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Studie Datenschutzbeauftragte in NRWs Krankenhäusern

10.11.201520:45 UhrIT, New Media & Software

(openPR) Düsseldorf/Dortmund. Im Gesundheitswesen existieren besondere Herausforderungen an den Umgang mit personenbezogenen Daten. Entsprechend hoch sind auch die Anforderungen an die Datenschutzbeauftragten von Krankenhäusern. Die Studie schafft einen erstmaligen Überblick der Arbeitssituation von Datenschutzbeauftragten in NRWs Krankenhäusern.



Die Studie „NRWs Datenschutzbeauftragte“ wurde im August 2015 durch das Datenschutzunternehmen DATATREE AG mit Sitz in Düsseldorf beauftragt und durch die ZTG – Zentrum für Telematik und Telemedizin GmbH durchgeführt. Als Ziel sollte ein erstmaliger Überblick über die Arbeitssituation der Datenschutzbeauftragten in Krankenhäusern in Nordrhein-Westfalen geschaffen werden.

Insgesamt wurden 355 Krankenhäuser, mittels eines schriftlichen, standardisierten Fragebogen, kontaktiert. Es ergab sich eine Rücklaufquote von 10,9%. Die Rückantworten decken mehr als 13.268 Betten (Gesamtbetten NRW, Stand 2013 120.247) ab. Die teilnehmenden Häuser unterschieden sich teils deutlich hinsichtlich ihrer Größe. Die durchschnittliche Bettenanzahl lag bei 415 Betten. Der Fragebogen enthielt sowohl geschlossene als auch offene Fragen. Die insgesamt 24 Fragen deckten fünf Themenblöcke ab. Teilweise waren Mehrfachantworten möglich. Die Trägerschaft der teilnehmenden Kliniken entsprachen tendenziell der Trägerschaftenverteilung in NRW (Quelle KGNW 2013). 67% der Krankenhäuser befinden sich in frei-gemeinnütziger Trägerschaft (inkl. kirchlicher Träger), öffentlichen Trägern gehören 25% und 8% zu privaten Trägern. Hierdurch kann der Studie eine gewisse Repräsentativität zugesprochen werden.

Profilbildung
Bei dem Versuch einer ersten Profilbildung der Arbeitssituation von Datenschützern kann anhand der Ergebnisse folgende Aussagen getroffen werden:

Der Großteil von Datenschutzbeauftragten (DSB) in NRWs Krankenhäusern betreut eine Einrichtung (63%) und ist intern bestellt. Sein Ausbildungshintergrund ist ökonomisch-betriebswirtschaftlich (43%) oder auch medizinisch-pflegerisch (20%) fundiert. Nur ein geringer Teil der DSB hat die Möglichkeit die Datenschutzthematik in Vollzeit auszuüben. Dies führt auch dazu, dass sich rund 68% nur einmal im Jahr oder seltener fortbilden. Zeitmangel und unpassenden Angebote waren hier mit die Hauptgründe. Grundsätzlich ist aber bei dem Großteil der befragten Datenschutzbeauftragten der Wunsch nach mehr Fortbildungsmöglichkeiten gegeben.

Hürden
Als Hürden zur Ausübung der Aufgaben des Datenschutzbeauftragten sind zum einen die begrenzten zeitlichen Ressourcen zur Bearbeitung von Datenschutzthemen, zum anderen die fehlende Einbindung in die Arbeitsprozesse des Klinikums bzw. in datenschutzrechtliche Projekte zu nennen. Damit einher geht die mangelnde Möglichkeit der innerbetrieblichen Mitgestaltung. Auch die geringe Sensibilisierung von Geschäftsführung und Kollegen macht den Beruf des Datenschutzbeauftragten zu einer Herausforderung. Ebenfalls schwierig stellt sich die mangelnde Vorbereitung auf die Tätigkeit bei gleichzeitig immer komplexer werdenden Anforderungen. Auch die Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen stellt Datenschutzbeauftragte in Krankenhäusern immer wieder vor neue Herausforderungen.

Zu ihren Erwartungen befragt, was sich in Zukunft für die DSB wohl ändern werde, war auffällig, dass die Befragungspersonen in Zukunft vor allem eine zunehmende Bedeutung datenschutzrechtlicher Themen erwarten, andererseits aber auch eine höhere Arbeitszeitverdichtung.

Fazit
Die Ergebnisse der Studie geben erste Einblicke in die Situation der DSB in Krankenhäuser unterschiedlicher Größe und Trägerschaft in NRW. Nach unserem Kenntnisstand hat einen solche Befragung so noch nicht stattgefunden und erlaubt somit erstmalig eine Einschätzung der aktuellen Situation der DSB in nordrhein-westfälischen Kliniken. Sie bestätigt die Vermutung, dass teils ungünstige Voraussetzungen bei der Arbeitsgestaltung vorherrschen, insbesondere Zeitmangel und fehlende Qualifikation. Gleichzeitig geben die Ergebnisse Anregungen, wo die Herausforderungen der Zukunft liegen und welchen Unterstützungsbedarf die DSB haben. Das Thema Datenschutz bleibt insgesamt spannend. Die dargestellten Ergebnisse bieten Raum bzw. Anknüpfungspunkte für weitere Untersuchungen und Diskussionen.

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