openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Die Chancen moderner Krebsmedizin

24.02.201614:31 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Die Chancen moderner Krebsmedizin
Bild: Deutsche Krebshilfe
Bild: Deutsche Krebshilfe

(openPR) Innovative Therapien für den individuellen Patienten

Derzeit tauschen sich in Berlin Ärzte und Wissenschaftler auf dem 32. Deutschen Krebskongress über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen der Krebsmedizin aus - der DKK ist der größte onkologische Fachkongress im deutschsprachigen Raum. Als roter Faden durch das wissenschaftliche Programm zieht sich das Konzept der sogenannten P4-Medizin des US-Biomediziners Leroy Hood. Er beschreibt eine moderne Medizin, deren Kerngedanke es ist, wirksam Krankheiten vorzubeugen, mittels fortschrittlicher Methoden präzise Diagnosen zu stellen und innovative, individuell auf den Patienten abgestimmte Therapien zu entwickeln. Der Patient selbst soll Teil des Behandlungsteams sein und aktiv an seiner Genesung mitwirken, beispielsweise bei wichtigen Therapieentscheidungen.



„Dafür stehen die vier P: präventiv, personalisiert, präzise und partizipativ“, so die Kongresspräsidentin Professor Dr. Angelika Eggert im Rahmen der Auftaktpressekonferenz. „Wir haben dieses Motto gewählt, weil uns die P4-Medizin die große Chance bietet, uns im Sinne des Patienten von einer eher reaktiven zu einer proaktiven und individualisierten Medizin hin zu bewegen.“ Die Entwicklung und Anwendung solch einer personalisierten Medizin wäre der Anfang eines grundlegenden Wandels in der Versorgung krebskranker Menschen.

Dies beginnt schon bei der Diagnose: „Momentan verlassen wir uns bei der Diagnosestellung noch weitgehend auf Techniken, die an der Oberfläche der Zelle haltmachen. Wir betrachten den Tumor gewissermaßen von außen“, betonte Professor Dr. Wolff Schmiegel, Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft. „Wir brauchen eine Diagnostik, die es uns ermöglicht, auch in die erkrankte Zelle hineinzuschauen. Nur so können wir die deregulierten Signalwege in einer Krebszelle identifizieren, und nur dann können wir den Patienten maßgeschneidert behandeln.“

Doch auch genaue Voraussagen über Krankheitsverlauf und Therapieerfolg sind ein wichtiger Teil der personalisierten Medizin, wie der Kongressvizepräsident Professor Dr. Ulrich Keilholz erläuterte: „Tumoren besitzen charakteristische Merkmale – wie etwa Veränderungen im Erbgut – oder sondern bestimmte Eiweiße ab, die im gesunden Gewebe normalerweise nicht vorkommen. Diese Tumormarker lassen sich dann beispielsweise im Blut oder Urin eines Patienten nachweisen.“ Anhand bestimmter Marker lasse sich etwa individuell feststellen, wie aggressiv sich ein Tumor im jeweiligen Patienten verhalten wird. „Moderne Techniken erlauben es uns, Tumorproben molekular zu charakterisieren und auf diese Weise neue Tumormarker zu identifizieren.“

Anhand der Forschungsergebnisse der Wissenschaftler um Professor Dr. Matthias Fischer von der Universitätskinderklinik zu Köln wird deutlich, wie wichtig die genaue molekulare Charakterisierung von Tumoren für die Entwicklung verbesserter Therapien ist. Der Mediziner untersucht genetische Veränderungen im Neuroblastom, das zu den häufigsten Tumorarten im Kindesalter gehört. In manchen Fällen bildet sich das Neuroblastom ohne jegliche Therapie komplett zurück, bei anderen Patienten jedoch schreitet es trotz Therapie unaufhaltsam voran. Die Gründe dafür waren bisher weitgehend unbekannt. Die Kölner Wissenschaftler konnten nun die genetischen Veränderungen, die zu einem aggressiven Krankheitsverlauf führen, identifizieren. „Unsere Erkenntnisse verändern unser Verständnis der Entwicklung des Neuroblastoms fundamental und könnten in Zukunft Diagnostik und Therapie des Neuroblastoms maßgeblich beeinflussen“, so Professor Fischer.

