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Neue Wege zur Vorbeugung von Migräne

12.06.200612:33 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Neue Wege zur Vorbeugung von Migräne
Häufige Migräneattacken lassen sich durch eine medikamentöse Vorbeugung verringern.
Häufige Migräneattacken lassen sich durch eine medikamentöse Vorbeugung verringern.

(openPR) Nach Schätzungen der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft leidet etwa jeder zehnte Deutsche an Migräne. Seit der Einführung der Triptane vor etwa 15 Jahren stehen zwar wirksame Schmerzmittel zur akuten Behandlung der Beschwerden zur Verfügung. „Wer diese aber zu häufig einnimmt, riskiert einen Kopfschmerz durch Medikamentenübergebrauch“, berichtet Dr. Martin Gessler, Schmerztherapeut und Facharzt für Neurologie und Psychiatrie aus München. Deshalb sei es sinnvoll, die Attackenhäufigkeit durch einen prophylaktische Behandlung zu verringern, so der Experte weiter. Mit dem seit August 2005 verfügbaren Wirkstoff Topiramat gibt es nun eine weitere Möglichkeit zur Vorbeugung von Migräneattacken.

„Wissenschaftliche Daten haben gezeigt, dass der Wirkstoff bei jedem zweiten Patienten die Migräneattacken um die Hälfte vermindert. Jeder vierte Patient hatte sogar 75 Prozent weniger Attacken“, erläutert der Schmerzexperte. Topiramat wirkt dabei wie ein Schutzschild: Die Übererregbarkeit der Großhirnrinde wird gesenkt. Außerdem bremst der Wirkstoff die für Migräne typische Schmerzkaskade.

Patienten, die häufiger als zwei Mal im Monat an Migräne leiden, die an mehr als zehn Tagen pro Monat Schmerzmittel einnehmen, deren Attacken sehr schwer sind, mit zum Beispiel lang anhaltenden Auren, oder länger als 72 Stunden anhalten, sollten sich um eine Vorbeugung kümmern. „Dadurch kann das Risiko einer Chronifizierung der Migräne vemindert werden“, erklärt der Münchener Schmerzexperte weiter. An eine Vorbeugung ist auch dann zu denken, wenn die Nebenwirkungen der Akutmittel nicht toleriert werden oder der Leidensdruck der Patienten sehr hoch ist, ergänzt Gessler.

Während der Therapie sollte ein Kopfschmerzkalender geführt werden, um den Verlauf zu kontrollieren. Ist die Vorbeugung erfolgreich, kann der Wirkstoff in Absprache mit dem behandelnden Arzt nach sechs bis zwölf Monaten langsam abgesetzt werden. Treten die Attacken wieder häufiger auf, ist es kein Problem, einen neuen Therapiezyklus zu beginnen.

Weitere Informationen enthält die Broschüre „Migräne – vorbeugen und behandeln“, die mit einem adressierten und mit 1,45 € frankierten DIN-A5-Rückumschlag kostenlos beim Deutschen Grünen Kreuz e. V., Stichwort: Migräne, Postfach 1207, 35002 Marburg, angefordert werden kann. Die Broschüre steht auch als pdf-Datei unter www.forum-schmerz.de zum Ausdruck oder Download zur Verfügung.

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