(openPR) Der Anbau von Chilis im Garten bringt Spaß und Genuss. Es gibt hunderte Sorten, deren Früchte sich in Form, Farbe, Aroma und Schärfe unterscheiden. Harald Zoschke („Das Chili Pepper Buch 2.0“) gibt Tipps für die Auswahl.
Nach der Entdeckung der Chilis in der Neuen Welt verbreiteten sich die feurigen Früchte bereits im 16. und 17. Jahrhundert um die ganze Welt. Wo immer sie aufschlugen, wurden sie ein prägender Teil der Küche, und es entstanden landesspezifische Sorten. Jedes Jahr könnte man sich daher auf die typischen Chilis eines Landes konzentrieren, zum Beispiel aus Mexiko, Peru, USA, Indien, Ungarn, Italien oder Spanien. Alternativ ließe sich jeweils eine Chilisorte aus möglichst vielen Ländern oder Kontinenten anbauen.
Die kulinarische Verwendung wäre ein weiteres Kriterium, sagt Harald Zoschke. Die großen Früchte bestimmter Sorten lassen sich hervorragend rösten oder füllen. Für Salate und zum Snacken eignen sich knackige milde Varianten, kleine scharfe dünnfleischige hingegen zum Trocknen als peppiges Gewürz. Manche Chilis werden auch traditionell geräuchert.
Möglich wäre auch ein spezieller Chili als Schwerpunkt. Vom Jalapeño etwa gibt es diverse Varianten, von „extra hot“ bis unscharf, mit spektakulärem Farbenspiel beim Abreifen, oder knallorange Früchte statt traditionellem Rot.
Wer etwas fürs Auge sucht: Zierchilis sind essbar, aber auf spektakuläre Optik gezüchtet – auch hier gibt es zahlreiche Sorten zur Auswahl.
Wer es wild mag: Alle Zuchtsorten von Jalapeño bis zur Gemüsepaprika gehen auf eine überschaubare Anzahl Wildsorten aus dem Amazonasbecken zurück – winzige unscheinbare Beeren mit viel Biss. Es ist daher durchaus interessant, solche „Ur-Chilis“ zu ziehen.
Gesprächsstoff für die Gartenparty gefällig? NuMex Big Jim ist der Weltgrößte, Carolina Reaper der Weltschärfste. Jalapeños waren die ersten Chilis im All (1982, Space Shuttle Columbia). Die Früchte der Sorte Peter Pepper erinnern an ein bestimmtes männliches Körperteil. Rocoto-Chilis haben schwarze Samenkörner.
Extrem-Chiligärtner setzen auf die schärfsten Chilis der Welt. Die Verwendungsmöglichkeiten sind allerdings beschränkt, denn mit geringsten Mengen davon gerät eine Speise schnell mal zu „hot“.
Sorten-Empfehlungen zu den genannten Themen sowie Tipps für den Anbau und Rezepte gibt Harald Zoschke auf seiner Website www.chili-barbecue.de