Dr. Fritz Pleitgen, Präsident der Deutschen Krebshilfe, hält es für wichtig, bei allen Diskussionen zu den verschiedenen Themenkomplexen des Kongresses immer die Patientenbelange im Blick zu haben. Dabei dürfe auch der zwischenmenschliche Aspekt der Krebsmedizin nicht vernachlässigt werden. „Der Krebspatient von heute möchte als aktiver, gleichberechtigter Partner angesprochen werden. Die traditionell geprägte Arzt-Patient-Beziehung ist ein Auslaufmodell – der paternalistisch handelnde Arzt hält den heutigen Herausforderungen nicht mehr stand. Die Patienten wollen aktiv zu einer Verbesserung des Krankheitsverlaufes beitragen und mitentscheiden.“ Hierbei gelte es insbesondere, die kommunikativen Kompetenzen von Ärzten und anderen Heilberuflern zu verbessern sowie die Gesundheitskompetenz der Allgemeinbevölkerung und insbesondere der Krebspatienten zu stärken.

Der Deutsche Krebskongress 2016
Der 32. Deutsche Krebskongress findet vom 24. bis 27. Februar 2016 in Berlin statt. Unter dem Motto „Krebsmedizin heute: präventiv, personalisiert, präzise und partizipativ“ informieren sich Experten über die jüngsten wissenschaftlichen und gesundheitspolitischen Entwicklungen und diskutieren ihre Aufgaben von heute und morgen. Der größte und wichtigste deutschsprachige Kongress zur Krebsdiagnostik und -therapie wird von der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Krebshilfe gemeinsam ausgerichtet. Die gebündelte Kompetenz der beiden Organisationen ermöglicht es, den alle zwei Jahre stattfindenden Kongress thematisch und organisatorisch weiterzuentwickeln. Der DKK 2016 wird werbefrei sein und weder von der pharmazeutischen Industrie noch von Medizinprodukte- und -geräteherstellern oder artverwandten Branchen unterstützt.

Die Ausrichter – starke Partner im Kampf gegen Krebs
Die Deutsche Krebsgesellschaft e. V. (DKG) – eine Nachfolgeorganisation des 1900 gegründeten „Comité für Krebssammelforschung“ – ist die größte wissenschaftlich-onkologische Fachgesellschaft im deutschsprachigen Raum. Die über 7.500 Einzelmitglieder in 24 Arbeitsgemeinschaften, die 16 Landeskrebsgesellschaften und 36 Fördermitglieder sind in der Erforschung und Behandlung von Krebserkrankungen tätig. Die DKG engagiert sich für eine Krebsversorgung auf Basis von evidenzbasierter Medizin, Interdisziplinarität und konsequenten Qualitätsstandards und ist Mitinitiatorin des Nationalen Krebsplans. www.krebsgesellschaft.de

Die Deutsche Krebshilfe wurde am 25. September 1974 von Dr. Mildred Scheel gegründet. Ziel der Stiftung ist es, die Krebskrankheiten in all ihren Erscheinungsformen zu bekämpfen. Nach dem Motto „Helfen. Forschen. Informieren.“ fördert die Organisation Projekte zur Verbesserung der Prävention, Früherkennung, Diagnose, Therapie, medizinischen Nachsorge und psychosozialen Versorgung, einschließlich der Krebs-Selbsthilfe. Die Deutsche Krebshilfe ist der wichtigste private Geldgeber auf dem Gebiet der Krebsforschung in Deutschland. Sie ist ebenfalls Mitinitiatorin des Nationalen Krebsplans. www.krebshilfe.de

Berlin, 24. Februar 2016

Pressekontakt Deutsche Krebsgesellschaft e. V.
Dr. Katrin Mugele
Tel: +49 (0)30 322 9329-60
E-Mail

Renate Babnik
Tel: +49 (0)30 322 9329-25
E-Mail


Pressekontakt Stiftung Deutsche Krebshilfe
Dr. med. Svenja Ludwig, M.A.
Tel: +49 (0)228 72990-270
E-Mail

