschöpfungskette vom Rohstoff bis zum fertigen Produkt transparent.
Doch nicht bei allen Produkten lässt sich Transparenz so einfach auf der Verpackung umsetzen. Eine Molkerei zum Beispiel kann nicht genau sagen, von welchem Landwirt die Milch in der Verpackung stammt. Hier bedeutet Transparenz, deutlich zu machen, wer die Milchlieferanten sind. Die Upländer Bauernmolkerei hat beispielsweise auf ihrer Homepage eine Karte mit ihren Milchlieferanten veröffentlicht. Außerdem gibt es Hofporträts von den Milchbauern, aus denen hervorgeht, wie groß der Betrieb ist, wie viele Tiere sie haben oder wie weit die Entfernung zur Upländer Bauernmolkerei ist.
Daneben gibt es Initiativen, die eine neue Transparenz herstellen: So beteiligen sich Bio-Unternehmen wie die Bio-Mühle Eiling an der Qualitäts- und Rückverfolgbarkeitsinitiative „Bio mit Gesicht“, um einen lückenlosen Herkunftsnachweis ihrer Produkte zu liefern. Jeder Mehlsack und später jedes Produkt wird mit der „Bio mit Gesicht“-Nummer der Mühle versehen und der Verbraucher kann über Eingabe dieser Nummer erfahren, woher das verarbeitete Getreide kommt.
Am Ende profitiert jedoch nicht nur der Verbraucher von mehr Transparenz: Auch Erzeuger und Händler erhalten eine neue Wertschätzung für ihre Produkte. Sie können so zeigen, wie viel Arbeit hinter der Produktion ihrer Lebensmittel steckt.
Bildmaterial:
Weitere Bilder inklusive Bildunterschriften finden Sie unter:
http://www.biofair-vereint.de/neuigkeiten-ueber-bio-und-fair/presse/bio-unternehmen-machen-die-wertschoepfungskette-transparent.html
Weiterführende Informationen:
Mehr zur Eigenmarke von Naturkost Elkershausen unter: http://www.biofair-vereint.de/regional/unternehmenskultur/handel-macht-marke-oekolandwirte-den-inhalt.html
Mehr zur Teilnahme der Bio-Mühle Eiling an „Bio mit Gesicht“ unter: https://biomuehle-eiling.de/biomehl/herkunft-getreide/
Mehr zur Transparenz der Milchlieferanten der Upländer Bauernmolkerei: http://www.bauernmolkerei.de/bio-bauern/unsere-bio-bauern-in-ihrer-naehe.html











