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Abrissplanung der Fehmarnsund-Brücke

02.12.201508:21 UhrFreizeit, Buntes, Vermischtes
Bild: Abrissplanung der Fehmarnsund-Brücke

(openPR) Die Fehmarnsund-Brücke, der wahrscheinlich größte Kleiderbügel der Welt, soll abgerissen werden!!!

- Ein unter Denkmalschutz stehendes Wahrzeichen Norddeutschlands soll der Abrissbirne zum Opfer fallen. -




Die Fehmarnsund-Brücke!

Am 4. Januar 1960 fand nach langem Planen und Verwerfen, nach langem Überlegen und Berechnen dann doch der erste Spatenstich statt und eine fast 100-jährige Idee begann Gestalt anzunehmen. Knapp drei Jahre später war sie dann fertig, die Brücke über den Fehmarnsund und feste Verbindung von der Insel nach "Europa".

Kein Bauwerk hat die Insel so gravierend verändert wie diese Brücke. Nun musste man nicht mehr auf die Fähre warten die nur beschränkte Kapazität hatte. Nein, man konnte endlich die Insel betreten und verlassen wie und wann immer man wollte. Trotzdem ist Fehmarn eine Insel geblieben und die vielen Touristen die Jahr für Jahr die Insel besuchen bestätigen dies gerne. Rund um Fehmarn ist die Ostsee, so wie sie es immer war. Die sympathischen Eigenheiten der Insel blieben weitestgehend gewahrt.

Eingeweiht wurde die Brücke am 14. Mai 1963 — ein denkwürdiger Tag für die Insel. Damit begann sozusagen für Fehmarn eine neue Zeitrechnung. Dänemark und Schweden rückten näher heran, denn die Vogelfluglinie führt über die Insel bis nach Puttgarden und Roedby.

Ende 1998 schlug das Landesamt für Denkmalschutz in Kiel vor, die Fehmarnsund Brücke unter Denkmalschutz zu stellen. Die Brücke ist zwischenzeitlich zu einem Wahrzeichen von Fehmarn und ganz Schleswig-Holstein geworden und ziert nicht nur diverse TV-Einspieler des Nordeutschen Rundfunks.

Durch den Denkmalschutz sollten bauliche Eingriffe und Eingriffe in die Konstruktion verhindert werden. Vielleicht weil das Land damals die zusätzlichen Kosten übernahm, die über denen lagen, die die Bundesregierung für eine funktionale aber eben 08/15 Brücke gewährte. Damals bei der Planung wollten die Schleswig-Holsteiner keine Einheitsbrücke zu Ihrer Insel haben und ein Architekt hatte dann die Idee mit den hohen, sich elegant aufschwingenden Bügeln. Aber das war um einiges teurer als es die Bundesregierung geplant hatte, und so kam es dann, dass das Land den Mehrbetrag übernahm (heute wäre das wohl undenkbar). So entstand mit Hilfe der Landesregierung Schleswig-Holsteins eine wunderbare, viel bewunderte, unzählig oft fotografierte und gemalte Brücke. Eben der Kleiderbügel nach Fehmarn. Die Brücke ist von so vielen Orten auf Fehmarn aus zu sehen, so dass man meinen könnte es würden 10 Brücken gleicher Bauart zur Insel führen.

Am 26. November 2015 veröffentlichten diverse Zeitungen die Nachricht über den geplanten Abriss der Fehmarnsund Brücke. Eine massive Welle an Kommentaren und Gegnern dieses Vorhabens kam daraufhin und bündelte sich binnen weniger Stunden in einer dafür gegründeten Facebook-Gruppe. 650 Unterstützer waren es bereits am ersten Tag - 1.338 schon am zweiten… Heute, am 01.Dezember 2015, nur 5 Tage später hat diese Gruppe bereits mehr als 2200 Mitglieder, und stündlich wächst die Zahl nach oben. Die Gruppe entwickelt sich in einem Tempo, das man bereits jetzt von einer Grassroot-Bewegung sprechen kann, die es mit Goliath aufnehmen möchte. Auch einen Soli-Aufkleber ist in Vorbereitung und das Fehmaransche Tageblatt berichtete bereits über die Gruppe.

