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Handwerk 2.0 – Wohin führt die Zukunft?

21.12.201513:49 UhrIndustrie, Bau & Immobilien
Bild: Handwerk 2.0 – Wohin führt die Zukunft?
Handwerksmeiter und Speaker Thomas Graber
Handwerksmeiter und Speaker Thomas Graber

(openPR) Top 100-Arbeitgeber, Handwerksmeister und Speaker Thomas Graber beleuchtet brandaktuelle Themen und die Herausforderungen der Zukunft für das Handwerk

Das Handwerk hat nicht nur goldenen Boden, sondern in den letzten Jahren auch ein Rekordjahr nach dem anderen hingelegt. Wie schätzen Sie die aktuelle Situation im Handwerk ein?



Thomas Graber: Der Erfolg des Handwerks ist zweifelsohne vorhanden. Dennoch stehen Deutschland, unsere gesamte Gesellschaft und damit auch das Handwerk vor einer Zukunft mit noch nie da gewesenen Herausforderungen, die wir in den nächsten Jahrzehnten meisten müssen. Das gilt sicherlich für viele Branchen und Wirtschaftsbereiche, aber auch ganz speziell für das Handwerk.

Wo sehen Sie diese Herausforderungen?

Thomas Graber: Zum einen ist es die technologische Entwicklung in der Gesellschaft und in der Arbeitswelt. Unser gesamtes Leben unterliegt einem ständigen und immer schneller werdenden Wandel, insbesondere was moderne Technik und technische Geräte angeht. Denken Sie nur mal ein paar Jahre zurück und vergessen Sie Handys und Emails. Welch ein Unterschied! Aber heute nicht mehr vorstellbar. Diese Veränderungen stellen gerade das traditionelle Handwerk vor große Herausforderungen, auf die wir uns sowohl in strategischen Dingen als auch mit unseren Arbeitsweisen und im Umgang mit Marketing und Vertrieb einstellen müssen. Und diese Entwicklungen werden immer schneller.

Eine der Hauptsorgen des Handwerks ist das Thema Nachwuchs.

Thomas Graber: Wir haben seit Jahren mit sinkenden Zahlen bei der Auszubildenden zu kämpfen. Immer weniger junge Menschen wollen im Handwerk lernen. Vielleicht liegt es auch daran, dass wir dem Nachwuchs zu wenig Perspektiven bieten können. Wir sind traditionell aufgestellt und arbeiten verbreitet immer noch mit sehr konservativen Methoden der Arbeits- und Auftragsabwicklung. Da ist es schwer, einen jungen Menschen zu überzeugen, der eigentlich You-Tuber werden will.

Wo sehen Sie eine Lösung für dieses Thema?

Wir müssen mehr Verständnis für die Denkweise und Wünsche der nächsten Generation aufbringen. Wir müssen verstehen, wofür die Generationen Y steht, was sie antreibt, wie man sie motivieren kann und welche Ziele die jungen Menschen heute haben. Da muss sich das Handwerk in seiner Grundeinstellung modernisieren und für jeden sichtbar verändern.

Sind die Flüchtlinge, die nach Deutschland strömen eine Lösung?

Thomas Graber: Sicherlich können diese jungen und teilweise auch sehr motivierten Menschen einen Beitrag leisten, die Probleme des Handwerks zu lösen. Aber nur einen kleinen. Elementar wichtig ist aus meiner Sicht die staatliche Förderung bei gleichzeitigem Bürokratieabbau zur schnelleren Integration. Wenn die Integration gelingen soll müssen zwingend Hilfestellungen zum Abbau von Sprachbarrieren geschaffen werden, damit diese Menschen auch ihren Beitrag für unsere Arbeitswelt leisten können.

Welche anderen Baustellen gibt es im Handwerk?

Thomas Graber: Ich glaube, dass sich viele Handwerksbetriebe neu aufstellen müssen. Diese Modernisierung muss hineingehen bis in die Organisation und die Prozesse. Dazu gehört auch ein neuer, moderner Führungsstil, bei dem der Chef sich und seine Mitarbeiter als Team versteht, bei dem die Mitarbeiter Entscheidungskompetenzen und gewisse Freiheiten haben.
Die Generation Y wächst in einer Wohlstandsstandsgesellschaft auf. Alles ist möglich und durch Fleiß und Arbeit erreichbar. Die Sinnhaftigkeit und das Brennen für das, was ich tue, stehen im Mittelpunkt. Dazu kommt das Verbundensein mit der Welt, ein schneller Zugriff auf alle wichtig Informationen, Kreativität und die flexible Verbindung von Leben und Arbeit. Diese Faktoren stehen bei der Karrierewahl sehr oft im Mittelpunkt der Entscheidung. Wir sind gefordert, Mittel und Wege zu bestreiten, damit wir für diese Generation nicht nur wieder sichtbar, sondern vor allem durch zukunftsträchtige Perspektiven wieder begehrenswert werden.

Und die Nutzung der Medien?

Thomas Graber: Wer als Handwerker heute im Büro sitzt und darauf vertraut, dass das Telefon klingelt und ein Kunde anruft, weil er ihn im Telefonbuch gefunden hat, wird alleine bleiben. Wir müssen aktiv auf die Menschen zuzugehen und die neuen Medien im vollen Umfang nutzen. Das kostet sicherlich am Anfang Zeit und ist eine Aufgabe, die ungewohnt ist. Doch ohne Präsenz in sozialen Netzwerken, ohne Werbung im Internet und Aufbau von digitalen Netzwerken werden Aufträge, aber auch neue Mitarbeiter ausbleiben. Diesen Herausforderungen und Aufgaben müssen wir uns stellen.
Es liegt eben nicht in der Natur des Handwerks, sich offensichtlich zu präsentieren, sondern sich durch eine gute Arbeit zu empfehlen. Doch noch nie war es so einfach, der Welt mitzuteilen, was ein Unternehmen bewegt und erfolgreich macht. Die Frage ist nur: Wollen wir nicht ? Trauen wir uns nicht? Können wir es nicht?

www.thomas-graber.de

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