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Gebärmutterentfernung bei gutartigen Erkrankungen: ja oder nein?

11.12.201514:51 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Neue Leitlinie plädiert für individuelle Beratung der Patientinnen, auch zu organerhaltenden Therapien

Marburg, 10.12.2015. Vor allem für Patientinnen wird sich durch die sogenannte S3-Leitlinie hoffentlich einiges ändern. So erhalten vor allem Ärzte, aber auch Patientinnen Handlungs- und Therapieempfehlungen bei gutartigen Gebärmuttererkrankungen und starken, langanhaltenden Monatsblutungen (Menorrhagie). Bemerkenswert ist dabei, dass die organerhaltenden Therapien ebenfalls aufgeführt werden und eine umfassende Beratung der Patientinnen über alle zur Verfügung stehenden Behandlungsmöglichkeiten empfohlen wird.



„Ärztinnen und Ärzte und Patientinnen erhalten erstmals einen systematischen Überblick für Anamnese und Diagnostik zur Indikationsstellung und zu wählender Behandlungsmethode bei gutartigen (benignen) Erkrankungen der Gebärmutter“, erläuterte Professor Diethelm Wallwiener, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (DGGG).

Vor allem für Patientinnen ist die Leitlinie wichtig, denn sie kann entscheidend auf die Art der zukünftigen Beratung einwirken. „Viele Frauen rufen bei unserem Beratungstelefon an und leider ist der häufigste Grund, dass sie als einzige Therapie bei Myomen oder langanhaltenden Blutungen eine Gebärmutterentfernung vorgeschlagen bekamen,“ erläutert Andrea Hartmann von der Initiative „Rettet die Gebärmutter“. „Dabei gibt es inzwischen eine ganze Palette an Therapien, die schonend und minimal-invasiv sind. Wir sind also begeistert über die Leitlinie und hoffen, dass sie die Situation nachhaltig ändert.“

Die Leitlinie stellt die Wichtigkeit einer umfassenden detaillierten ärztlichen Aufklärung hervor, die alle modernen Therapien beinhaltet: die verschiedenen Methoden der Gebärmutterentfernung ebenso wie die organerhaltenden Methoden, die minimal-invasiv durchgeführt werden. Ziel ist es, im Arzt-Patientin-Gespräch die Vorteile und Nachteile der jeweiligen Therapie zu erläutern, um so die individuell beste Lösung zu finden.
„Mit dieser Leitlinie ist es uns gelungen, anhand von Transparenz und Evidenz sowohl die Ärztinnen und Ärzte als auch die Patientinnen in die Lage zu versetzen, gemeinsam die beste Behandlung herauszufinden, wobei der aktuellen Lebenssituation der Frauen und ihren Präferenzen ein hoher Stellenwert zukommt“, erklärte Professor Klaus-Joachim Neis, wissenschaftlicher Koordinator der S3-Leitlinie in der Pressemeldung der DGGG.

Zu den organerhaltenden, modernen Therapieverfahren gehören beispielsweise bei lang anhaltenden, starken Blutungen (Menorrhagie) die Endometriumablation, bei der die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) verödet wird, so dass sich im monatlichen Zyklus keine neue Schleimhaut mehr aufbauen kann und die Blutung auf ein normales Maß verringert wird oder ganz ausbleibt. 

Die Entfernung eines oder mehrerer Myome erfolgt heute standardmäßig mittels Hysteroskopie (Gebärmutterspiegelung) durch den Gebärmutterhals. Mit einer Schlinge oder mit einer Schneid-Saug-Funktion, dem sogenannten Gewebe-Entferner, wird das Myom durch das Instrument entfernt. Weitere Behandlungsoptionen sind die medikamentöse und, je nach Größe und Lage des Myoms, auch die radiologische Therapie.

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