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Zahnunfall beim Sport: Erste Hilfe und Verhaltensregeln

02.02.201622:47 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Zahnunfall beim Sport: Erste Hilfe und Verhaltensregeln
Risikosport Skifahren
Risikosport Skifahren

(openPR) Manchmal ist es schnell geschehen. Beim Skifahren, Mountainbike, Skaten, Rodeln oder bei Ballsportarten. Ein Sturz, ein Hieb oder ein Zusammenprall mit einem Gegenspieler und der Schneidezahn ist raus oder abgebrochen oder der Kiefer ist verletzt. Jugendliche und Kinder verlieren heutzutage mehr Zähne durch Verletzungen als durch Karies. Allein beim Schul- oder Freizeitsport erleidet jedes 3. Kind eine Verletzung der Zähne. Was ist in solchen Situationen zu tun? Kann der Zahn gerettet werden und welche Vorsichtsmaßnahmen können getroffen werden? Dr. Pink und Dr. Lutzenberger haben im Folgenden die wichtigsten Verhaltensregeln sowie Informationen zur weiteren Versorgung zusammen getragen.




Die richtige Erstversorgung ist entscheidend!

Bei Unfällen heißt es erst einmal Ruhe bewahren. Das Gewebe im Mund- und Gesichtsbereich ist sehr gut durchblutet, weswegen es bei Verletzungen in dieser Region zu starken Blutungen kommen kann, die in der Regel aber auch schnell wieder aufhören. Folgende Schritte sollten dann erfolgen:

1. Der Betroffenen muss als erstes auf Verletzungen an den Zähnen oder des Kiefers untersucht werden. Vor allem sollte schnell festgestellt werden, ob ein Zahn ausgeschlagen wurde.

2. Sollte ein Zahn fehlen, muss dieser sofort gesucht werden. Bei Kindern oder bewusstlosen Menschen besteht die Gefahr, den Zahn zu verschlucken oder einzuatmen; das kann lebensbedrohlich sein! Parallel sollte sofort eine Zahnrettungsbox organisiert werden, die in Apotheken erhältlich sind.

3. Ist der Zahn gefunden, ist ganz entscheidend wie derselbe nun gelagert wird. Hier zählt jede Minute! Ausgeschlagenen Zähne trocknen ohne entsprechende Vorkehrungen innerhalb von Minuten aus, die Zahnwurzeln sterben ab und ein Wiedereinheilen des Zahnes ist unmöglich.

4. Wichtig: Der Zahn darf nur an der Zahnkrone angefasst werden, die Wurzeloberfläche darf nicht berührt werden, sonst sterben die Wurzeln sofort ab.

5. Zahn nicht säubern, desinfizieren, unter der Zunge aufbewahren oder in Wasser legen.

6. Eine Zahnrettungsbox ist hier das Nonplusultra, da sie eine spezielle Zahnnährlösung enthält und den Zahn am Leben hält. In einer solchen Box können Zähne sogar 24-48 Stunden später noch erfolgreich wieder eingesetzt und erhalten werden.

7. Manchmal kann der ausgeschlagene Zahn direkt in die Zahnlücke (Alveole) eingedrückt werden. Hier ist der Zahn auch gut versorgt. Dies kann aber nur bei ansprechbaren Patienten erfolgen, die den Zahn nicht verschlucken können. Bei Kindern ist von dieser Möglichkeit eher abzuraten.

8. Alternativ als kurzfristige Zwischenlösung kann der Zahn oder das Zahnstück auch in H-Milch für maximal 1-2 Stunden oder in einer iostonischen Kochsalzlösung für max 30 Minuten aufbewahrt werden. Ebenso für die ersten Minuten geeignet ist ein Plastikbeutel. Bei diesen Varianten ist jedoch mit deutlich schlechteren Heilungsergebnissen zu rechnen.

9. Beruhigen und Versorgen des Verletzten. Mit sterilen Kompressen die Blutungen stillen. Kiefer eventuell kühlen.

10. Bei jeglichen Zahnverletzungen ist möglichst sofort der Zahnarzt oder eine Zahnklinik aufzusuchen. Zähne können auch erschüttert oder gelockert sein, was für den Laien nicht prüfbar ist, aber langfristig zu Problemen im Kiefer führen kann.

