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Lebensmittel brauchen ungeschönte Preise

Bild: Lebensmittel brauchen ungeschönte Preise
V. li. Renate Künast, Markus Arbenz, Bernward Geier, Volkert Engelsman und Felix Prinz zu Löwenstein
V. li. Renate Künast, Markus Arbenz, Bernward Geier, Volkert Engelsman und Felix Prinz zu Löwenstein

(openPR) Nature & More stellt auf der Grünen Woche die neue Verbraucher-Kampagne „Was unser Essen wirklich kostet“ vor

Berlin, 14. Januar 2016 – Die Internationale Grüne Woche in Berlin ist als weltgrößte Lebensmittelmesse die ideale Plattform für Nature & More und IFOAM – Organics International, um gemeinsam die neue Informationskampagne „Was unser Essen wirklich kostet“ der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Kampagne entlarvt die fehlende Transparenz in den Lebensmittelpreisen, indem sie die Kosten für Bio-Produkte konventionellen Produkten gegenüberstellt. Dabei wird deutlich: Bio ist nicht zu teuer, sondern konventionell zu billig!



Bei dem gemeinsam vom weltweiten Dachverband der biologischen Landbaubewegungen IFOAM – Organics International, der Stiftung Ökologie und Landbau (SÖL) und dem Bio-Lebensmittelhändler Eosta (Nature & More) veranstalteten Pressegespräch am heutigen Donnerstag wurde die Kampagne „Was unser Essen wirklich kostet“ offiziell gestartet.

„Schon heute müssten konventionelle Lebensmittel wesentlich teurer sein als Bio-Lebensmittel“, betonte Volkert Engelsman, Geschäftsführer von Eosta und Initiator der Kampagne.?„Doch wie hoch ist der Unterschied wirklich? Welche ökologischen und sozialen Kosten schieben wir tatsächlich auf unsere Kinder, Enkelkinder und die Umwelt ab?“, fragte er weiter. Die Nachhaltigkeitsblume von Nature & More zeigt dem Verbraucher ab sofort basierend auf den Berechnungen der Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) auf einen Blick, welchen Preis sie beim Kauf wirklich zahlen. Engelsman machte deutlich, dass es für die Biobranche an der Zeit ist, in die Offensive zu gehen und mit Transparenz die Karten im wahrsten Sinne des Wortes auf den Tisch zu legen.
Denn Lebensmittel sind billig wie nie. Aber jedes Lebensmittel, das wir konsumieren, verursacht bei der Herstellung nicht gedeckte ökologische und soziale Kosten. Die externen Kosten bei konventionellen Lebensmitteln betragen laut FAO 700 Milliarden US-Dollar für Umweltschäden und sogar 900 Milliarden US-Dollar an sozialen Mehrkosten.

Markus Arbenz, Direktor von IFOAM – Organics International, beleuchtete die globale Realität der fehlenden Internalisierung der Kosten und fragte: „Wer will denn, dass der Staat mit Nitrat belastetes Trinkwasser reinigen muss, dass Menschen in der Landwirtschaft verarmen, dass Tiere in Tierfabriken leiden und wer will denn ein Artensterben? Statt Steuerzahler, Bauern oder die Umwelt zur Kasse zu bitten, brauchen wir eine konsequente Anwendung des Verursacherprinzips.“ Er betonte, dass angesichts globalisierter Lebensmittelmärkte die Produktion überall die Echtkosten tragen muss, um zu fairen Preisen zu kommen. Ansonsten wirkt die Wettbewerbsverzerrung gegen das öffentliche Interesse und erschwert lokale, regionale oder nationale Initiativen zur Preiswahrheit.

Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender vom Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), hob besonders hervor: „Der Umbau von Landwirtschaft und Ernährung hat in Deutschland und weltweit schon begonnen. Biobauern, ökologische Lebensmittelverarbeiter und Händler zeigen zusammen mit VerbraucherInnen, wie Zukunft geht. In der Breite wird das aber nur dann gelingen, wenn der Preis unserer Lebensmittel die Wahrheit sagt!“

Die verlogenen konventionellen Lebensmittelpreise sind vor allem auch ein Resultat von falscher Politik, allem voran fehlgeleiteter Subventionsgesetze, der Zulassung nicht nachhaltiger Produktionspraxis bzw. mangelnder Überwälzung von Folgekosten. Schritte zur Lösung der Ungerechtigkeit müssen deswegen auch politischer Natur sein. Ohne entsprechende Änderungen in den Gesetzen wird es nicht zum längst überfälligen Paradigmenwechsel kommen. Dies betonte auch Renate Künast, die Bundestagsabgeordnete der Grünen und Vorsitzende des Rechts- und Verbraucherausschusses: „Was wir brauchen, ist nichts weniger als eine Revolution im Nahrungsmittelbereich! Die Preise am Point of Sale transparent zu machen, ist so ein erster revolutionärer Schritt in die richtige Richtung!“

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