(openPR) Düsseldorf, 23.05.2006. Die Düsseldorfer Namensagentur Nomen International Deutschland verzeichnet seit einigen Monaten eine steigende Nachfrage nach Markennamen für den chinesischen Markt. Gute Aussprechbarkeit und positive Bedeutung entscheiden mit über den Markterfolg.
Das Reich der Mitte ist längst kein Markt des Mangels mehr. Das jährliche Wirtschaftswachstum des Landes liegt seit Jahren bei über acht Prozent und Experten gehen davon aus, dass China bis 2050 die größte Volkswirtschaft der Welt sein wird. Die wirtschaftliche Dynamik hat auch die Konsumfreude und das Markenbewusstsein der chinesischen
Mittelklasse geweckt. Obwohl einheimische Marken zunehmend populär werden, stehen insbesondere europäische Marken bei den chinesischen Verbrauchern hoch im Kurs. Qualität, Luxus, Tradition und Lifestyle sind nur einige der positiven Werte, die Chinesen mit Europa in Verbindung bringen. Auch "Made in Germany" stellt in China nach wie vor ein Gütesiegel dar, denn deutsche Produkte gelten als innovativ und zuverlässig.
In vielen deutschen Unternehmen herrscht daher Aufbruchstimmung. Doch der Marktauftritt in China muss sorgfältig vorbereitet werden - die erste große Hürde, die es zu nehmen gilt, ist der Markenname. "Etwa 30 bis 40 Prozent der von uns neu entwickelten Markennamen sollen auch in China einsetzbar sein. Außerdem steigt die Nachfrage nach Adaptationen bestehender Markennamen", berichtet Sybille Kircher, geschäftsführende Gesellschafterin von Nomen International Deutschland. Im Trend liegen auch spezielle Namenstests, bei denen die Stärken und Schwächen der favorisierten chinesischen Wortschöpfungen ermittelt werden. In allen Fällen kooperieren die Düsseldorfer Naming-Experten mit ihren Kollegen von Nomen China mit Sitz in Shanghai.
In China haben Namen immer eine Bedeutung
Eine Übertragung von Markennamen in chinesische Schriftzeichen sollte stets von linguistisch ausgebildeten Marketing-Experten vor Ort vorgenommen werden. Denn aufgrund der unterschiedlichen Sprachsysteme können lateinisch geschriebene Namen nicht einfach ins Chinesische übersetzt werden. Während die deutsche Sprache alphabetisch aufgebaut ist, existieren im Chinesischen rund 50.000 Schriftzeichen (Ideogramme), die jeweils eine eigenständige Bedeutung haben. Westliche Namen mit einer konkreten Bedeutung wie etwa
Microsoft lassen sich zwar noch verhältnismäßig einfach wiedergeben
(wei-ruan = klein und weich), allerdings geht der Markencharakter dabei
leicht verloren. Schwieriger wird es bei Eigennamen, Abkürzungen oder
Kunstnamen ohne konkrete Bedeutung. Namen wie Maggi, Aral oder Arcor sind im Chinesischen nicht als Kunstwörter darstellbar. Soll ein westlicher
Markenname ins Chinesische übertragen werden, so muss er aus bestehenden Wortzeichen zusammengesetzt werden und damit eine andere bzw. vorher nicht vorhandene Bedeutung annehmen. "Das Ziel besteht immer darin, Ideogramme zu finden, die ähnlich wie die Ursprungsnamen klingen und gleichzeitig eine positive, positionierungsgerechte Bedeutung besitzen", erläutert Nomen-Chefin Sybille Kircher. Gelungen ist dies beispielsweise im Falle von Siemens (xi-men-zi = "Tor zum Westen"), BMW (bao-ma = kostbares Pferd) oder
Mercedes-Benz (ben-shi = schnell und sicher fahren).
Übertragung ins Chinesische aus mehreren Gründen ratsam
Auch wenn eine Übertragung in chinesische Schriftzeichen nicht zwingend
vorgeschrieben ist, sprechen doch einige gute Gründe dafür. Zum einen wird
verhindert, dass die Verbraucher ihre eigenen "Kreationen" erschaffen und
die Marke infolgedessen ein uneinheitliches, unkontrollierbares Profil erhält. Zum anderen kann die Marke juristisch umfassender abgesichert und gegen Markenpiraterie verteidigt werden. Außerdem gilt auch in China, dass
ein Name gut aussprechbar und merkfähig sein sowie positive und möglichst
bildhafte Assoziationen auslösen sollte, um erfolgreich zu sein.
Die Düsseldorfer Nomen International Deutschland GmbH ist Teil der Gruppe Nomen International S. A., die in zehn europäischen Ländern sowie in China, Japan und auf dem US-Markt vertreten ist. Zu den Nomen-Kunden zählen viele namhafte Hersteller der Konsum- und Investitionsgüterindustrie. Autonamen wie Toyota Aygo, VW Touran oder Kia Picanto sind ebenso in der Düsseldorfer Namensschmiede entstanden wie die Kaffeemarke Jacobs Milea, die Joghurtmarke Froop aus der Molkerei Müller oder die Telekommunikationsmarke Arcor.
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