11. Vorsicht bei Unfällen in Schwimmbädern: Wenn Kinder mit dem Kiefer oder den Schneidezähnen auf den Beckenrand stoßen, können die Milchzähen auf die Schneidezähne geschoben werden. Suchen Sie den Zahnarzt schnellstens auf!

12. Der Besuch beim Zahnarzt ist für eine sinnvolle Dokumentation und damit auch für eventuelle Versicherungsansprüche wichtig.

Der zweite Schritt: Eine schnelle und optimale Versorgung beim Zahnarzt

Sind die oben genannten Schritte erfolgt und wurde der Zahn mit der kompletten Wurzel verloren, so stehen die Chancen sehr gut, den ausgeschlagenen Zahn oder das Zahnstück wieder in den Kiefer einzusetzen und langfristig zu erhalten. Ist ein Teil eines Zahnes abgebrochen, kann dieser bei optimaler Lagerung mittels einer Speziallösung oft wieder eingeklebt werden. Alternativ kann die Zahnform und -struktur durch eine Füllung aufgebaut werden. Auch Veneers - hauchdünne Keramikverblendungen - kommen hier sinnvoll zum Einsatz. Welche Variante die Beste ist, ist abhängig von der Größe des abgebrochenen Zahnstückes und wird individuell entschieden.

Beim Wiedereinsetzen des Zahnes besteht ein Unterscheid zwischen den Milchzähnen und den zweiten Zähnen. Letztere lassen sich sehr gut wieder vom Zahnarzt einpflanzen, wenn sie komplett mit der Wurzel verloren wurden. Auch lassen sich die Milchzähne bis etwa zu einem Alter von 4 Jahren wieder relativ gut einsetzen. Hier muss der Zahnarzt entscheiden, ob dies sinnvoll ist. Der Grund: Mit etwa 6 Jahren fallen die Milchzähne nach und nach aus. Dabei werden die Zahnwurzeln der Milchzähne langsam abgebaut und es kommt zu den sogenannten „Wackelzähnen“. Diese Milchzähne können ohne Wurzel dann nicht mehr anwachsen.

Sind die Frontzähne zertrümmert oder nicht mehr einzupflanzen, muss ein künstlicher Zahn ein sogenanntes Implantat gesetzt werden. Diese sind bei professioneller Anfertigung kaum von einem echten Zahn zu unterscheiden und halten bei richtiger Pflege ein Leben lang.

Bei großflächigen Verletzungen der Eck- oder Backenzähne muss meist eine Wurzelkanalbehandlung erfolgen und anschließend eine prothetische Versorgung mittels Teil- oder Vollkrone.

Ist der Kiefer in Mitleidenschaft gezogen, sollte erst eine Röntgenuntersuchung erfolgen, um den Grad der Verletzung zu ermitteln. Bei einem Bruch des Kiefers, muss schnellstens eine Behandlung durch einen Oralchirurg erfolgen.

Vorkehrungen & Prävention:

Wer actionreichen Sport ausübt oder bewegungsfreudige Kinder hat, sollte sich unbedingt eine Zahnrettungsbox zulegen und mit sich führen! Diese sind in Apotheken für ca. 20 € erhältlich und sind geschlossen ca. 3 Jahre haltbar.

Präventiv gibt es die Möglichkeit einen Mundschutz zu tragen. Hierbei gibt es verschiedene Varianten. Den konfektionierten Mundschutz gibt es in Sportgeschäften. Er ist preiswert, kann jedoch nicht individuell angepasst werden und bietet deswegen keinen optimalen Schutz. Die zweite Möglichkeit ist ein individuell angepasster Mundschutz aus thermoplastischem Material, welcher im Wasserbad weich gemacht wird und im Anschluss an die Gebissform angepasst wird. Er bietet guten aber nicht optimalen Schutz. Der Mercedes unter den Mundschutzen ist ein individuell beim Zahnarzt gefertigter Mundschutz. Durch eine Abformung des Kiefers, welche in der Praxis Dr. Pink und Dr. Lutzenberger auf Wunsch digital erfolgt, wird die genaue Anatomie des Kiefers ermittelt. Anhand der Abdrücke oder der digitalen Aufnahmen fertigt das Zahnlabor dann einen perfekt sitzenden Mundschutz mit hohem Tragekomfort und hohen Schutz an.


Weiterführende Informationen zur diesem Thema finden sich auf der Webseite von Dr. Pink & Dr. Lutzenberger unter http://www.max34.de/was-tun-bei-zahnunfall/

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