(openPR) Eine Ausstellung des Deutschen Museums in Zusammenarbeit mit dem Berliner Medizinhistorischen Museum der Charité vom 1.06.2006 – 25.02.2007
Einladung zur Pressekonferenz am 31.05.2006 um 11:00 Uhr
im Berliner Medizinhistorischen Museum
Eröffnung der Ausstellung am 31.05.2006 um 19:00 Uhr
Mit Hilfe der Medizintechnik lassen sich heute viele körperliche Mängel korrigieren: Herzen werden von Schrittmachern unterstützt, implantierte Titanzähne kauen das tägliche Brot, eine Armprothese greift nach einem Ball. Die Sonderausstellung ‚Leben mit Ersatzteilen’ schildert in neun Themenbereichen, welche Hilfen Medizin und Technik dem Menschen bieten, wenn wichtige Funktionen des Körpers versagen. Rund 400 Exponate erklären kompetent und anschaulich etablierte und noch in der Forschung befindliche Techniken. Für die Berliner Präsentation wurde die Münchener Ausstellung durch neueste Entwicklungen aus verschiedenen Forschungsinstituten und Kliniken der Charité – Universitätsmedizin Berlin aktualisiert.
Die Ausstellung führt den Besucher durch die menschliche Anatomie und zeigt, welche Körperteile schon heute austauschbar sind – von den Extremitäten und den Sinnesfunktionen über die inneren Organe bis hin zur elementaren Zellebene. Es wird erklärt, wie es zu Erkrankungen und Fehlfunktionen kommt und welche ‚Ersatzteile‘ in der Vergangenheit und heute angewendet wurden und werden. Die technischen Möglichkeiten zeitgenössischer Medizin werden anhand zahlreicher Instrumente, Modelle, Illustrationen und Fotografien, interaktiver Stationen, Operationsfilme sowie Patienteninterviews dargestellt.
Die Palette der vorgestellten Prothesen und Implantate reicht von miniaturisierten Hörgeräten, Retina- und Cochleaimplantaten über das Berliner Kunstherz und Nierentransplantate bis hin zu Sportprothesen und neuen Kniegelenken. Weitere Themen sind Gewebezüchtung und Operationsmethoden, mit deren Hilfe im Körper liegende Prothesen – wie Herzklappen oder künstliche Kniegelenke – an ihren Platz gebracht werden.
Für die Berliner Präsentation wurden Beiträge aus den folgenden Bereichen hinzugefügt:
· biomechanische Messverfahren (Prothesen mit eingebauter Mikroelektronik)
· regenerative Medizin (Gewebezüchtungen, Knorpelersatz, beschichtete Knochenimplantate zur hormonellen Förderung des Heilungsprozesses bzw. zur antibiotischen Behandlung)
· Stammzell- und zellbasierte Lebertherapieverfahren mit Bioreaktorsystemen
· Gesichtsprothetik (epithetischer Ersatz für Auge, Ohr und Nase).
Interviews mit Patienten schildern aber auch deren physische und psychische Belastungen. Sie zeigen, wie Betroffene mit „Ersatzteilen“ leben und welche Chancen bzw. Risiken Implantate oder Prothesen in sich bergen. Kontrovers diskutiert werden die Themen Organspende und embryonale Stammzellen.











