(openPR) Robert Klemm, frisch umgeschulter Fachmann für Lagerlogistik, tes-tet das „Inklusive Frühstück“ und geht auf die Suche nach seinem zu-künftigen Arbeitgeber
Die FAW Cottbus betreut seit 2011 im Rahmen des Reha-Managements den heute 31-jährigen Robert Klemm. Das Reha-Management soll Men-schen mit Behinderung am gesellschaftlichen Leben teilhaben lassen. Eine entscheidende Rolle spielt dabei die berufliche Integration.
Robert Klemm hatte ursprünglich eine Ausbildung zum Dachklempner ab-solviert, musste jedoch 2006 am Knie operiert werden. Seitdem durchläuft er eine berufliche Neuorientierung.
Im Laufe der Zeit kam es zu weiteren körperlichen und psychosozialen Ein-schränkungen, so dass ein Behinderungsgrad von 60 resultierte. Dank der Betreuung der FAW in den letzten 4 Jahren, kann eine positive Entwicklung von Robert Klemm verzeichnet werden. Er hat sich in der Orientierungspha-se des Reha-Managements auf den kaufmännischen Bereich spezialisiert und erhielt psychosoziale Betreuung durch die Reha- und psychologischen Fachkräfte. Nach der Stabilisierungsphase konnte er, mit Hilfe von Stützun-terricht und einer intensiven Prüfungsvorbereitung durch die FAW, eine Umschulung zur Fachkraft für Lagerlogistik absolvieren. Im Januar 2016 schloss Robert Klemm den Fachmann für Lagerlogistik ab und wird seit dem in Phase 3 des Reha-Managements begleitet. In dieser Phase geht es um die Integration des Teilnehmers in den ersten Arbeitsmarkt. Hierbei erhält er ein professionelles Bewerbungstraining und wird für Vorstellungsgespräche gecoacht. Sein gelerntes Wissen kann Robert Klemm, unter Betreuung seiner Reha-Fachkraft, beim inklusiven Frühstück unter Beweis stellen.
Das Projekt „Inklusives Frühstück“
Das „Inklusive Frühstück“ ist eines der vielen Projekte, die seit 2013 durch den Arbeitskreis „Inklusion“, angeleitet durch die Agentur für Arbeit, ins Le-ben gerufen wurden. Dabei geht es um das Zusammenführen von Arbeit-gebern und Bewerbern in einer ungezwungenen Atmosphäre, damit ein Gespräch auf Augenhöhe erreichen zu können. Dies findet in Form eines Frühstücks statt. So haben Arbeitgeber die Gelegenheit, die Bewerber in einem anderen Rahmen kennen zu lernen und sich von ihren Fähigkeiten zu überzeugen. Aber auch umgekehrt können die Bewerber sich von den unterschiedlichsten Ausstellern bzw. Arbeitgebern inspirieren oder sich in ihrem Berufswunsch verfestigen lassen. Junge Erwachsene, die ihre beruf-liche Zukunft im handwerklichen Bereich sehen, haben die Gelegenheit ein „Meisterstück“, also ein selbst hergestelltes Musterobjekt, mitzubringen und von ihren Fähigkeiten in z.B. der Holz- oder Metallverarbeitung zu überzeu-gen.
Daneben stellen sich auch Dienstleistungsunternehmen (z.B. Gebäuderei-nigung, Hotel- und Gastgewerbe, Altenpflegeeinrichtungen, Hauswirt-schaftsunternehmen), KFZ-Betriebe, Einrichtungen aus dem Gesundheits-wesen oder Schulen und Arbeitsvermittler vor. Hierzu zählt auch die FAW Cottbus, die über Unterstützungs- und Fördermöglichkeiten informiert oder auch bei Bewerbergesprächen unterstützend zur Seite steht.
Seit 2013 existiert dieser Arbeitskreis „Inklusion“, in dem die FAW Cottbus aktiv beteiligt ist. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Akademie Cott-bus haben unter anderen das Logo (auf dem Foto zu sehen) und somit das Aushängeschild des Arbeitskreises entworfen.
Fazit über den Besuch des inklusiven Frühstücks von Robert Klemm
Der Reha-Management Teilnehmer Robert Klemm war überwältigt von der großen Anzahl der Besucher. Gut vorbereitet, seriös gekleidet und mit meh-reren Bewerbungsmappen ausgestattet, hatte er die Gelegenheit mit ver-schiedenen Arbeitsgebern zu sprechen. „Es ist ein gutes Gefühl mich als Fachkraft für Lagerlogistik vorstellen zu können und gleichzeitig zu wissen, dass meine Reha-Fachkraft in der Nähe ist. Viele Betriebe haben Fragen, aufgrund meines Behinderungsgrads und eventueller Einschränkungen im Arbeitsleben.“ Mit einem Arbeitgeber ist Robert Klemm intensiver in ein Ge-spräch gelangt. Dieser ist Edelstahlhersteller, der sein Lager aufstocken möchte und ab Juli oder August Mitarbeiter sucht. Beide waren von einander positiv angetan und tauschten Kontaktdaten aus. Besonders überzeugen konnte Herr Klemm dadurch, dass er bereits Erfahrungen im Edelstahl-bereich vorweisen kann. In 6 – 8 Wochen möchte sich der Arbeitgeber mel-den und einen Termin für ein Probearbeiten vereinbaren. Das „Inklusive Frühstück“ hat in den Augen von Herrn Klemm eine sehr gute Atmosphäre geschaffen, um ungezwungen mit den Betrieben in ein Gespräch zu kom-men. Aus eigener Kraft bzw. eigenem Engagement wäre er vermutlich nicht an diesen Arbeitgeber gelangt.