Christiana Tschoepe
Tel: +49 (0)228 72990-273
E-Mail

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 892269
 671

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Die Chancen moderner Krebsmedizin“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Deutsche Krebshilfe

Bild: Darmkrebs: Frauen und Männer erkranken unterschiedlichBild: Darmkrebs: Frauen und Männer erkranken unterschiedlich
Darmkrebs: Frauen und Männer erkranken unterschiedlich
_Deutsche Krebshilfe stellt neues Projekt zu geschlechtersensibler Medizin vor_ Bonn/Dresden (ast) – Brauchen Frauen und Männer mit Darmkrebs unterschiedliche Therapien? Forschende des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT)/Universitäts KrebsCentrums (UCC) in Dresden gehen nun dieser bislang kaum beachteten Frage nach. Denn Darmkrebs ist nicht nur eine der häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Er verläuft bei Frauen und Männern oft unterschiedlich, wird teils später erkannt und führt zu verschiedenen Nebenwirkungen bei der Be…
Bild: Deutsche Krebshilfe fördert bundesweit 25 PatientenkongresseBild: Deutsche Krebshilfe fördert bundesweit 25 Patientenkongresse
Deutsche Krebshilfe fördert bundesweit 25 Patientenkongresse
_Veranstaltungen erweitern kostenfreies und unabhängiges Informationsangebot der Organisation_ Bonn (mas) – Die Diagnose Krebs wirft viele Fragen auf. Krebspatientinnen und -patienten sowie Angehörige sind häufig verunsichert, haben Ängste oder Sorgen. Die Deutsche Krebshilfe steht Betroffenen in dieser Zeit mit Rat und Hilfe zur Seite. Neben ihrem telefonischen Informations- und Beratungsdienst – dem INFONETZ KREBS – und den Blauen Ratgebern sowie weiteren Patienteninformationen fördert die Deutsche Krebshilfe regionale Patientenkongresse –…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Oncotherm verstärkt Engagement für Hyperthermie in Südkorea.Bild: Oncotherm verstärkt Engagement für Hyperthermie in Südkorea.
Oncotherm verstärkt Engagement für Hyperthermie in Südkorea.
… darauf, wie ein High-Tech Land wie Korea eine Brücke schlägt zwischen sanfter Medizintechnik und konventionellen Verfahren“, so Prof. Dr. Szász. Auch die Krebsmedizin in Korea nutzt die Chancen eines multimodalen Behandlungskonzeptes, in dem die Wärmetherapie mit chemo- und strahlentherapeutischen Verfahren kombiniert werden kann. Das zeige auch die …
15.000 Krebsexperten werden zum ECCO 15 –ESMO 34 in Berlin erwartet
15.000 Krebsexperten werden zum ECCO 15 –ESMO 34 in Berlin erwartet
… größter Krebskongress, der ECCO 15 –ESMO 34, ist eines der zentralen internationalen Foren für den Austausch unter Ärzten, Wissenschaftlern und den weiteren Akteuren in der Krebsmedizin. Der ECCO 15-ESMO 34 findet von Sonntag, 20. September bis Donnerstag, 24. September 2009 im ICC Berlin statt. Etwa 15.000 Experten der Krebsdiagnostik und -behandlung …
Bild: Krebsmedizin zukunftsweisend gestalten – Deutscher Krebskongress 2026Bild: Krebsmedizin zukunftsweisend gestalten – Deutscher Krebskongress 2026
Krebsmedizin zukunftsweisend gestalten – Deutscher Krebskongress 2026
… vier Tagen diskutieren rund 10.000 Teilnehmende aus Wissenschaft, Medizin, Pflege, Gesundheitswesen, Politik und Vertreter*innen der Selbsthilfe die Herausforderungen der modernen Krebsmedizin. Wie können Fachpersonal und Patient*innen Hand in Hand arbeiten? Welche Chancen bieten innovative, zielgerichtete Diagnose- und Therapiemethoden? Und wie bleibt …
Die moderne Krebsmedizin arbeitet personalisierter, präziser und schonender zum Wohle des Patienten
Die moderne Krebsmedizin arbeitet personalisierter, präziser und schonender zum Wohle des Patienten