Aus ganz Deutschland kommen Unterstützer, die sich gegen den geplanten Abriss versammeln.
Großenbrode, Heiligenhafen, Neustadt, Oldenburg, Bad Oldesloe, Bad Schwartau, Lübeck, Kiel, Hamburg, Delmenhorst, Lüneburg, Bad Bramsted, Ahausen, Osdorf, Plettenberg, Berlin, Dresden, Hannover, Olsberg, Bielefeld, Castrop-Rauxel, Lauenstein, Göttingen, Köln, Essen, Münster, Frankfurt, Wiesbaden, Neu-Isenburg, Neuss, Mannheim, München, Aschau, Bayreuth, Herschfeld, Zirndorf etc. sind schon dabei.

Doch auch in Rødby (Dänemark), Göteborg (Schweden), Schweiz, Murcia (Spanien), in Montana (USA), Michigan (USA) und sogar aus Hong Kong stellen sich Unterstützer gegen den Abriss der Sundbrücke.

Lässt sich bereits von weltweitem Protest sprechen? Wir denken schon. Die Wohnorte der Sundbrücken-Freunde sprechen durchaus eine eindeutige Sprache. Oder sollten wir besser schreiben: ganz viele verschiedene Sprachen mit einer gemeinsamen Aussage? Sicher ist, dass ganz viele Urlaubs- & Heimatfotos mit der Brücke im Bild veröffentlicht werden — selbst Sundbrücken-Tätowierungen! Ungläubige, fassungslose und entsetzte Kommentare sind zu lesen. Sogar Gedichte, die der Brücke gewidmet wurden, mit herzzerreißendem Inhalt sind dort zu finden. Und immer wieder Brückenfotos — eines schöner als das andere. Wenn man den Hashtag #?RettetdieFehmarnsundbrücke? aufruft bekommt man einen ganz guten Überblick. Sind das alles „Hinterwäldler“ wie einige Politiker denken? Ewig Gestrige?

Oder ist es eher die starke Empörung einer weltweiten Gruppe, wie die Gründerin schrieb:
Am Donnerstag den 26.Novemebr 2015 um 14:51 Uhr, nachdem die ersten Schock Meldungen in den Medien zu lesen waren, habe ich mich spontan und von starker Empörung beeinflusst, entschieden eine Gruppe in Facebook ins Leben zu rufen und gegen den Abriss zu protestieren.

Handelt es sich bei den befürwortenden Politikern tatsächlich noch um Volksvertreter?
„Wir dürfen au den Denkmalschutz nicht zuviel Rücksicht nehmen“ meinte der Kreistagsabgeordnete Hartmut Specht (ehemaliger Bürgermeister von Landkirchen). Des Weiteren forderte er ein zügiges Brückenvotum. „Wir können einen Architektenwettbewerb für eine Golden Gate Bridge über den Sund ausschreiben.“

Auch die Deutsche Bahn hat die Sundbrücke aufgegeben.
Seit dem Belastungstest im Jahr 2010, in dem der Kleiderbügel noch 800t in Form von 10 Diesellokomotiven trug, gilt die Brücke bei der Bahn AG als nicht mehr zukunftssicher. Die Bahn als Betreiber, muss nur noch eine entsprechende Verlußtkalkulation vorlegen und dann ist auch der Denkmalschutz für die Brücke hinfällig. Was ist dann dieser Denkmalschutz noch wert?

Es stellt sich die Frage, warum wurde nicht früher reagiert und ein paar Restaurierungsarbeiten vorgenommen wurden. Wurde vielleicht in vollem Bewusstsein gewartet bis nichts mehr zu machen ist? Die Fehmaraner kennen nur zu gut aus der Vergangenheit, wie sie immer wieder vor vollendete Tatsachen gestellt wurden. Sind das die neuen Umgangsformen einer Demokratie?

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