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Weltweite Cyberangriffe auf Großbanken

17.03.201616:28 UhrIT, New Media & Software

(openPR) Wien, 17. März 2016. Ein Cyberangriff auf eine Zentralbank, der erstmals zu einem Millionenschaden führte, wurde gerade bekannt: die Zentralbank von Bangladesch verlor dabei 80 Millionen USD. Aus dem internen Netzwerk wurden Legitimationsdaten entwendet mit denen mehrere Überweisungen von der New York Federal Reserve Bank an Konten auf den Philippinen ausgeführt wurden.



„Der Cyberangriff auf eine Zentralbank markiert eine neue Dimension von erfolgreichen Angriffen auf die IT von Banken. Er ist das Resultat von dem, was sich weltweit immer häufiger formiert: hochprofessionelle Hackergruppen, die auf das Eindringen in die IT von Banken spezialisiert sind. Sie investieren viel Zeit und Ressourcen in die Angriffsvorbereitung und gestalten immer komplexere Angriffe. Die IT Security Teams von Banken werden in ein immer härteres Wettrennen verwickelt, welches „nur die Fittesten“ gewinnen“, so Harald Reisinger, Geschäftsführer von RadarServices, Europas führendem Anbieter von IT Security Monitoring als Managed Service.

Die Liste der kürzlich geschehenen Angriffe auf Banken ist lang. Im Februar 2016 berichtete das russische Innenministerium, eine 50-köpfige Hackergruppe festgenommen zu haben, die massive Angriffe auf das gesamte russische Bankensystem und das internationale Zahlungssystem, insbesondere SWIFT, planten. Ebenfalls im Februar wurden Angriffe auf die ICICI Bank, eine der größten Banken Indiens, bekannt. Im Dezember letzten Jahres wurden Angriffe auf die türkischen Banken Isbank, Garanti und Ziraat Bank berichtet. Weiterhin wurden drei griechische Großbanken und die griechische Zentralbank attackiert. Angriffsziel waren in 2015 auch die Europäische Zentralbank, mehrere britische Banken, die Bank of China und die Bank of East Asia. Der wohl größte Angriff aller Zeiten, Carbanak, betraf mehr als 100 Banken unter anderem in Russland, den USA, Japan, der Schweiz und den Niederlanden. Die Liste der Angriffe aus 2015 ist nicht abschließend. Insbesondere ist davon auszugehen, dass Banken im deutschsprachigen Raum wesentlich mehr betroffen sind als es der Öffentlichkeit bekannt wurde. Grund für die bedingte Sichtbarkeit von Angriffen sind die derzeit noch fehlenden Meldepflichten für Cyberangriffe. Sie werden erst im Rahmen des zukünftigen IT-Sicherheitsgesetzes in Deutschland bzw. der Richtlinie für Netz- und Informationssicherheit (network and information security – NIS) in Europa eingeführt.

Die Angriffsarten sind extrem vielfältig. Sie reichen vom Einsatz von Phishing Malware über DDoS-Angriffen in Kombination mit Lösegeldforderungen in Form von Bitcoins, das Ausnutzen von Wartungszugängen bis hin zum monatelangen Ausspionieren von Schwachstellen in der IT oder von Bankmitarbeitern, die die Angreifer zu Legitimationsdaten für Auszahlungen an Geldautomaten oder auf ausländische Konten führen.

„Das Schutzniveau der IT von Banken und Zentralbanken ist im Vergleich zu anderen Branchen hoch. Die regulatorischen Anforderungen sind ein Grund dafür, der drohende Imageschaden in der Öffentlichkeit ein anderer. Die Gefahren bestehen dennoch täglich fort, denn die Motivation von Hackern rund um den Globus ist extrem hoch. Ohne eine allumfassende Überwachung der gesamten IT-Landschaft in Echtzeit an 24 Stunden am Tag und 7 Tagen in der Woche sollte jeder IT-Sicherheitsverantwortliche einer Bank heute schlaflose Nächte haben“, so Reisinger.

Die Überwachung der IT-Landschaft umfasst das Sammeln und die Analyse sämtlicher potenziell risikorelevanter Informationen zu Schwachstellen, dem Verhalten von IT-Systemen auf Basis des Netzwerkdatenverkehrs sowie Logs. Die große Menge dieser Informationen muss auf die tatsächlich bedeutsamen Ereignisse verdichtet werden. Dazu dient eine regel- und verhaltensbasierte Analysemethode mittels „Advanced Correlation Engine“. Durch die Anwendung statistischer Modelle, rekursiver Methoden und selbstlernender Algorithmen wird zwischen normalem und abnormalem Verhalten von IT-Systemen unterschieden. Somit bieten diese Erkennungssysteme erstmals effektive Methoden, um auch komplexe Cyberattacken, deren Vorbereitung und Durchführung mitunter Wochen oder Monate in Anspruch nimmt und eine Vielzahl unterschiedlicher Systeme betrifft, zu erkennen. Im letzten Schritt ist die „Komponente Mensch“ entscheidend. Experten verifizieren die sicherheitsrelevanten Ereignisse und führen sie einem geordneten Behebungsprozess zu. Je nach Kritikalität des festgestellten Incidents sollten dann Maßnahmen unterschiedlich schnell ergriffen werden.

Sind Cyberangriffe wie im Falle der Zentralbank von Bangladesch erfolgreich, liegt das entweder an einer nicht funktionierenden Gesamtüberwachung der IT-Landschaft, einer mangelhaften Analyse der sicherheitsrelevanten Ereignisse oder an nicht ordnungsgemäß ablaufenden Prozessen, die auf die Entdeckung von Sicherheitsproblemen folgen sollten. „Es ist leider davon auszugehen, dass in den kommenden 12 Monaten weitere große Angriffe auf Banken erfolgreich durchgeführt und auch bekannt werden, denn das Wettrennen zwischen Hackergruppen und IT Security Teams in Banken ist weiterhin in vollem Gang“, so Reisinger abschließend.

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