(openPR) Nidda/Gotha, 19.02.2016 | Ca. 300 Grundschüler der Otto-Dönges Schule in Nidda feierten am Freitag ein großes olympisches Sportfest als abschließenden Höhepunkt der Projektwo-che „Olympia ruft: Mach mit!“.
Schülerinnen und Schüler der Klassenzüge 1-4 sowie 20 Lehrkräfte der Otto-Dönges-Schule haben sich eine Woche lang intensiv und fächerübergreifend mit den Olympischen Spielen beschäftigt – auch in den Fächern Kunst und Musik. Themen waren neben den Olympischen Spielen auch die Paralympics, Fairplay-Spiele ohne Sieger und Laufen als Grundlage für den Sport. „Als sportbegeisterte Schule möchten wir über dieses Projekt neue Ideen für einen bewegten Unterricht erproben“, erklärt Schulleiterin Anneliese Zimmer. „Mit 'Olympia ruft' haben wir eine tolle Projektwoche mit außergewöhnlichen Unterrichtsmetho-den erlebt. Durch den ‚olympischen‘ Lehrerworkshop behalten wir auch viele gute Ideen für später.“
Laufen mit verbundenen Augen zum Abschlussfest
„Wir wollen Schüler und Lehrer gleichermaßen für einen bewegten Unterricht gewinnen. Hier in Nidda an der den Titel „Bewegte Schule“ tragenden Einrichtung ist die große Begeisterung für ‚Olympia ruft!‘ in allen Klassenstufen deutlich spürbar“, sagt Sven Bresemann, der das Projekt von symbioun leitet.
Das Abschlussfest begann mit dem Abspielen der Olympischen Hymne. Die Teams repräsentierten verschiedene teilnehmende Nationen. Ein wichtiger Unterschied zu den echten Spielen: Sieger gab es keine, dafür jede Menge neue Sportkonzepte. Gefragt waren Beweglichkeit, Kraft, Ausdauer und soziale Kompetenzen. Der paralympische Lauf für Nichtsehende war dabei eine besondere Herausforderung für die Sinne und den Körper der Kinder. Weitere Disziplinen im Wettkampfprogramm waren: Skispringen, Teamski und Skeleton. Dabei ging es nicht nur um „höher – schneller – weiter“, sondern auch um Fairness, Teamgeist und um Freude an aktiver Bewegung.
Eine Bewegungsstudie der TK hat gezeigt, dass mehr als die Hälfte der Mitteldeutschen selten oder sogar nie Sport treibt. Gerade deshalb ist es wichtig, schon bei Kindern die Freude an Bewegung zu wecken. Die Schule kann hier entscheidenden Einfluss nehmen. „Mit ‚Olympia ruft: Mach mit!‘ wollen wir sowohl dem Bewegungsmangel entgegenwirken als auch Aspekte des Fairplay und des Olympischen Geistes in den Schulalltag integrieren“, ergänzt Tobias Knoch, Direktor der Deutschen Olympischen Akademie.
Lehrerfortbildung und fächerübergreifende Projekttage
Das Lehrpersonal wurde mittels Fortbildung und anschließender Selbstlernphase als „Olympioniken“ ausgebildet. Sie erfuhren, wie Bewegung zum Beispiel den Deutsch- oder Mathematikunterricht aktiver und lernintensiver gestalten kann. In den folgenden fünf Projekttagen fertigten sie mit den Schülerinnen und Schülern unter anderem die Olympischen Ringe an, verfassten eine eigene Schulhymne, trainierten Schnelligkeit, Kraft und Ausdauer im fairen Miteinander. Gemeinsam bereiteten die Schülerinnen und Schüler das große Finale am Freitag, ihre eigene olympische Feier, vor.
Die Otto-Dönges-Schule ist ein Ort des aktiven und entdeckenden Lernens und legt den Grundstein für lebenslange Freude am Lernen. In sieben Integrationsklassen werden Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf im Sinne der Schulen für Körperbehinderte, Erziehungshilfe, Sprachheilkunde und Lernhilfe beschult.“
Der Gothaer Verein symbioun e. V. ist Initiator des für Schulen kostenfreien Bewegungsprogramms und bietet es in Kooperation mit der Deutschen Olympischen Akademie (DOA) in Schulen an. Die Techniker Krankenkasse (TK) in Hessen und die Sparkassen Finanzgrup-pe Hessen-Thüringen unterstützen sie dabei.