Berlin, Deutschland: Die moderne Krebstherapie wird die Lebensqualität von Menschen mit einer Krebsdiagnose deutlich verbessern. Das betonten Experten der Krebsmedizin in der deutsch-sprachigen Pressekonferenz heute (21.September) zum Auftakt von Europas größtem Krebskongress ECCO 15-ESMO 34 in Berlin. Prof. Dr. Dr. h.c. Peter M. Schlag, Vorsitzender …
13. Internationaler Kongress für Biologische Krebsabwehr 11. bis 13. Mai 2007 in Heidelberg
13. Internationaler Kongress für Biologische Krebsabwehr 11. bis 13. Mai 2007 in Heidelberg
… Heidelberg aus. Nach dem Leitsatz „Patienten und Ärzte im Dialog“ informieren Referenten aus dem In- und Ausland in mehr als 100 Vorträgen über ganzheitliche Krebsmedizin. Insgesamt werden über 1.200 Patienten, Ärzte und Therapeuten erwartet. Damit ist der Kongress der europaweit größte, der über biologisch ganzheitliche Krebsmedizin informiert. Auf …
Exzellenz-Krebszentren werden weitergefördert
Exzellenz-Krebszentren werden weitergefördert
Patientenversorgung auf höchstem Niveau, Weiterentwicklung der Krebsmedizin sowie InnovationstransferBonn (gwb) – Die universitären Standorte Berlin, Freiburg, Hamburg, Mainz und Tübingen-Stuttgart werden für weitere vier Jahre von der Deutschen Krebshilfe im Rahmen ihres Schwerpunktprogramms „Onkologische Spitzenzentren“ gefördert. Damit entspricht …
Großes Vortragsprogramm beim Treffpunkt für Naturheilkunde
Großes Vortragsprogramm beim Treffpunkt für Naturheilkunde
13. PARACELSUS MESSE vom 20. bis 22. Januar 2006 in den Wiesbadener Rhein-Main-Hallen •Neu: Deutscher Kongress für ganzheitliche Krebsmedizin •Neu: Schwerpunktthema Tierheilkunde •Rund 100 Vorträge zum Thema Naturheilkunde und Alternativmedizin •Über 200 Aussteller Düsseldorf. Vom 20. bis 22. Januar 2006 findet die 13. PARACELSUS MESSE für Naturheilkunde …
Die Qual der Therapie-Wahl
Die Qual der Therapie-Wahl
Health Technology Assessment (HTA) unterstützt Entscheidungen im Gesundheitswesen/ Wichtig für personalisierte Krebsmedizin / Internationaler ONCOTYROL-Workshop an der Privatuniversität UMIT (Hall/Innsbruck 23.2.2010) Medizinische Maßnahmen können nicht nur nutzen, sondern auch schaden. Aus dieser Erkenntnis ist das Health Technology Assessment (HTA) …
Internationaler Krebskongress - Ganzheitliche Krebsmedizin im Mittelpunkt - Patient und Arzt im Dialog
Internationaler Krebskongress - Ganzheitliche Krebsmedizin im Mittelpunkt - Patient und Arzt im Dialog
… Biologische Krebsabwehr, der vom 8. bis 10. Mai 2009 in Heidelberg stattfindet. Zu der europaweit größten Veranstaltung auf dem Gebiet der biologisch, ganzheitlichen Krebsmedizin werden wieder mehr als 1.500 Patienten, Ärzte, Wissenschaftler und Therapeuten erwartet. Organisiert wird der Kongress von der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr (GfBK). Leitmotiv …
Bild: Regensburg wird ein Standort des ersten Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen in BayernBild: Regensburg wird ein Standort des ersten Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen in Bayern
Regensburg wird ein Standort des ersten Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen in Bayern
… Behandlungsverfahren sowie die schnellere Umsetzung von Forschungserkenntnissen in die klinische Praxis. Der wissenschaftliche Schwerpunkt des NCT WERA liegt auf der Personalisierten Krebsmedizin und der Tumorimmuntherapie. Die Erforschung von Krebs vorantreiben und möglichst vielen Patientinnen und Patienten Zugang zu den neuesten Behandlungsmethoden verschaffen: Auf …
Sie lesen gerade: Die Chancen moderner Krebsmedizin