(openPR) Niestetal / Kassel 24.03.2016 Die Human-FMEA ist eine vorbeugende Methode zur Vermeidung oder Verringerung menschlicher Handlungsfehler und sich daraus ergebender Fehler bei Produkten und Dienstleistungen.
Menschliche Fehler in ISO 9001:2015
Die neue ISO 9001:2015 fordert in Punkt 8.5.1 Steuerung der Produktion und Dienstleistungserbringung, daß diese unter beherrschten Bedingungen durchgeführt werden müssen. Neu ist für beherrschte Bedingungen die Durchführung von Maßnahmen zur Verhinderung menschlicher Fehler, genauer Verhinderung menschlicher Handlungsfehler. Ursachen und Auswirkungen menschlicher Handlungsfehler lassen sich durch die vorbeugend wirkende Human-FMEA nachhaltig und wirksam vermeiden.
Belastung und Beanspruchung
Menschliche Handlungsfehler können bei Tätigkeiten von Menschen auftreten oder verstärkt werden, wenn negative Arbeitsbedingungen vorliegen. Die Gestaltung von Arbeitsorganisation, Aufgabe,
Infrastruktur, Prozess- oder Arbeitsumgebung und personellen Leistungsvoraussetzungen steht für mögliche Belastungen, die auf den Menschen von außen physisch, psychisch und sozial einwirken. Aus diesen Belastungen ergeben sich Beanspruchungen des Menschen. Höhe, Dauer und Zusammensetzung der einzelnen Belastungsanteile bestimmen die sich individuell ergebende Beanspruchung. Gleiche Belastungen führen zu unterschiedlichen Beanspruchungen – in Abhängigkeit von individuellen Eigenschaften wie Alter, Geschlecht, körperlichem Befinden, Fertigkeiten und Kompetenz. Negative Beanspruchungen können zu menschlichen Handlungsfehlern führen oder diese verstärken. Die Auswirkungen von menschlichen Handlungsfehlern sind fehlerhafte Produkte oder Dienstleistungen.
Human-FMEA
Die Human-FMEA betrachtet die Wirkungskette Belastungen, Beanspruchung, menschliche Handlungsfehler und fehlerhafte Produkte oder Dienstleistungen. Die Human-FMEA geht damit über den Ansatz der technischen FMEA hinaus. Der Mensch als wesentlicher Faktor der Wertschöpfung steht im Mittelpunkt. Ziel der Human-FMEA ist es, durch eine am Menschen orientierte Gestaltung der Arbeitsumgebung das Auftreten von Handlungsfehlern und Produktfehlern zu vermeiden oder zu verringern. Die Human-FMEA konzentriert sich dabei auf die jeweils kritischen Punkte und wird in den drei Schritten Produktfehleranalyse, Handlungsfehler-Ursachenanalyse und Gestaltungsanforderungen mit Maßnahmenumsetzung durchgeführt.
Die Human-FMEA betrachtet verschiedene Handlungsfehler bei den Schritten Vorbereitung, Ausführung und Kontrolle von Handlungen. Bestimmte Handlungsfehler treten nur bei bestimmten Schritten der Handlung auf. Einige Handlungsfehler können bei allen Schritten der Handlung auftreten. Die einzelnen Schritte Vorbereitung, Ausführung und Kontrolle können wieder in Vorbereitung, Ausführung und Kontrolle untergliedert werden.
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